13 Ideen, 3 Projektlinien, 1 Board: EIS@HSRM taut Ideen auf
Ganz im Zeichen der ersten Antragsrunde stand die Sitzung des Educational Innovation Board (EIB): Mit dem Versand der Bewilligungsbescheide beginnt damit die nächste Phase von EIS@HSRM und 13 innovative Ideen aus verschiedenen Fachbereichen können nun in die konkrete Umsetzung gehen. Die geförderten Vorhaben reichen dabei von KI-gestützten Lehrformaten und offenen Lern- und Innovationsräumen über interdisziplinäre Projektwochen bis hin zu digitalen Exkursionen.
Raum für nachhaltige Impulse zur Weiterentwicklung von Lehre und Lernen zu schaffen, bleibt dabei Leitlinie des Projekts. Mit Folgeanträgen zu bereits erfolgreich gestarteten Pilotprojekten sowie neuen Projekten zu vielfältigen Innovationen wird dieser Anspruch dabei sichtbar mit Leben gefüllt.
Förderentscheidungen der ersten Antragsrunde im Überblick
Insgesamt wurden folgende Projekte zur Förderung bewilligt:
Fachbereich Design Informatik Medien
KI-Studio Kommunikationsdesign: modelloffener Makerspace, für den praxisnahen Einsatz generativer Bild-, Video- und Textsysteme sowie die Entwicklung eines übertragbaren Didaktik-Kits für weitere StudiengängeFab Lab Medieninformatik: entwickelt einen auch außerhalb des Lehrbetriebs offenen Lern- und Innovationsraum mit Open Lab Days und studentischer Peer-Learning-Plattform, um interdisziplinäre Projekte, Eigeninitiativen und nachhaltigen Austausch zu fördern.Living Material Lab: entwickelt zwei Beratungsräume des LehrLernZentrums als reversible „Campus as Living Lab“-Prototypen, in denen Studierende nachhaltige Materialien, smarte Umweltmessung und gesundheitsfördernde Raumkonzepte praktisch erproben.Offene Werkstätten: erweitert die offene Werkstatt um den fachbereichsübergreifenden Zugang zu Werkstätten, Fotostudio und digitaler Modellbautechnik für Studierende der Innenarchitektur, des Kommunikationsdesigns und des Media Managements.
Fachbereich Ingenieurwissenschaften
Challenge Week: interdisziplinäre, praxisnahe Projektwoche, in der Studierende der Ingenieurwissenschaften gemeinsam relevante Herausforderungen bearbeiten, ihre Future Skills stärken und die Ergebnisse öffentlich präsentieren.Zukunftskonferenz 2027: Studierende der Wirtschaftsingenieurwissenschaften konzipieren eine eintägige Konferenz zum KI-bedingten Wandel der Arbeitswelt mit Unternehmenspartner:innen, entwickeln in der Durchführung ihre Organisations- und Verhandlungskompetenzen und das Format gegenüber 2026 weiter.SMF Project Lab: semesterübergreifendes Modell technischer Projektlehre, in dem Studierende bestehende Software- und Mikroelektronikprojekte dokumentieren, reproduzieren und weiterentwickeln.Makerspace LAP: verstetigt einen offenen, fachbereichsübergreifenden Lernort, an dem Studierende in der Umsetzung eigener Ideen mit modernen Fertigungsverfahren betreut werden und durch Peer-Learning praktische Kompetenzen und Selbstwirksamkeit entwickeln.Lytris: erprobt ein für die mathematische Hochschullehre entwickeltes KI-System, das Studierende durch lehrmaterialgestützte Erklärungen, personalisierte Übungen und interaktive Visualisierungen beim selbstständigen Lernen unterstützt.
Fachbereich Wiesbaden Business School
AI Fluency: etabliert eine KI-Lernbegleitung in Marketingveranstaltungen und entwickelt ein strukturiertes Prompting-Playbook als offene Bildungsressource, um Studierende zu einem reflektierten und selbstständigen Einsatz von KI zu befähigen.Wissenschaftspodcast: professionalisiert den „Health Up“-Podcast als praxisnahes Prüfungs- und Lehrformat, indem Studierende Zugang zu notwendiger Podcasttechnik erhalten und wissenschaftliche Inhalte selbstständig zielgruppengerecht aufbereiten.
Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen
FAB-MakerSpace: baut ein frei zugängliches Ressourcenlager und eine Materialbibliothek für nachhaltige Baustoffe aus, die Studierenden die eigenständige Auswahl und Erprobung von Materialien und ergänzende Werkstatt- und Beratungsangebote ermöglicht.DigiX: entwickelt eine Bibliothek digitaler Exkursionen mit 360°-Aufnahmen, die Studierenden einen kostengünstigen, flexiblen Zugang zu realen Schauplätzen ermöglicht und das Exkursionsangebot im Fachbereich erweitert.
Die bewilligten Projekte werden ab sofort nicht nur durch Fördermittel unterstützt, sondern auch durch das Educational Innovation Office (EIO) in der Planung, Umsetzung und Vernetzung begleitet.
„Die ausgewählten Projekte zeigen, wie vielfältig das Lehr- und Lernerlebnis an der Hochschule RheinMain gedacht wird. Uns ist wichtig, dass daraus nicht nur vorübergehende Einzelprojekte entstehen, sondern Impulse, die langfristig Wirkung entwickeln.“
Dr. Petra Kreis-Hoyer, Leitung Abteilung V – Studium und Lehre
Mit eben dieser erfreulichen Themenvielfalt und der Zahl der eingereichten Projektideen setzt die erste Antragsrunde von EIS@HSRM ein deutliches Signal für die Innovationskraft an der Hochschule RheinMain. Die geförderten Projekte schaffen damit konkrete Anlässe, um innovative Ansätze in der Lehre zu erproben, Erfahrungen zu sammeln und erfolgreiche Formate perspektivisch zu verstetigen.
„Lehre muss erfahrbar sein, Lehre muss begeistern. Genau an diesem Punkt setzen viele der von uns geförderten Projekte an. Sie entfachen Neugierde, setzen auf medien- und studiengangsübergreifende Vermittlung und fühlen sich nach einer spürbaren Entwicklung in der Lehre an.“
Lucas Kraus, studentisches EIB-Mitglied & stellvertretender Vorsitzender EIB
Wie es weitergeht: Perspektiven für EIS@HSRM
Der Start der nächsten Antragsrunde ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Über die Fristen zur Einreichung von Anträgen wird rechtzeitig auf der EIS-Website informiert.
Wer sich zu EIS@HSRM austauschen oder zukünftige Antragsrunden mitdenken möchte, ist herzlich eingeladen, per E-Mail an eis@hs-rm.de mit dem Projektteam ins Gespräch zu kommen.