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Didaktik und Digitale Lehre Hochschule RheinMain

Didaktik und Digitale Lehre - Zentrale Serviceeinheit für Lehrende

Das Team Didaktik und Digitale Lehre der Hochschule RheinMain unterstützt Lehrende aller Fachbereiche bei der Konzeption und Umsetzung didaktischer und digitaler Elemente in der Lehre.

Prof. Dr. Abiola Sarnecki: Leading Yourself and Others

Das englischsprachige Wahlpflichtseminar wurde mit dem Preis für Gute Lehre 2025 der Hochschule ausgezeichnet. Das Angebot für Studierende der Bachelor‑Studiengänge International Management und Business Administration (4./5. Semester; ca. 20–25 Teilnehmende) verknüpft systematisch fachliche Inhalte mit gezielter Persönlichkeitsentwicklung. Es zeichnet sich durch eine sehr aktivierende Gestaltung und hohe Methodenvielfalt aus. Zudem werden zahlreiche Expert:innen eingeladen, die das Seminar mit praxisnahen Impulsen bereichern.

Kernkonzept und eingesetzte Formate
Jede dreistündige Sitzung beginnt mit einer kompakten theoretischen Einführung zu klassischen und modernen Führungstheorien und wechselt unmittelbar in anwendungsorientierte Formate und sichert so die individuelle Verarbeitung des Gelernten: problemorientierte Fallstudien, Rollenspiele oder moderierte Klassendiskussionen. Begleitend führen Reflexionsaufgaben, Peer‑Feedback und ein Learning Journal zur kontinuierlichen Selbstbeobachtung. Gastworkshops (u. a. LEGO® Serious Play zu Führung ohne formale Autorität, Praxisworkshops zu multikulturellen Teams und Diversity) machen zentrale Lerninhalte erfahrbar und sorgen zusammen mit Videos und Live Polls zusätzlich für viel methodische Abwechslung.


Das Seminar zielt darauf ab, dass Studierende Führungswissen kritisch hinterfragen, Führungskonzepte in komplexen, realitätsnahen Szenarien anwenden und ein eigenes, reflektiertes Führungsprofil entwickeln. Die Kombination aus kleinen Gruppen, interaktiven Methoden und kontinuierlichem, formativen Feedback schafft daher einen geschützten Raum, in dem Studierende neues Verhalten ausprobieren und professionalisieren können. Studierende durchlaufen eine sichtbare Lernschleife, indem sie konkrete Entwicklungsziele formulieren und ihr eigenes Lernen regelmäßig evaluieren. Die Lehrveranstaltung endet mit einer integrierenden Abschlusssimulation, die Theorie, Praxis und persönliche Lernziele zusammenführt.


Wovon können Sie sich inspirieren lassen?

  • Kurze Theorieimpulse gefolgt von sofortiger Praxisarbeit.
  • Verschiedene Methoden und Medien nutzen (Live‑Polls, Videos, Breakout‑Gruppen)
  • Hoher Anteil interaktiver Formate (Rollenspiele, Peer‑Feedback) für nachhaltiges Einüben.
  • Learning Journals und formative Reflexionsaufgaben zur Förderung selbstgesteuerten Lernens.
  • Externe Praxisimpulse durch Gastreferent:innen zur Authentizität und Motivation.
  • Einsatz innovativer Prüfungsformate: Abschlusssimulation als integrative Leistungskontrolle.

Dreieinhalb Fragen an Prof. Dr. Abiola Sarnecki

Prof. Dr. Sarnecki, wie sind Sie auf die Idee für die Gestaltung der Lehrveranstaltung gekommen? Was brauchte es, damit die Idee Realität werden konnte?

Die Idee entstand aus der Erkenntnis, dass erfolgreiche Karrieren heute weit mehr als Fachwissen erfordern. Die Fähigkeit, sich selbst und andere zu entwickeln und zu motivieren, wird immer wichtiger. Mir war es deshalb ein großes Anliegen, Theorie und Praxis eng miteinander zu verbinden und das Thema für Studierende lebendig und relevant zu machen.

Damit die Idee Wirklichkeit werden konnte, brauchte es praxisnahe Fallstudien und den Austausch mit erfahrenen Führungskräften, die ihre Perspektiven aus dem Arbeitsalltag in die Lehre einbringen.

 

Was war Ihnen bei der Gestaltung der Veranstaltung besonders wichtig?

Besonders wichtig war mir eine Vielfalt an Lehr- und Lernmethoden, die Interaktion fördern und Studierende zur Selbstreflexion anregen. Lernen soll nicht nur kognitiv, sondern auch persönlich wirksam sein.

 

Welche Tipps haben Sie für Lehrende, die eine ähnliche Veranstaltung initiieren möchten?

Mein wichtigster Tipp ist: einfach ausprobieren. Unterschiedliche Methoden einsetzen, Raum für Experimente lassen und Studierenden bewusst die Möglichkeit geben, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen.

 

Und die Didaktik dahinter…

Die Veranstaltung setzt auf erfahrungsbasiertes Lernen. Methoden wie Fallstudien, Lego® Serious Play, Rollenspiele, Debatten und Lernjournale ermöglichen Perspektivwechsel, vertiefte Reflexion und den Transfer in die Praxis.