Lena Bauer – Rollkunstlauf

Bereits im Alter von zwei Jahren stand Lena Bauer das erste Mal auf Rollschuhen, acht Jahre später wurde sie Deutsche Meisterin im Rollkunstlauf. Grund für diese frühe Begeisterung für den Sport war Bauers Vater, der lange selbst aktiver Rollkunstläufer war. In den Jahren 2008 bis 2018 folgten für Lena Bauer vier weitere Meistertitel, 2015 wurde sie Viertplatzierte bei der Weltmeisterschaft in Kolumbien. Ein Vollzeitjob ist der Sport für sie trotzdem nicht. An der Hochschule RheinMain studiert die 25-Jährige Soziale Arbeit im siebten Semester. "Ich möchte gern mit Menschen arbeiten. Der Studiengang und auch die Möglichkeiten, die mir danach offen stehen sind sehr vielfältig. Es gibt viele mögliche Arbeitsfelder und ganz unterschiedliche Klienten." Während ihres Praxissemesters hatte Bauer bereits die Möglichkeit, mit psychisch erkrankten Menschen zu arbeiten und möchte auch in Zukunft gern weiter in diesem Bereich tätig sein.

Alles nach Plan

Für die Hochschule RheinMain entschied sich die Athletin dabei ganz bewusst: "Durch die Möglichkeit der Unterstützung von Mentoren und der Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Hessen wird mir das Zusammenspiel von Studium und Sport hier sehr erleichtert." Ohne ein strenges Zeitmanagement geht es natürlich trotzdem nicht: "Ich versuche, meine Kurse möglichst in den Vormittag zu legen. Damit ich nicht so oft an die Hochschule muss, bleibe ich meist von morgens um acht bis in den Nachmittag. Danach fahre ich direkt ins Training." Zudem sei es wichtig, gar nicht erst damit anzufangen, Klausuren oder Hausarbeiten zu verschieben.
Mit diesen Strategien war die Spitzensportlerin erfolgreich: Im nächsten Semester möchte sie ihr Studium abschließen. Neben ihrer Tätigkeit in der Sozialen Arbeit will Bauer dann auch weiterhin im Rollkunstlauf aktiv bleiben. "Ich habe mir vorgenommen nach meiner aktiven Zeit meinen Trainerschein und auch eine Wertungsrichterausbildung zu absolvieren."