Forschungsprofil des Fachbereichs
Architektur und Bauingenieurwesen

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Die Kompetenzen des Fachbereiches Architektur & Bauingenieurwesen sind in Forschungsschwerpunkten gebündelt. Derzeit bestehen fünf dieser Schwerpunkte, die sich in den Bereichen Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung vor allem mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit in ihren jeweiligen Forschungsgebieten einbringen:

  • Ressourcenschonendes Bauen und Entwicklung neuer Materialien
  • Wasser und Boden
  • Immobilien- und Bauwirtschaft
  • Mobilität und Verkehr
  • Architektur und Baukultur

Die Forschungsaktivitäten des Fachbereiches Architektur & Bauingenieurwesen zeichnen sich in der Regel durch den Einbezug und die Nutzung der vorhandenen Lehr- und Forschungslabore aus. Derzeit werden 12 dieser Labore am Fachbereich geführt:

Wasser und Boden

Die Forschungsgruppe Wasser & Boden bearbeitet wissenschaftliche und anwendungsbezogene Fragestellungen aus den Fachgebieten Wasserbau und Wasserwirtschaft, Geotechnik sowie Siedlungswasserwirtschaft. Die wissenschaftliche Tätigkeit erfolgt oft interdisziplinär, in Kooperation mit regionalen Partnern und anderen wissenschaftlichen Institutionen. Infrastrukturell unterstützend wirken hierbei das Labor für Wasserbau, das Geotechnische Labor und das Labor für Siedlungswasserwirtschaft mit.

Ressourcenschonendes Bauen und Entwicklung neuer Materialien

Im Bereich Material und Konstruktion werden neuartige Materialien, Konstruktionen und Instandsetzungsmöglichkeiten erforscht und untersucht. Das Untersuchungsspektrum erstreckt sich vom Ingenieurholzbau, dem Holzverbundbau und Klebstoffen im Holzbau über den Massivbau, mit Hochleistungsbetonen und Bauwerksinstandsetzung, bis hin zu Gerüststrukturen, Treppenkonstruktionen und Konstruktionen aus Verbundwerkstoffen. Dem Bereich Material und Konstruktion steht für die Durchführung der Forschungstätigkeiten neben leistungsfähiger EDV vor allem eine über 1000 m2 große Laborlandschaft mit modernsten Geräten und Prüfmaschinen zur Verfügung.

Mobilität und Verkehr

Der Gestaltung von Verkehrssystemen kommt eine zentrale Rolle für funktionsfähige Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme zu. Mehr denn je steht aber das bestehende Verkehrssystem in Frage: einerseits erfordern die Umwelt- und Klimafolgen des Verkehrs sowie die sinkende gesellschaftliche Akzeptanz des motorisierten Verkehrs in Städten Veränderungen. Andererseits bietet die Digitalisierung völlig neue Möglichkeiten zur Gestaltung des Verkehrssystems.
In diesem Spannungsfeld bewegt sich der Forschungsschwerpunkt „Mobilität und Verkehr“. Getragen von der Fachgruppe Mobilitätsmanagement entwickelt er Lösungen für die Mobilität von morgen. Zentral ist dabei der Gedanke, im Sinne des Mobilitätsmanagements Verkehrsangebote und Verkehrsnachfrage gleichermaßen im Blick zuhalten. Der Fokus der Forschung – stets verknüpft mit Lehre und Transfer – liegt in den Feldern

  • Erhebung und Analyse von Mobilität und Verkehr,
  • Gestaltung von Mobilitätsmanagement- und Verkehrsplanungsprozessen,
  • Entwicklung verkehrsmittelübergreifender Mobilitäts- und Verkehrskonzepte
  • Evaluation von Prozessen, Projekten und Programmen in Mobilität und Verkehr

Zur Fachgruppe Mobilitätsmanagement gehören Prof. Dr.-Ing-. André Bruns, Prof. Dr.-Ing-. Volker Blees, Prof. Dr. Matthias Kowald, Prof. Dr. Manfred Loidold, Prof. Dr.-Ing. Habil. Christian Schiller und sechs wissenschaftliche Mitarbeiter*innen. Zur Bearbeitung der Forschungsprojekte steht ein Mobilitätslabor mit umfassender Ausrüstung zur Verfügung.

Angebot des Downloads

  • Fachgruppe Mobilitätsmanagement (2021) Jahresbericht 2020 der Fachgruppe Mobilitätsmanagement an der Hochschule RheinMain, Hochschule RheinMain, Wiesbaden.

Immobilien- und Bauwirtschaft

Wie sollen Gebäude in Zukunft erstellt, betrieben, bewirtschaftet und vermarket werden? Wie lassen sich Immobilien besser entwickeln und finanzieren? Die Forschungsgruppe "Immobilien- und Bauwirtschaft" forscht zu diesen zentralen Fragen an der Schnittstelle von Technik und Wirtschaft, und das eng verknüpft mit der Lehre im Studiengang "Immobilienmanagement"

Wiesbadener Netzwerk für Architektur und Baukultur (WiNAB)

Ein verantwortungsbewusster Umgang mit unserem baukulturellen Erbe steht immer in einem engen Zusammenhang mit aktuellen Fragen der Architektur und der Stadtentwicklung. Er erfordert interdisziplinäres Fachwissen, welches von der Bauforschung und der Bauwerkserhaltung über die Denkmalpflege und die Architektur bis hin zum städtebaulichen Maßstab reicht.

