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Ehemalige Rektoren und Präsident:innen der HSRM

Prof. Dr. Detlev Reymann (2009 bis 2020)

Von 2009 bis Ende 2020 übernahm Prof. Dr. Detlev Reymann das Amt des Präsidenten der Hochschule, die in seinem ersten Amtsjahr in „Hochschule RheinMain“ umbenannt wurde. Während seiner Amtszeit wuchs die Anzahl der Studierenden in den fünfstelligen Bereich auf knapp 14.000 an, zudem begleitete er maßgebliche Umstrukturierungen zu den heutigen fünf Fachbereichen sowie die Gründung profilbildender Forschungsschwerpunkte und Promotionszentren. 

Bereits seit 1994 war der promovierte Gartenbauwissenschaftler an der Hochschule tätig und aktiv an ihrer Entwicklung beteiligt. Ab 1995 war er Mitglied des Rates und später des Senats der Fachhochschule Wiesbaden, war als Dekan und Studiendekan des ehemaligen Fachbereichs Gartenbau und Landschaftsarchitektur tätig und engagierte sich in zahlreichen Gremien. 2005 übernahm er die Studiengangsleitung des Studiengangs Gartenbau im Fachbereich Geisenheim.

Neben seinem Engagement an der HSRM war Prof. Dr. Reymann als Vizepräsident und Präsident der Deutschen Gartenbauwissenschaftlichen Gesellschaft tätig und ist seit 2010 Mitglied des Vorstands des Zentrums für Wissenschaftsmanagement e. V. Speyer sowie seit 2013 Mitglied des Sprecherrats der Gruppe der Fachhochschulen in der Hochschulrektorenkonferenz.

Prof. Dr. h.c. mult. Clemens Klockner (1985 bis 2008)

Am Ende seiner Amtszeit, am 31. Dezember 2008, hatte Prof. Dr. Klockner fast 24 Jahre lang die Fachhochschule Wiesbaden geleitet, zunächst als Rektor, danach als Präsident. Während dieser Zeit war er außerdem Mitglied des Direktoriums der Forschungsanstalt Geisenheim.

Prof. Dr. Klockner kam 1978 als Professor für Gesellschaftswissenschaften an den Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Wiesbaden. Die Mitglieder des damaligen Rats wählten ihn 1985 erstmals zum Rektor. 1989 wurde er Mitglied des Senats der Hochschulrektorenkonferenz, von 1991 bis 1995 hatte er den Vorsitz der Ständigen Konferenz der Rektoren und Präsidenten der Staatlichen Fachhochschulen der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (FRK) inne. Nach Auflösung der FRK übernahm Prof. Dr. Klockner von 1994 bis 2000 die Vizepräsidentschaft in der Deutschen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und damit auch die Funktion als Sprecher der Fachhochschulen.

Zwischen 1996 und 2002 war Prof. Dr. Klockner Mitglied von Hochschulstrukturkommissionen in den neuen Bundesländern (Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern). In den Jahren von 1987 bis 1989 sowie von 1998 bis 2000 und von 2003 bis 2005 hatte er den Vorsitz in der Konferenz Hessischer Fachhochschulpräsidien (KHF). Im Jahr 2001 wurde Prof. Dr. Klockner vom damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau in den Wissenschaftsrat berufen. 2008 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Im Februar 2012 wurde Prof. Dr. Klockner zum ersten Ehrensenator der Hochschule RheinMain ernannt, um seine herausragenden Verdienste um die Entwicklung und Förderung der Hochschule und sein Engagement in der deutschen Hochschulpolitik zu würdigen.

Am 31. Juli 2021 ist Prof. Dr. Clemens Klockner im Alter von 77 Jahren verstorben.

Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Courtin (1981 bis 1985)

Vom 1. April 1981 bis zum 31. März 1985 hatte Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Courtin das Amt des Rektors der Fachhochschule Wiesbaden inne. Dort wirkte er auch als Professor für Elektrische Energietechnik. Prof. Courtin wurde 1931 in Berlin geboren. Nach einem Studium der Elektrotechnik an der TH Darmstadt war er acht Jahre lang als Entwicklungsingenieur bei AEG tätig. 1965 kam er als Lehrkraft an die Ingenieurschule in Rüsselsheim und wirkte dort aktiv an der Planung und Einrichtung des Labors für elektrische Anlagen mit.

