NACHHALTIGKEIT

Die Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit ist an der Hochschule RheinMain längst angekommen.

Seit 2008 ist die Hochschule RheinMain in die landesweite CO2-Bilanz der hessischen Hochschulen eingebunden und ermittelt jährlich ihre Emissionen. Im Jahr 2014 hat sich die Hochschule mit zwei Standorten am Programm Ökoprofit beteiligt. Im Rahmen dieses Projekts wurden diverse Maßnahmen zur Entlastung der Umwelt entwickelt und umgesetzt. Der erste Nachhaltigkeitsbericht wurde 2016 veröffentlicht und 2018 durch die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes fortgeführt. Dabei wurden unterschiedliche Bereiche untersucht: vom Einkauf, über die Energieversorgung bis hin zur Streuung von Nachhaltigkeit in den Hochschulalltag.

Ergänzt werden diese Konzepte durch den Bericht zum Hochschulischen Mobilitätsmanagement, der durch die professorale Fachgruppe Mobilitätsmanagement erarbeitet wurde.

Als Ergebnis all dieser Arbeiten wurden Maßnahmen entwickelt, um den CO2-Ausstoß der Hochschule zu verringern und so den Klimaschutz aktiv zu unterstützen. Die Umsetzung der Maßnahmen wird in unterschiedlichen hochschulweiten Projekten, in der Instandhaltung und beim Neubau von Gebäuden vorangetrieben. 

Zudem bietet die Hochschule in ihren Bachelor- und Masterstudiengängen über 100 Module mit explizitem und implizitem Bezug zur Nachhaltigkeit, die in vielfältigen Projekten und Abschlussarbeiten vertieft werden. Die fünf Fachbereiche forschen in unterschiedlichen Disziplinen zu Nachhaltigkeitsthemen und transportieren die Ergebnisse in die Gesellschaft.

Das Interesse und die Verantwortung, unsere Erde auch nachhaltig als lebenswerten Ort zu erhalten und die Folgen des Klimawandels auf ein Minimum zu begrenzen, liegt bei jeder bzw. jedem von uns: dem Individuum, der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft bzw. den Einrichtungen, an denen Wissenschaft und Bildung gelebt wird. An den Hochschulen werden junge Menschen zu den Schlüsselpersonen und Einflussträgerinnen und –trägern von morgen ausgebildet. Unsere Studierenden nehmen durch ihr zukünftiges Handeln massiven Einfluss auf die Gestaltung der Zukunft.

Die Hochschule RheinMain als Bildungsstätte ist sich der Verantwortung bewusst, jungen Menschen die richtigen Werkzeuge mit auf den Weg zu geben sowie grundlegende Werte und Leitbilder zu vermitteln, um den Umgang mit langfristigen Megatrends nachhaltig zu gestalten. Gerade durch die Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens sind Absolventinnen und Absolventen unserer Hochschule in der Lage, wissenschaftlich fundierte Kenntnisse von haltlosen Behauptungen zu unterscheiden und leisten damit einen wertvollen Beitrag bei der Entscheidungsfindung im Umgang mit manchmal etwas unbequemeren und kontrovers diskutierten Themen wie dem Klimawandel.

Durch die CO2-Bilanz der Hochschule und die Offenlegung der Energieflüsse ist es möglich, anhand des Status Quo, Handlungsfelder zur Reduzierung unserer CO2-Emissionen zu identifizieren und Maßnahmen zu entwickeln, die zu einer klimafreundlicheren Hochschule RheinMain führen.

Das Thema Mobilität wurde im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes in zwei Stufen untersucht. Zunächst wurde eine Bilanz erstellt, welche die Mobilität durch den Hochschulbetrieb selbst, also die Dienstwege zwischen den Standorten, zu Ministerien und andere Dienstreisen beinhaltet. Diese erste Bilanz enthält somit sämtliche Emissionen, die durch selbstbezogene und verbrauchte Energie verursacht wurden. Bei realistischer Betrachtung muss jedoch bedacht werden, dass alle Beschäftigten und Studierenden der Hochschule bereits durch die Anfahrt an die Hochschule CO2 ausstoßen. Daher wurden 2016 erstmalig die verkehrsbedingten CO2-Emissionen im Rahmen einer Befragung ermittelt. Das Ergebnis ist auf den ersten Blick erkennbar:

80 % des CO2-Ausstoßes der HSRM werden durch den Weg zur Hochschule mit dem Auto verursacht.

Somit steigt der CO2-Ausstoß pro Hochschulangehörigem von jährlich 152 kg pro Person auf 867 kg durchschnittlich.

Ein Wert, der zeigt: Unser größter Hebel liegt im Bereich Mobilität!

 

Die rund 100.000 m² der Hochschule RheinMain werden überwiegend mit Ökostrom aus Wasserkraft versorgt. Darüber hinaus hat die Hochschule Photovoltaikanlagen, um eigenen Strom zu produzieren. Konventionell erzeugter Strom wird ausschließlich in den angemieteten Gebäuden am Campus Unter den Eichen genutzt. Die Wärmeversorgung erfolgt über Erdgas mit Ausnahme der Holzhackschnitzelanlage am Campus Rüsselsheim, die der Gewinnung von Nahwärme dient.

 

 

Seit 2017 schließt die Hochschule in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester. Da die Heizung in dieser Zeit heruntergeregelt werden kann, sowie die Beleuchtung und andere Verbraucher ausgeschaltet sind, sinkt der Strom- und Gasverbrauch in diesem kurzen Zeitraum enorm. So kann eine Einsparung von rund 15 t CO2 pro Jahr erzielt werden.