Vor diesem Hintergrund und auf der Basis der Lehr- und Forschungsaktivitäten wurde 2019 das Wiesbadener Netzwerk für Architektur und Baukultur (WiNAB) am Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen der HSRM Wiesbaden eingerichtet, um die Forschung, Lehre und Vermittlung zum Umgang mit dem Baukulturerbe zu unterstützen. Hierzu wurden die bestehenden Kapazitäten von acht Lehrgebieten und einem Forschungslabor gebündelt. Verschiedene assoziierte Institute und Architekturbüros aus dem Rhein-Main-Gebiet sind bereits in das Netzwerk eingebunden.

Die Gründungsmitglieder des WiNAB lehren in den Studiengängen Architektur (B.Sc.) und Baukulturerbe (B.Sc) und vermitteln wesentliche Inhalte in den beiden gemeinsam konzipierten Studiengängen Architektur I Bauen mit Bestand (M.Sc.) und Baukulturerbe I Bauen mit Bestand (M.Sc.).
Die Gruppe der Lehrenden wird durch eine breite interdisziplinäre Vielfalt geprägt, die sich aus Architekt*innen, Stadtplaner*innen, Kunsthistoriker*innen und Denkmalpfleger*innen sowie Bauingenieur*innen konstituiert.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit prägt den Zugang und die Sichtweise auf das gemeinsame Thema des verantwortungsbewussten Umgangs mit unserem baukulturellen Erbe. Vor diesem Hintergrund werden die Fragen eines zeitgenössischen Städtebaues wie auch einer zeitgemäßen Architektur, des Umgangs mit historischen Stadt- und Kulturlandschaften, einer sich wandelnden Auffassung in der Denkmalpflege und der Konstruktionsgeschichte sowie einer behutsamen Bauwerkserhaltung erforscht.

Allen Beteiligten ist dabei vor allem die Bedeutung des gebauten wie auch nicht gebauten, architektonischen, baukonstruktiven und städtebaulichen Erbes und dessen Relevanz für aktuelle Aufgaben in Architektur und Stadtentwicklung bewusst. Es gilt, dieses vielfältige und in Wert und Bedeutung sehr heterogene Erbe aus vielerlei Richtungen und vor dem Hintergrund unterschiedlicher Disziplinen immer wieder auf seine Bedeutung und Relevanz über die Gegenwart hinaus zu befragen und zu bewahren. Dies muss in stetem Austausch und im wechselseitigen Dialog mit zahlreichen Partnern innerhalb und außerhalb der Hochschule erweitert und vertieft werden.

Angesichts der immer dringlicher werdenden Fragen zum Umgang mit dem bestehenden Erbe als Quelle des eigenen architektonischen Werkes, als schützenswertes Kulturgut, als Gegenstand des Um- und Weiterbauens, als Ressource für Recycling oder gar Reservoir für Upcycling gilt es, interdisziplinär Strategien und Methoden zu entwickeln, damit sowohl theoretische wie auch praxisorientierte Ansätze zu einer zeitgenössischen Vermittlung und Herangehensweise führen können.

Der Fokus der Forschung, die stets mit der Lehre und dem Transfer verknüpft ist, liegt auf drei Forschungsbereichen, die den unterschiedlichen Maßstäben der Architektur entsprechen und von der gesamten Stadt über das ganze Haus bis zum konstruktiven Detail führen.

Diese drei Bereiche sind:

  • 1. Stadt- und Kulturlandschaft
  • 2. Architektur und Denkmalpflege
  • 3. Bauforschung und Bauwerkserhaltung

Das Wiesbadener Netzwerk für Architektur und Baukultur hat das Ziel, sich bei Fragen zu Erhalt und Bauen mit Bestand als ein richtungsgebendes Forum im Rhein/Main-Gebiet und darüber hinaus zu etablieren.

Zum Wiesbadener Netzwerk für Architektur und Baukultur (WiNAB) gehören

Prof. Dr. Cristian Abrihan, Projektmanagement und Projektentwicklung im historischen Kontext

Prof. Dr. phil. Anne Bantelmann-Betz, Denkmalpflege

Prof. Dr.-Ing. Christoph Duppel, Konstruieren im historischen Kontext

Prof. Dr. Georg Ebbing, Gebäudelehre und Entwerfen

Prof. Dipl.-Ing. Volker Kleinekort, Städtebau

Prof.-Dr. Ing. Michael Kloos, Historische Stadt- und Kulturlandschaften

Prof. i.V. Dipl.-Ing. Isabella Leber, Bauen mit Bestand

Prof. Dr.-Ing. Corinna Rohn, Baugeschichte, Bauaufnahme, Bauerhaltung und Umnutzung

und Dipl. Bibl. Annette Schmelz im Labor für Bauforschung.