In der Übergangszeit zur Fachhochschule Wiesbaden engagierte er sich zudem in der verstärkten Selbstverwaltung der Hochschule, insbesondere in der Ausarbeitung neuer Studien- und Prüfungsordnungen. Er war Mitglied des zweiten und vierten Konvents der Hochschule, die die erste Grundordnung und Stellungnahme der Fachhochschule Wiesbaden zu den Entwürfen der Hessischen Hochschulgesetze verabschiedeten. 

1978 und 1979 war er Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik, Mitglied des Lehr- und Studienausschusses sowie Mitglied der Ratskommission Weiterbildung und Studienberatung.

Prof. Dr. Konrad Seyffarth (1977 bis 1981)

1977 übernahm Prof. Dr. Konrad Seyffarth als zweiter Rektor der Fachhochschule Wiesbaden das Amt von Prof. Dr. Manfred Volkmann. 1936 in Nürnberg geboren, ging er nach dem Abitur 1954 nach München, wo er Physik studierte. 

1965 schloss er sein Studium mit einer Dissertation in physikalischer Chemie ab. Anschließend wirkte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität München sowie der Southern Illinois University in den USA. 1971 kam er als Dozent für Physik an die Hessische Lehr- und Forschungsanstalt für Wein-, Obst- und Gartenbau der Ingenieurschule in Geisenheim. 

Mit der Gründung der Fachhochschule Wiesbaden wurde er dort im August 1971 Fachhochschullehrer für Physik, Physikalische Chemie und Technologie des Umweltschutzes. In den Jahren 1972 bis 1974 übernahm er die Leitung des Fachbereichs Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung. Unterbrochen durch seine Amtszeit als Rektor zwischen 1977 und 1981 war Prof. Dr. Seyffarth anschließend bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 als Professor für Physik an der FH Wiesbaden tätig.

Prof. Dr. Manfred Volkmann (1973 bis 1977)

Von 1973 bis 1977 wurde Prof. Dr. Manfred Volkmann der erste Rektor der Fachhochschule Wiesbaden. Bereits seit 1968, nach seiner Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften an der TH Darmstadt, war der Physiker an der Staatlichen Ingenieursschule Rüsselsheim und späteren Fachhochschule Wiesbaden tätig. 

1979 erhielt Prof. Dr. Volkmann dort eine Professur, von März 1983 bis Februar 1985 hatte er zudem die Position des Dekans des Fachbereichs Physikalische Technik inne. Von 1989 bis 1995 übernahm er erneut die Tätigkeit als Fachbereichsdekan an der Fachhochschule Wiesbaden, bevor er 1997 in den Ruhestand trat.

Neben dem zwischenzeitlichen Vorsitz der Rektorenkonferenz der hessischen Fachhochschulen war Prof. Dr. Volkmann auch politisch engagiert und setzte sich insbesondere für Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit ein. Als Fachhochschullehrer blieb er seinen Studierenden insbesondere dank seiner praxisorientierten, durch zahlreiche Experimente und Demonstrationen untermalten Lehre in Erinnerung. 

Professor Manfred Volkmann ist 2014 im Alter von 78 Jahren verstorben.

Gründungsrektor Prof. Dr. Helmut Dittrich (1971 bis 1972)

Als im Jahr 1971 die Fachhochschule Wiesbaden aus den ehemaligen Ingenieurschulen in Geisenheim, Idstein und Rüsselsheim sowie der ehemaligen Werkkunstschule in Wiesbaden gegründet wurde, stand ihr zunächst Gründungsrektor Prof. Dr. Helmut Dittrich vor. 

Nach seinem Studium der Naturwissenschaften in Würzburg, Stuttgart und München erlangte er das Staatsexamen für das höhere Lehramt, es folgte die Promotion zum Dr. rer. nat. an der TH Stuttgart. 1959 kam Prof. Dr. Dittrich als Abteilungsleiter für Mikrobiologie an das staatliche Weinbau-Institut in Freiburg, bevor er 1966 die Leitung des Insituts für Mikrobiologie und Biochemie der Forschungsanstalt Geisenheim übernahm.

Das Amt des Gründungsrektors der Fachhochschule Wiesbaden bekleidete er 1971 und 1972, bevor er in Geisenheim wieder seiner Tätigkeit als Institutsleiter nachging. 1978 bis 1986 stand er der Forschungsanstalt Geisenheim als Direktor vor. In den Jahren 1966 bis 1993 war er zudem Mitglied des Bundesausschusses für Weinforschung des Bundesministeriums für Landwirtschaft und beteiligte sich als Autor und Mitautor an der Entstehung zahlreicher Fachbücher.

Anfang 2026 ist Prof. Dr. Helmut Dittrich fast 100-jährig verstorben.

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