Forschungsprofil des Fachbereichs
Sozialwesen

Inhalt anzeigen

Inhalt anzeigen

Forschung am Fachbereich Sozialwesen sieht sich einem Ansatz rekonstruktiver, kooperativ-partizipativer Sozial-und Praxisforschung verpflichtet. Sie versteht sich aus forschungsethischer Perspektive als dialogisch, sowie gleichermaßen anerkennend wie aufdeckend. Ihre wissenschaftlichen Analysen und Evaluationen fokussieren Strukturen, Prozesse und Erfahrungen der Profession und der darüber hinausgreifenden Praxis Sozialer Arbeit und streben dabei ein Höchstmaß an Gegenstandsangemessenheit an. Sie suchen im jeweils Besonderen spezifischer Handlungskontexte und -situationen das Allgemeine der häufig widersprüchlichen gesellschaftlichen Handlungsbedingungen Sozialer Arbeit herauszuarbeiten. Zugleich trachten sie mittels der eingesetzten Forschungsmethoden (Selbst) - Reflexionsprozesse der in den Forschungsprozess Einbezogenen auf ihr Handeln und dessen Bedingungen anzustoßen, um auf diese Weise mit ihnen alternative Handlungsmöglichkeiten zu erschließen.

Forschungsfelder und Forschungsformate

Unter der Dreifachperspektive von Alltag/Lebenswelt  – Professionalität – Institution erstrecken sich die Forschungsfelder auf praxisbezogene Fragestellungen aus dem gesamten Aufgabenspektrum Sozialer Arbeit über die verschiedenen Lebensphasen und Lebenslagen hinweg. Fokussiert werden Prozesse der Bildung des und am Sozialen – auch in ihrer politischen Dimension – und die dabei sich überlagernden Formen, verschiedenster sozialer Ungleichheiten.
Unsere Forschungsprojekte sind transdisziplinär orientiert und haben ganz unterschiedliche Formate:

  • Wissenschaftliche Begleitforschung und Evaluation von Programmen und Projekten
  • Praxisforschungsprojekte in der Region in Kooperation mit Trägern Sozialer Arbeit
  • Durchführung sowohl von praxisorientierter  wie Grundlagenforschung im Kontext von Drittmittelförderung

Profilbildener Forschungsschwerpunt Professionalität Sozialer Arbeit

Der Fokus des Forschungsschwerpunktes richtet sich auf Strukturprobleme und Dilemmata professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit sowie auf die verschiedenen Modi, mit diesen reflexiv, wie produktiv umzugehen. In den Blickpunkt gerückt werden weiterhin die Bedingungen und Formen von Arbeitsbündnissen in den verschiedenen Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit, die es erlauben mit den jeweiligen Zielgruppen Blockierungen ihres Alltagslebens aufzubrechen und neue, gleichermaßen soziale wie demokratische Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Der Forschungsschwerpunkt will so auf empirischer Grundlage zur Profilbildung Sozialer Arbeit beitragen.
Gegenwärtig ordnen sich vierzehn Professuren  des Fachbereiches diesem Forschungsschwerpunkt zu. Über kooperative Promotionen auf der Basis eines Vertrages mit dem Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt – und perspektivisch auf der Grundlage eines eigenen Promotionsrechtes – will er in seinen verschiedenen Forschungsprojekten zur Qualifizierung des eigenen wissenschaftlichen Nachwuchses beitragen. Zurzeit promovieren acht wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Forschungsprojekten des Forschungsschwerpunktes.

Forschungsschwerpunkt Raum-Alltag-Produktionsweisen des Sozialen

Im Fokus des Forschungsschwerpunktes steht das den Alltag prägende und zugleich in diesem (re-)produzierte Wechselverhältnis von Sozialem und Räumlichen. Unter dieser Doppelperspektive richtet sich der Fokus dabei zum einen auf die konflikthafte Vermittlung zwischen unterschiedlichen räumlichen Ebenen der sozialen (Re-)Produktion in ihrem gesamtgesellschaftlichen Funktions- und Entwicklungszusammenhang und vor dem Hintergrund sozial ungleicher Teilhabechancen. Mit dem Begriff der Produktionsweisen des Sozialen werden zugleich die Praxisformen solcher Vergesellschaftungsprozesse und ihrer häufig widersprüchlichen Handlungsvoraussetzungen in den Blick gerückt.

NWRSA

Das Netzwerk Rekonstruktive Sozialarbeitsforschung und Biografie ist ein Zusammenschluss von Kolleginnen und Kollegen aus Hochschulen und aus verschiedenen Praxisfeldern der Sozialen Arbeit. Seit 2006 sind wir als Arbeitskreis des Fachbereichtages Soziale Arbeit anerkannt:

Aktuelles

Konzept

Organisation

Arbeitstagungen

Methodenworkshops

Buchreihe

  • Eigenständiges Promotionsrecht für die Fachrichtung Soziale Arbeit (weiter)
  • Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main (weiter)
  • Kolleg RAPS (weiter)

Kolleg RAPS

Zur Unterstützung der gemeinsam betreuten Promotionsprojekte wurde im Rahmen der Kooperationsvereinbarung vereinbart, gemeinsame forschungsbezogene Veranstaltungen zu organisieren  und ein Promotions-Kollegs zum Thema „Alltag, Raum und Produktionsweisen des Sozialen“ einzurichten.  In dessen thematischem Zentrum steht das den Alltag prägende und zugleich in diesem (re-)produzierte Wechselverhältnis von Sozialem und Räumlichen als Ausgangs- und Bezugspunkt für ein Soziale Arbeit, die ihre Zielgruppen darin unterstützen will, dieses demokratisch zu gestalten.

Mittlerweile finden regelmäßige Tagesworkshops zum Thema des Kollegs, wie auch zu forschungsmethodischen Fragestellungen statt. Neben diesen thematisch gebundenen Workshops, zu dem auch auswärtige Gastreferierende eingeladen werden, finden ebenfalls Workshops statt, in denen gemeinsam an Fragen gearbeitet wird, die entweder bei Promotionsinteressierten im Rahmen der Arbeit an ihren Exposés zur Annahme als Promovierende oder aus laufenden Dissertationsvorhaben bereits vom Promotionsausschuss angenommener Promovierender entstanden sind.

Zu diesen Workshops ist eine Anmeldung  bei Prof. Dr. habil. Michael May erforderlich. Dieser übernimmt auch die Beratung von Promotionsinteressierten aus dem Fachbereich Sozialwesen.

Laufende Promotionen

Hier finden Sie eine Auswahl der laufenden Promotionen des Fachbereichs Sozialwesen.

Abgeschlossene Promotionen

Hier finden Sie eine Auswahl der abgeschlossenen Promotionen des Fachbereichs Sozialwesen.