Die Vereinbarung ist auf fünf Jahre angelegt und schafft einen verbindlichen Rahmen für eine strategische Zusammenarbeit. Im Fokus stehen der Wissenstransfer zwischen Hochschule und Verwaltung, die stärkere Verzahnung von Lehre, Forschung und Praxis sowie gemeinsame Beiträge zur Weiterentwicklung der kommunalen Sozialen Arbeit. Gleichzeitig soll die Attraktivität dieses Berufsfeldes erhöht und dessen gesellschaftliche Bedeutung sichtbarer gemacht werden.
„Mit der Kooperationsvereinbarung stärken wir gezielt die Verbindung zwischen kommunaler Praxis und wissenschaftlicher Expertise. Das ist ein wichtiger Baustein, um soziale Angebote in Wiesbaden zukunftsfähig aufzustellen und dem Fachkräftebedarf aktiv zu begegnen“, sagt Dr. Patricia Becher, Sozialdezernentin der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Aus Sicht der Hochschule unterstreicht die Vereinbarung die Bedeutung einer strukturierten und langfristigen Zusammenarbeit. Prof. Dr. Eva Waller, Präsidentin der Hochschule RheinMain, erklärt: „Eine enge Anbindung an die kommunale Praxis ist für ein hochwertiges praxisorientiertes Studium und anwendungsorientierte Forschung unverzichtbar. Die Kooperation eröffnet neue Möglichkeiten, gesellschaftlich relevante Fragestellungen systematisch in Lehre und Forschung zu integrieren.“
Auch auf Fachbereichsebene wird die Vereinbarung als wichtiger Impuls gesehen. Prof. Dr. Kathrin Witek, Dekanin des Fachbereichs Sozialwesen, betont: „Für Studierende der Sozialen Arbeit ist der direkte Bezug zur Praxis zentral. Die Kooperation ermöglicht es, reale Herausforderungen aus dem kommunalen Alltag stärker in Studium, Projekte und Abschlussarbeiten einzubinden und den Übergang in den Beruf weiter zu professionalisieren.“
Kern der Zusammenarbeit sind regelmäßige Austauschtreffen zwischen Professor:innen Fachbereichs Sozialwesen und Vertreter:innen der beteiligten Fachämter sowie des Dezernats. Darüber hinaus sind gemeinsame Forschungs- und Praxisprojekte, die Beteiligung von Praktiker:innen an der Lehre sowie Beiträge zur Weiterentwicklung praxisorientierter Studienformate vorgesehen.