Der Ingenieur absolvierte sein Studium des Allgemeinen Maschinenbaus mit den Schwerpunkten Fahrzeugtechnik und Dynamik an der Technischen Universität Darmstadt, ergänzt durch ein zweisemestriges Auslandsstudium an der NTNU Trondheim in Norwegen sowie ein Industriepraktikum im Forschungszentrum der DaimlerChrysler AG in Böblingen. Von 2007 bis 2011 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Strukturdynamik an der TU Darmstadt tätig. Dort leitete er das Labor des Fachgebiets, hielt Vorlesungen zur Dynamik sowie Schwingungsmesstechnik, verbrachte einen Forschungsaufenthalt an der Universidade Estadual de Campinas in Brasilien und forschte intensiv an elektrorheologischen Schwingungsdämpfern für Rotorsysteme.
Im Anschluss wechselte Prof. Dr.-Ing. Bauer in die Industrie zu Continental Automotive (nach dem Spin-off im September 2025 Aumovio). Über 15 Jahre hinweg verantwortete er dort verschiedene Fach- und Führungspositionen im Bereich der Radbremsenentwicklung sowie im Test- und Simulationswesen. Zuletzt leitete er als Bereichsleiter den globalen Bereich „Global Validation & Verification“ mit Verantwortung für Arbeitsweisen und Infrastruktur an zehn internationalen Standorten, das Testzentrum Frankfurt sowie das unternehmensweite Expertensystem in der Entwicklung.
Welcher Aspekt fasziniert Sie an Ihrer Forschung am meisten?
Immer wieder festzustellen, dass Ausdauer bei einem Thema und die Zusammenarbeit mit Kolleginnen, Kollegen sowie Studierenden zum Erfolg führen. Zunächst riesig erscheinende Probleme lösen sich so Stück für Stück auf.
Was macht für Sie gute Lehre aus?
„Gute Lehre“ ist für mich erfolgreiche Lehre – das heißt, dass die Lernziele bei den Studierenden ankommen. Ich sehe ansprechende und motivierende Lehrveranstaltungen mit praxisnahen Beispielen, wo immer möglich, mit Experimenten (physikalischen Modellen oder auch Simulationsmodellen) und gut strukturierten Vorlesungsfolien als zentrale Bausteine. Des Weiteren sollen die Lernziele langfristig verinnerlicht werden, was ich durch wiederkehrende Inhalte und Vorgehensweisen erreichen möchte. Dies ist letztlich ein roter Faden, der sich durch alle Elemente der Lehre zieht – von der Vorlesung bis hin zur Abschlussarbeit.
Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind?
Gute Frage, das weiß ich gar nicht mehr. Irgendwann gegen Ende der Schulzeit wollte ich Lehrer werden; allerdings ist mir keine Fächerkombination eingefallen, die ich mir damals zu studieren zugetraut habe.
Wie finden Sie einen Ausgleich zur Arbeit?
Ich mache viel Ausdauersport. Zuletzt standen ein schöner Duathlon in der Schweiz sowie der Halbmarathon in meiner Heimat Aschaffenburg auf dem Programm.