Die hessische Landesverwaltung hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Klimaneutral bis 2030. Damit geht Hessen sogar über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus.

Als Teil der Landesverwaltung unterstützt die Hochschule RheinMain dieses Ziel und wird zur klimaneutralen Hochschule.

Seit 2008 berichtet die Hochschule RheinMain ihre Verbrauchsdaten an eine Initiative aller hessischen Hochschulen. Gemeinsam wird hieraus ein Bericht, der die CO2-Emissionen jeder einzelnen Hochschule darstellt und die Entwicklung über die letzten Jahre deutlich macht.

Seit dem Jahr 2009 konnte eine Reduzierung der CO2-Emissionen um über 30 % erreicht werden. Klar ist aber auch: Auf dem Weg zur klimaneutralen Hochschule gibt es noch einiges zu tun.

Die Hochschule RheinMain arbeitet in unterschiedlichen Projekten, aber auch bei der Instandhaltung und beim Neubau von Gebäuden daran, die CO2-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren. Einige dieser Anstrengungen werden hier näher erklärt.

 

COME - Fernwärme

Diese Maßnahme sieht die Umstellung der zentralen Wärmeversorgung am Campus Kurt-Schumacher-Ring vor. Aktuell versorgen zwei erdgasbetriebene Niedertemperaturkessel die Gebäude mit Wärme. Diese Anlage soll nun ersetzt und der Campus an das Fernwärmenetz der ESWE im Bereich der Hollerborstraße angeschlossen werden. Durch die Umstellung des Energieträgers können die CO2-Emissionen um über 40% gesenkt werden.

Finanziert wird dieses Projekt von der hessischen Landesverwaltung durch das CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramm für Hochschulen (kurz: COME-Hochschulen).

 

#campusmobil

Mit dem Projekt #campusmobil verfolgt die Hochschule RheinMain das Ziel, die Mobilität ihrer Beschäftigten und Studierenden, hin zu einem nachhaltigen Verhalten zu verändernen. Die geplanten Maßnahmen gliedern sich in die Teilprojekte

  • Einführung eines Parkraummanagements
  • Ausbau der elektrischen Dienstwagenflotte
  • digitale Verknüpfung aller Angebote in einer Mobilitätsplattform
  • Stärkung der Angebote durch ein passendes Kommunikationskonzept
  • Evaluierung der Maßnahmen

Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie "Betriebliches Mobilitätsmanagement" durch Bundesumwelt- und -verkehrsministerium. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie auf der Seite der Initiative "mobil gewinnt".

Laufzeit des Vorhabens: 01.04.2020 - 30.09.2021

Förderkennzeichen: 19BM20003

Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Projektträger: TÜV Rheinland

Ladestationen

An den Campus Rüsselsheim und Unter den Eichen wurden jeweils zwei Ladesäulen für Elektroautos errichtet. Weitere Ladesäulen werden folgen.

Unterstützt wird der Aufbau der Ladeinfrastruktur durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im Rahmen des Förderprodukts "Mobiles Hessen 2020".

 

Wegeführung

Trampelpfade zeigen, wo Nutzer Bedarf für weitere Wege sehen. Diesen Bedarf hat die Hochschule RheinMain am Campus Kurt-Schumacher-Ring erkannt und finanzielle Mittel bereit gestellt, um den Fußverkehr am Campus zu stärken. Ein neuer Weg, ausgestattet mit moderner Beleuchtung und Sitzmöglichkeiten, verbindet die Bushaltestelle in der Klarenthaler Straße mit den Gebäuden A und G.

 

Ausbau von teilweise überdachten Fahrradabstellanlagen in Form von Anlehnbügeln an den Standorten Kurt-Schumacher-Ring, Unter den Eichen und Am Brückweg

Zur Stärkung des Radverkehrs werden die Fahrradabstellplätze auf den Campus kontinuierlich erneuert und ausgebaut.

Durch die Förderung der nationalen Klimaschutzinitiative konnten 81 neue Anlenbügel auf den Campus errichtet werden.

Laufzeit des Vorhabens: 01.03.2020 - 28.02.2022

Förderkennzeichen: 03K13130

Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Projektträger: Projektträger Jülich (PTJ)

Inhalt: Insgesamt werden 81 neue Radabstellplätze in Form von Anlehnbügeln errichtet. Alle Bügel werden in unmittelbarer Nähe zu den Gebäudeeingängen installiert, um so die größtmögliche Akzeptanz zu erreichen. Zum Witterungsschutz werden einige Standorte überdacht.

Ziel: Die neuen Abstellplätze sollen Studierenden und Beschäftigten die Möglichkeit zur komfortablen Erreichung des Studienorts beziehungsweise Arbeitsplatzes mit dem Rad ermöglichen. Die Räder können hier sicher abgestellt werden. Die Anlehnbügel schließen durch ihre Bauform eine Beschädigung der Räder aus. Letzlich dient die Maßnahme dazu, die Nutzung des Fahrrades als Verkehrsmittel zu fördern und der Entstehung von klimaschädlichen Emissionen entgegenzuwirken.

 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Ansprechperson rund um die Themen Klimaschutz und Mobilität ist

Mareike Gruber

Telefon: +49 611 9495-1504
E-Mail: mareike.gruber(at)remove-this.hs-rm.de​​​​​​​