AKTUELLE MELDUNGEN AUS DER HOCHSCHULE RHEINMAIN

Bundesverkehrsministerium fördert Mobilitätskonzept der HSRM

#campusmobil Hochschule RheinMain

Illustration: © cüvee | Hochschule RheinMain

Die Hochschule RheinMain will in den kommenden Monaten ihr ganzheitliches Mobilitätsmanagement weiter ausbauen, um die Mobilität der Hochschulangehörigen an allen Standorten zu verbessern und einen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. Zentrale Vorhaben des Projekts #campusmobil sind die Etablierung eines Parkraummanagements, der Aufbau einer E-Mobilitäts-Flotte sowie die digitale Vernetzung aller vorhandenen Mobilitätsangebote. Das von Professoren des Studiengangs Mobilitätsmanagement wissenschaftlich begleitete Vorhaben wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 555.000 Euro gefördert.

"Als große Verkehrserzeugerin, aber auch in ihrer Vorbildfunktion als öffentliche Bildungseinrichtung, will die Hochschule RheinMain durch ein ganzheitliches Mobilitätsmanagement eine Verkehrswende und damit auch unsere Partner, die Landeshauptstadt Wiesbaden und die Stadt Rüsselsheim am Main, aktiv unterstützen", erklärt Prof. Dr. Detlev Reymann, Präsident der Hochschule RheinMain. "Mittel- bis langfristiges Ziel des Projekts #campusmobil ist es, die verschiedenen und vielfältigen Standorte mit einer umfeld- und umweltverträglichen Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung zu vernetzen“, so der Hochschulpräsident weiter. "Das Projekt dient insbesondere der Schaffung eines umfassenden, multimodalen und breit bekannten Mobilitätsangebotes für alle Zielgruppen der Hochschule. Es ist die Grundlage für die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr auf alternative Verkehrsmittel und schließlich der Reduzierung der verkehrsbedingten CO2-Emissionen", ergänzt Prof. Dr. André Bruns, der mit seinen Kollegen Prof. Dr. Matthias Kowald und Prof. Dr. Volker Blees vom Studiengang Mobilitätsmanagement das Vorhaben vorantreibt und evaluiert.

Strategische Maßnahmen eingeleitet

Bereits 2016 hat die Hochschule den Anstoß für ein "Hochschulisches Mobilitätsmanagement" (HMM) gegeben und durch eine interne wissenschaftliche Fachgruppe erarbeitetes Konzept verabschiedet. Das im Juni 2018 vorgestellte Hochschulische Mobilitätsmanagementkonzept beinhaltet integrierte Maßnahmenbündel, bestehend aus angebots- und nachfrageorientierten Elementen. "Es basiert auf einer genauen Analyse der hochschulischen Mobilität, für die 2017 eine Befragung der Beschäftigten und Studierenden an allen Standorten vorgenommen wurde", so Prof. Dr. Matthias Kowald. Zusätzlich ist das Thema Hochschulmobilität als zentraler Bestandteil des Klimaschutzkonzepts der Hochschule RheinMain verankert, das die Hochschule als strategischen und systematischen Prozess verfolgt.

Erste Schritte und wissenschaftliche Begleitung

"Mit ersten Umsetzungsschritten haben wir bereits begonnen: Zentrale Projekte sind derzeit die Radverkehrsförderung und eine Untersuchung zur Entwicklung eines Parkraummanagementkonzepts", so Hochschulpräsident Prof. Dr. Reymann. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch das seit 2018 verfügbare Landesticket für Beschäftigte des Landes Hessen und das Studierendenticket, welche allen Hochschulangehörigen eine kostenlose Nutzung des ÖPNV ermöglichen. Sowohl die Analyse als auch die Umsetzung des HMM werden intensiv durch die Fachgruppe beziehungsweise den Studiengang Mobilitätsmanagement der HSRM unterstützt. Somit kann ein unmittelbarer Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse und insbesondere die Evaluation der Ergebnisse gewährleistet werden.

E-Mobilitätsflotte und Landesticket Hessen

Im Rahmen der beantragten Maßnahmen ist die Herstellung einer umweltverträglichen und flexiblen Dienstmobilität für die Zielgruppe der Beschäftigten ein konkretes kurzfristiges Projektziel. Die HSRM wird daher für alle vier Großstandorte Dienstautos mit E-Antrieb anschaffen und setzt außerdem auf Pedelecs. So will die Hochschule den Beschäftigten – in Kombination mit der Nutzung des Landestickets – die notwendige Flexibilität und Zeiteffizienz im Arbeitsalltag ermöglichen.

Digitale Vernetzung aller Mobilitätsangebote

Ein weiterer Baustein des Mobilitätskonzepts der HSRM ist die digitale Vernetzung aller vorhandenen Mobilitätsangebote (ÖPNV, Leihfahrräder, Mietwagen zu gesonderten Konditionen etc.) über eine niederschwellige internetbasierte Plattform. Die Plattform soll allen Nutzergruppen die multimodalen Möglichkeiten zur Erreichung der Hochschule, zur Durchführung von kurzfristigen und länger geplanten Dienst-fahrten aufzeigen und den Zugang zu allgemeinen Mobilitätsinformationen sowie Neuigkeiten ermöglichen. "Wir wollen eine unkomplizierte Benutzeroberfläche als Online-Tool, die auch als App für mobile Endgeräte verfügbar ist", erklärt Prof. Dr. Bruns. Hierin werden externe Systeme wie beispielsweise die Verleih-Apps von Pedelec-Vermietern eingebunden. Schließlich soll damit auch optimale Routen zum Pendeln für Hochschulmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sowie die Studierenden ermittelt werden können. Die Ausleihe und Reservierung der E-Dienstwagen mit Anzeige von freien Plätzen zur Mitnahme von Kolleginnen und Kollegen sowie die Möglichkeit zur One-Way-Nutzung der Fahrzeuge ist ebenfalls ein zentrales Feature wie die Anzeige von ÖPNV-Alternativen bei hoher Auslastung der Dienstflotte.

Wiesbadener Zentralcampus

Langfristig plant die Hochschule RheinMain die Zentralisierung ihrer Wiesbadener Standorte am Campus Kurt-Schumacher-Ring, womit sich der Pendelverkehr zwischen den Standorten erheblich reduzieren wird. Die Schaffung eines Zentralcampus setzt eine Erweiterung des derzeitigen Gebäudebestands voraus; vorhandene Flächenpotenziale sollen für neue Lehr-, Lern- und Begegnungsflächen sowie für die Begrünung genutzt werden. "Trotz des Umzugs von vielen Studiengängen und eines Teils der Verwaltung an den Campus Kurt-Schumacher-Ring und die damit verbundene Verdopplung der Studierendenzahlen bis zum Jahr 2030 soll auf die Schaffung zusätzlichen Parkraums verzichtet werden", so Hochschulpräsident Reymann. "Hierfür wollen wir an das Thema Stellplatzschlüssel gehen, was den Nachweis eines erfolgreichen Mobilitätsmanagements erfordert. Daran arbeiten wir nun mit allen Kräften!", erläutert er.