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Land Hessen fördert Logistikprojekt

Die Hochschule RheinMain (HSRM), die EBS Universität für Wirtschaft und Recht und die Hochschule Geisenheim University erhalten für das gemeinsame Forschungsprojekt SCOOP-L eine Landesförderung von 96.000 Euro.

Über zwei Jahre untersucht der Verbund, wie regionale Lebensmittelhersteller durch kooperative Logistikmodelle effizienter und emissionsärmer in den Handel liefern können.

Kooperation statt Einzellieferung

Regionale Hersteller, überwiegend Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups, beliefern den Handel heute meist einzeln und in kleinen Mengen. Das verursacht hohe Transaktions-, Transport- und Lagerkosten sowie vermeidbare CO₂-Emissionen. SCOOP-L (Smart Cooperation in Logistics) entwickelt und bewertet kooperative Logistik-Sharing-Szenarien: gemeinsam genutzte Lagerstrukturen, kooperative sogenannte Milkruns, Cross-Docking und abgestimmte Lieferzyklen. Eine zentrale Frage ist dabei, unter welchen Bedingungen und in welcher Form Unternehmen auf Hersteller- und Handelseite kooperieren können, um gemeinsam eine effizientere Wertschöpfung zu betreiben. Daten aus qualitativen Interviews, teilnehmender Beobachtung, Scientific Management und quantitativer Modellierung werden in operationalisierbaren Business Cases mit belastbaren Kosten- und Emissionskennzahlen verdichtet.

Der Forschungsverbund

Konzipiert und federführend eingeworben wurde SCOOP-L von Dr. Sebastian L. Grüner (HSRM), auf den der Forschungsansatz, das methodische Design und die Zusammenführung des Verbunds zurückgehen. Das operative Forschungsteam besteht aus Prof. Dr. Hartmut Werner (HSRM), Prof. Dr. Roland Mattmüller (EBS Universität) und Prof. Dr. Andreas Holzapfel (Hochschule Geisenheim University). Begleitet wird das Projekt von zahlreichen assoziierten Partnern aus der Praxis in Form von marktführenden Lebensmitteleinzelhändlern mit hessischen Regionalvertretungen, originär hessischen Herstellern und Importeuren.

Förderung im wettbewerblichen Verfahren

Die Mittel stammen aus der Förderlinie „Innovative Projekte in Logistik & Mobilität" des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. In einem zweistufigen Verfahren über das House of Logistics and Mobility (HOLM) und die HA Hessen Agentur GmbH setzte sich SCOOP-L gegen zahlreiche andere Forschungsprojekte um ein begrenztes Fördervolumen durch. Der Landesnutzen liegt in der Stärkung regionaler Wertschöpfung, der Wettbewerbsfähigkeit hessischer KMU und der Reduktion verkehrsbedingter Emissionen.

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