Mit einer Vernissage ist am 12. Oktober 2026 die Ausstellung „Art x Engineering“ am Campus Rüsselsheim der Hochschule RheinMain (HSRM) eröffnet worden. Die Rüsselsheimer Künstlerin Inge Besgen stellt dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften acht großformatige Kunstwerke als Dauerleihgabe zur Verfügung. Die Arbeiten sind künftig in den Gebäuden des Fachbereichs zu sehen und begleiten damit den Hochschulalltag von Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten.
Neugier als verbindendes Element
In ihrem Grußwort betonte Prof. Dr. Eva Waller, Präsidentin der HSRM, dass die Werke nicht einfach an den Wänden hängen, sondern in einen Dialog mit ihrem neuen Umfeld treten: „Die Kunst passt sich dem Gebäude nicht einfach an, sondern sie wird unseren Blick auf diesen Ort verändern.“
Die Ausstellung lade dazu ein, vertraute Räume aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen und Verbindungen zwischen Kunst, Material und Technik zu entdecken. „Hier begegnen sich nun Kunst und Ingenieurwissenschaften nicht als Gegensätze. Sie begegnen sich über etwas, das beiden ganz wesentlich ist: die Neugier“, sagte Prof. Dr. Eva Waller.
Material wird zum Gestaltungsmittel
Auch Maximilian Dünkel von der Motorworld Rüsselsheim, der die Werke von Inge Besgen verwaltet, hieß die Gäste willkommen. Im Anschluss an die Grußworte führte Prof. Rüdiger Pichler durch die Ausstellung und stellte die Werke von Inge Besgen vor.
Dabei wurde auch deren Nähe zu ingenieurwissenschaftlichen Fragestellungen deutlich: Experiment und Veränderung prägen das künstlerische Werk von Inge Besgen. Eisen und Rost, Oxidation, Reifenspuren, chemische Prozesse, Risse und reliefartige Oberflächen sind zentrale Elemente ihrer Arbeiten. Die Künstlerin untersucht die Eigenschaften von Materialien und setzt gezielt Prozesse in Gang.
Die Künstlerin Inge Besgen
Inge Besgen wurde 1931 in Ingelheim am Rhein geboren und lebt und arbeitet seit vielen Jahrzehnten in Rüsselsheim. Von 1981 bis 1985 studierte sie Malerei und Grafik an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam. Im Jahr 2022 übergab sie rund 3.500 Werke an die Motorworld Rüsselsheim. Damit ist der Auftrag verbunden, ihr umfangreiches künstlerisches Schaffen in seiner Gesamtheit zu bewahren, für die Forschung zugänglich zu machen und durch Ausstellungen auch kommenden Generationen zu vermitteln.