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Kunstprojekt gegen Qualzucht

© Josefine Fuchs

Was haben viele Hunde wie Französische Bulldoggen, Chihuahuas oder Möpse mit Vögeln wie Haubenenten, Bodenrollern oder Katzen wie Kippohr-, Nackt- oder viele Perserkatzen gemeinsam? Sie sind nach der Definition des deutschen Tierschutzrechtes Qualzuchten. Bei Qualzuchten sind die äußerlichen Merkmale der Tiere, die manche Züchter ausdrücklich wünschen, mit schweren Leiden, Schäden oder Schmerzen für das einzelne Tier verbunden.

Die Tiere werden dennoch gezüchtet, weil manche Menschen Hunde mit kurzen Köpfen, die an Babyköpfe erinnern, Enten mit wuscheligen Federhauben, Tauben, die Saltos schlagen oder Katzen mit Kippohren so "süß" oder extravagant finden. Dabei haben die kurzköpfigen Hunde und Katzen oft schwere Atemprobleme, Haubenenten leiden immer wieder unter Hirnveränderungen und Kippohrkatzen leiden unter Knorpel- und Knochenschäden. Deshalb wirbt die Landestierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin jetzt für mehr Aufmerksamkeit beim Kauf von Hund, Katz, Fisch oder Vogel mit und über Postkarten, die überwiegend in einem Projekt mit Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign der Hochschule RheinMain entstanden sind.

"Augen auf beim Kauf von Tieren! Hierbei muss nicht nur die Herkunft der Tiere vom Käufer kritisch geprüft werden, sondern auch, ob das Aussehen der Tiere nicht mit  Schmerzen, Leiden oder Schäden für die Individuen verbunden ist“, so Dr. Martin.“ Nach geltendem Recht sind solche Zuchten eigentlich verboten, aber der Verkauf insbesondere über das Internet boomt. Die Nachfrage bestimmt das Geschäft. Wer solche Tiere kauft, macht sich mitschuldig.“