Forschungsschwerpunkte bis Ende 2019

Ressourcenschonendes Bauen und Entwicklung neuer Materialien und Bauweisen

Dieser Forschungsschwerpunkt spiegelt die Kernthemen des Fachbereichs wieder und lässt sich in einzelnen Forschungsprojekten der Labore ablesen. Ob es sich dabei um die Forschung an Holz und Verbundbaustoffen handelt, die sich u.a. mit der Entwicklung und Optimierung von Bauteilen und Konstruktionsansätzen unter Verwendung des nachwachsenden und nachhaltigen Roh-Baustoffs Holz beschäftigt, oder um Bauforschung, bei der die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Architektur, Konstruktionen und Baustoffe eine wichtige Rolle spielen - immer steht die Entwicklung baukonstruktiver und bauphysikalischer Erfindungen im Bezug zu ihrer nachhaltigen Entwicklung für das Bauen und Konstruieren heute im Vordergrund.

Dazu gehören ebenso die Forschungsprojekte zu dem Baustoff Ultrahochleistungsbeton, die Entwicklung weiterführender Berechnungs- und Bemessungsmethoden zum Entwurf vorgefertigter Treppen aus verschiedenen Materialien, sowie die Entwicklung neuer Konstruktionen zur Trittschalldämmung für Entwässerungs- und Dränsysteme im Hochbau. 

Die einzelnen Projekte werden interdisziplinär und mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durchgeführt. Sie fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs - mit dem Ziel der Promotion, in Kooperation mit verschiedenen Universitäten. Dazu gehören die Technischen Universitäten in Braunschweig, Cottbus-Senftenberg, Darmstadt, Dortmund, das Doktorandenkolleg mit der Universität Bergakademie Freiberg sowie die Namibia University of Science and Technology (NUST) Windhoek.

 

Infrastrukturplanung in Metropolregionen

Dieser Forschungsschwerpunkt spiegelt die erfolgreiche Forschung in den Bereichen Wasserbau/ Siedlungswasserwirtschaft/ Umwelt und die starke Nachfrage im Bereich Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen (UMSB) wieder. 

Im Gegensatz zu Hochwasserereignissen an Flusssystemen gibt es für den Bereich Starkniederschläge keine vergleichbaren Konzepte und Initiativen zur Reduzierung der Schäden, so dass ein maßgeblicher Arbeitsschwerpunkt in diesem Forschungsschwerpunkt das Projekt der Arbeitsgruppe „Starkregen und Sturzfluten“ ist. Ziel des Projekts „Umgang mit Starkniederschlägen in Hessen“ ist die Erarbeitung von Bausteinen zur Optimierung des Umgangs mit Starkregenereignissen im Land Hessen. Kooperationspartner sind der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG).

Der Forschungsschwerpunkt wird in den nächsten Jahren weiter vertieft und um Themen aus dem Forschungsbereich Mobilitätsmanagement ergänzt. Damit wird besonders die Zusammenarbeit mit dem Forschungscampus³ Nachhaltige Mobilität(FC³) und dem House of Logistics and Mobility (HOLM) intensiviert.

Aktuelle Projekte

 

Wasser und Boden

KLIMPRAX Starkregen - Umgang mit Starkniederschlägen in Hessen

Benthos Pass - Aufstiegshilfe für Fische und Makrozoobenthos

Krebsmonitoring an der Walluf
 

Ressourcenschonendes Bauen und Entwicklung neuer Materialien

TACITUS FAQs - Eruierung und Klärung von Aspekten für eine wirtschaftliche Anwendung von Laubholzkonstruktionen mit eingeklebten Stäben

Spk Holz – Weiterentwicklung der Schraubenpressklebung im Holzbau

Selbststabilisierende und energieabbauende Anschlusstechnik für mehrgeschossige Holzgebäude im Erdbebenfall    

Blasenbildung an Reaktionsharzbeschichtung auf hinterfeuchteten Betonbauteile

Holz-Zement-Hybridsysteme für Wandelemente im Holzhochbau

Hybrid-Leichtbauträger für weitgespannte Hallentragwerke
 

Mobilität und Verkehr

Deine Schule per Rad

Nachhaltige Mietermobilität

Hochschulisches Mobilitätsmanagement an der HSRM [HMM]

Nutzeranforderungen an durchgängige Reiseketten

Mobilitätskonzept Seven Gardens

Suburban New Mobility / SUNM

Wirksamkeits- und Nutzungsuntersuchung zu VRNnextbike

Electric City Rüsselsheim

Sozialpsychologische Einflussfaktoren der Verkehrsmittelwahl am Beispiel der Stadt Wiesbaden

 

Architektur und Baukultur

Alsfeld - das Augustinerkloster

SEHS – Systeme zur Erfassung historischer Städte

Von der mittelalterlichen Burg zum Renaissanceschloss, der barocken Schlossanlage und den Additionen des 19. Jahrhunderts

Bauforschung zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt im hessischen Raum

Bauforschung zum sogenannten Leuchtturm von Ostia

Laufende Promotionen

Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Doktoranden am Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen.

Abgeschlossene Promotionen

Hier finden Sie eine Übersicht der abgeschlossenen Promotionen am Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen.