Als Partnerhochschulen des Spitzensports ermöglichen sowohl die Hessische Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) als auch die Hochschule RheinMain (HSRM) ihren Studierenden, Wettkampfsport und Studium beziehungsweise Ausbildung erfolgreich miteinander zu vereinbaren. Am Campus Kurt-Schumacher-Ring der HSRM feierten beide Hochschulen am Montagabend die Erfolge ihrer Sportler:innen.
HSRM-Präsidentin Prof. Dr. Eva Waller und Dr. Walter Seubert, Präsident der HöMS, begrüßten die Anwesenden und dankten den Organisator:innen der Feier sowie den Sportler:innen für ihren Einsatz.
Doppelbelastung und Sicherheitsnetz
In einer anschließenden Podiumsdiskussion tauschten der Zehnkämpfer Niklas Kaul, die Leichtathletin Carolin Schäfer und Felix Rijhnen, Inline-Speedskater und Eisschnellläufer, ihre Erfahrungen aus. Die Diskussion machte deutlich, dass ein Studium für Spitzensportler:innen zugleich Doppelbelastung und Rückhalt sein kann.
Carolin Schäfer berichtete, dass sich Studienverläufe im Spitzensport oft von denen anderer Studierender unterscheiden, Praktika mit Trainingszeiten vereinbart werden müssten und Eigenverantwortung, Kommunikation und Zeitmanagement enorm wichtig seien. Felix Rijhnen verpasste seinen Studienbeginn sogar wegen einer Weltmeisterschaft und war gerade zu Beginn von dem Pensum überfordert. Mit der Zeit sei er aber an den Anforderungen gewachsen.
Der Lehramtsstudent Kaul betonte, wie wichtig es sei, vor Ort zu sein und den Kontakt zu Kommiliton:innen zu halten – besonders dann, wenn es im Sport nicht gut läuft. Das Studium gebe Sicherheit und Rückhalt in einer Laufbahn, die von Verletzungen und Leistungsschwankungen geprägt sein könne. Es sei zudem identitätsstiftend: Es helfe bei der Frage, wer man jenseits des Sports ist.
Ehrung der sportlichen Leistungen
Im Anschluss standen die Athlet:innen der beiden Hochschulen im Mittelpunkt. Die Ehrung der Spitzensportler:innen der HSRM nahm die Leiterin des HSRM-Hochschulsports Meike Kaltenbach vor. Die Sportler:innen der HöMS wurden von Wolfgang Wenzel, Koordinator des HöMS-Hochschulsports, vorgestellt und geehrt.
Als Schlusspunkt des Abends überreichte Thorsten Hütsch vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) einen Pokal an Dr. Walter Seubert für die Leistung der HöMS beim diesjährigen adh-Hochschullauf, wo sie mit 262 Teilnehmenden und insgesamt 2.241,78 Kilometern die größte Gruppe stellte und sich den sechsten Sieg in Folge sicherte.