Skip to Content
Didaktik und Digitale Lehre Hochschule RheinMain

Didaktik und Digitale Lehre - Zentrale Serviceeinheit für Lehrende

Das Team Didaktik und Digitale Lehre der Hochschule RheinMain unterstützt Lehrende aller Fachbereiche bei der Konzeption und Umsetzung didaktischer und digitaler Elemente in der Lehre.

Prof. Dr. Jürgen Telke: Scientific Battles

Die Veranstaltung “Internationales Wirtschaftsrecht B” verbindet geschickt die fachliche Vertiefung mit der Förderung beruflicher Kompetenzen, speziell Präsentations- und Argumentationskompetenzen. Hierfür werden „Scientific Battles“ eingesetzt: Studierende bereiten kontroverse fachliche Inhalte für Nicht‑Expert:innen verständlich auf und treten in der Veranstaltung gegeneinander an. 

Kernkonzept und eingesetzte Formate
Nach einer allgemeinen thematischen Einführung wird je ein aktuell kontrovers diskutiertes Thema debattiert. Zwei Studierende präsentieren je zehn Minuten ihre vorab vorbereitete Position. Auf die Vorträge folgen je drei Minuten Replik auf den Gegenpart. Die anderen Studierenden bilden die Jury.

Die eingesetzten Methoden — freie Medienwahl, gegnerische Konstellation, Peer‑Jury und verdeckte Bewertung — sind konsequent gewählt: sie schaffen Anreize für gründliche Recherche, adressatengerechte Aufbereitung und eine starke Argumentation. Die Teilnehmenden dürfen beliebige Medien nutzen und entscheiden eigenständig, wie sie ihre Argumentation am besten zur Geltung bringen. 

Das Angebot richtet sich an Studierende im 4.–5. Fachsemester (ca. 9–10 Teilnehmende).

Wovon können Sie sich inspirieren lassen?

  • Debatten als Format für Präsentationen stellen eine motivierende Variante klassischer Referatsseminare dar.
  • Kurze, straffe Zeitlimits und Gamification‑Elemente, wie eine Peer‑Jury, fördern die Beteiligung.
  • Freie Medienwahl zur Förderung kreativer und adressatengerechter Aufbereitung kann die Motivation fördern.
  • Nachbereitende Diskussionen und Peer‑Feedback zur Förderung kritischer Reflexion.

Dreieinhalb Fragen an Prof. Dr. Jürgen Telke

Prof. Dr. Telke, wie sind Sie auf die Idee für die Gestaltung der Lehrveranstaltung gekommen? Was brauchte es, damit die Idee Realität werden konnte?

Durch die zunehmende Bedeutung von KI, tritt reines Faktenwissen immer mehr in den Hintergrund. Im Gegenzug bekommt die Erläuterung des Faktenwissens gegenüber dem Auftraggeber und die Erstellung von entsprechenden Gestaltungsvorschlägen eine immer stärkere Bedeutung. Dies soll den Studierenden durch praktische Anwendung vermittelt werden. Die einzige Voraussetzung ist eine entsprechende Prüfungsmöglichkeit in der PO.

 

Was war Ihnen bei der Gestaltung der Veranstaltung besonders wichtig?

Eine besondere Bedeutung haben die Medienwahl und die sachgerechte Nutzung des gewählten Mediums durch die Studierenden. Diesbezüglich sind in den letzten Jahren sehr viele neue Möglichkeiten hinzugekommen, welche im Berufsalltag zunehmend beherrscht werden müssen. 

 

Welche Tipps haben Sie für Lehrende, die eine ähnliche Veranstaltung initiieren möchten?

Einfach mal ausprobieren, der Aufwand ist relativ gering und den Studierenden macht es viel Spaß.

 

Und die Didaktik dahinter…

Gamification, gleicher Inhalt wie bei klassischen Veranstaltungen, aber bei deutlich höherer Motivation der Studierenden.