DIE LEICHTATHLETIN LARA DEMES STUDIERT INTERNATIONALES WIRTSCHAFTSINGENIEURWESEN

Die Serie „Spitzensportler“ stellt Studierende unserer Hochschule vor, die neben dem Studium viel Zeit in den Sport investieren und dort national wie international Erfolge feiern. Als Partnerhochschule des Spitzensports (in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Hessen und dem allgemeinen deutschen Hochschulsportverband) unterstützt die Hochschule RheinMain diese Studierenden mit einer möglichst flexiblen Studienplanung, nimmt Rücksicht auf Fehlzeiten aufgrund von Wettkämpfen und Meisterschaften und stellt den Sportlerinnen und Sportlern mit Klaus Lindemann und Meike Kaltenbach vom Hochschulsport kompetente Ansprechpartner für alle Fragen der Vereinbarkeit von Studium und Sport zur Seite. Außerdem fungiert in jedem Fachbereich eine Professorin oder ein Professor als Tutor für die Leistungssportler.


Lara Demes macht Urlaub. Nicht in der Karibik, nicht beim Skifahren oder in einer hippen Metropole, sondern auf dem Sportplatz. Die 20-Jährige befindet sich derzeit in einem Urlaubssemester, um sich auf die Freiluftsaison vorzubereiten. Seit sie sechs Jahre alt ist, ist die Studentin des Internationalen Wirtschaftsingenieurwesens aktive Leichtathletin, mittlerweile spezialisiert auf den 400m-Lauf. Dass sie in dieser Disziplin einmal Erfolge feiern würde, deutete sich schon im Kindesalter an: „Als meine Mutter mich mit sechs Jahren fragte, welchen Sport ich gerne machen würde, war meine Antwort ‚Rennen‘“, schmunzelt die Studentin. Gerannt ist sie – zur Hessischen U20-Jugendmeisterin 2012, als Achte der Deutschen U20-Jugendmeisterschaften 2012 und als Vierte der Süddeutschen Meisterschaften der Frauen 2013.


Wie die anderen Sportler unserer Serie auch sieht Lara die größte Herausforderung bei der Vereinbarkeit von Sport und Studium in der Tatsache, dass jeder Tag nur 24 Stunden hat. „Es ist schwierig, immer alles unter einen Hut zu bekommen. Man muss sich genau überlegen, wann man wo am besten trainiert“, sagt die Sprinterin. „Es funktioniert nur mit Organisation, Fleiß und Flexibilität.“ Flexibilität ist nicht nur von der Sportlerin selbst und von Seiten der Hochschule gefragt, sondern auch von Laras Trainer. Manchmal kommt er extra nach Rüsselsheim, damit die beiden in Freistunden in der Nähe der Hochschule trainieren können.

Flexibel handhabt Lara auch ihr Studium. Im Wintersemester legt sie den Schwerpunkt auf Vorlesungen, Lernen und Prüfungen, im Sommer, wenn Saison ist, auf den Sport. Deswegen nimmt sie nun auch gerade ein Urlaubssemester – auch wenn das mit Urlaub nicht viel zu tun hat. Von ihren Kommilitonen erntet die 20-Jährige großes Interesse, aber nicht immer Verständnis: „Ich höre oft, dass andere sich das nicht antun würden. Ich kann halt nicht jedes Wochenende mit feiern gehen und muss öfter mal absagen, weil ich Samstag früh Training habe. Dieser Verzicht ist nicht für jeden nachvollziehbar.“ Umso stolzer ist Lara darauf, dass sie es immer wieder schafft, sich selbst zu motivieren, und bisher alles gut läuft, ohne dass sie auf die Hilfe von Klaus Lindemann angewiesen war. „Es ist aber gut zu wissen, dass er im Hintergrund ist und helfen könnte, wenn es nötig ist“, sagt sie. „Er bietet mir seine Unterstützung immer wieder an, und das verleiht mir die Sicherheit eines Netzes unter dem Hochseilakt, den ich absolviere.“