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Kurzinterview mit Dr. Sergio Staab

Dr. Sergio Staab

Dr. Sergio Staab wurde zum 1. Oktober 2025 von der Hochschule RheinMain (HSRM) als Vertretungsprofessor für Angewandte Informatik mit dem Schwerpunkt Smart Health in den Fachbereich Design Informatik Medien bestellt.

Er absolvierte an der HSRM zunächst den Bachelorstudiengang Angewandte Informatik und schloss anschließend zwei Masterstudiengänge in Wirtschaftsinformatik sowie Angewandter Informatik ab. Im Jahr 2024 promovierte er im Bereich Angewandte Informatik mit einer Arbeit zur Entwicklung von Machine-Learning-Verfahren für die automatisierte Dokumentation von Alltagsaktivitäten. Parallel zu seiner Vertretungsprofessur ist er als Senior Researcher am Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD tätig. Seine Forschungs- und Lehrtätigkeit liegt an der Schnittstelle von Informatik, Machine Learning, Sensordatenanalyse und Digital Health. Im Mittelpunkt stehen anwendungsnahe Systeme, die insbesondere im Pflege- und Gesundheitskontext zum Einsatz kommen.

Welcher Aspekt fasziniert Sie an Ihrer Forschung am meisten?

Mich fasziniert besonders der Weg von Daten und Algorithmen hin zu praxistauglichen Systemen, die im Gesundheits- und Pflegealltag tatsächlich eingesetzt werden und dort messbaren Nutzen stiften. Gerade im Kontext des demografischen Wandels halte ich es für entscheidend, alltagstaugliche Software- und Hardwarelösungen zu entwickeln, die Pflegekräfte entlasten und die Versorgungsqualität verbessern.

Was macht für Sie gute Lehre aus?

Ich bin seit 2010 an der HSRM und habe in dieser Zeit viele sehr gute, aber auch weniger gelungene Lehrveranstaltungen erlebt. Daraus hat sich über die Jahre ein klares Verständnis entwickelt, was gute Lehre für mich ausmacht: Sie vermittelt solide Grundlagen so, dass sie in der Praxis tragfähig werden. Methodische Tiefe zeigt sich dabei im präzisen Verständnis von Modellen, Algorithmen und Daten; Anwendungsnähe darin, dieses Wissen auf reale Problemstellungen zu übertragen, Ergebnisse zu interpretieren und Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen. Studierende sollen lernen, informatische Methoden nicht nur korrekt umzusetzen, sondern sie auch kritisch zu reflektieren und verantwortungsvoll einzusetzen.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?

Ich war als Kind nicht ausschließlich technisch geprägt. Meine Stärken sehe ich besonders in der Kommunikation und darin, mich in Studierende hineinzuversetzen und sie auf Augenhöhe zu begleiten. Gerade in Zeiten neuer KI-Technologien erscheint mir dieser menschliche Aspekt oft wichtiger als das reine Vermitteln von Inhalten. Gleichzeitig wollte ich schon früh etwas Technisches machen, bei dem man Systeme versteht, gestaltet und verbessert. Diese Motivation hat mich letztlich zur Informatik geführt.

Wie finden Sie einen Ausgleich zur Arbeit?

Ausgleich finde ich vor allem im Sport sowie durch Aktivitäten im Freien, die mir helfen, Abstand zum Arbeitsalltag zu gewinnen. Außerdem engagiere ich mich im Vorstand des TSV Bleidenstadt und bin als Fitnesstrainer an der HSRM aktiv. Jeder ist herzlich eingeladen, gerne einmal vorbeizuschauen.

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