BETEILIGUNG UND BEFÄHIGUNG VON KINDERN UND JUGENDLICHEN IM BERATUNGSPROZESS (BEKINBERA)

Auf einen Blick

Forschungsprojekt

Beteiligung und Befähigung von Kindern und Jugendlichen im Beratungsprozess (BeKinBera)

Fachbereich

Sozialwesen

Leitung

Prof. Dr. Heidrun Schulze

Beteiligte

Kathrin Witek (Soziale Arbeit, MA)

Yvonne Kunzler-Stoetzer (Soziale Arbeit BA)

Projektpartner

Institut für Deutsche Sprache (Mannheim)

Amt für Soziale Arbeit (Jugendamt Wiesbaden)

AWO Wiesbaden Frauenhaus

Caritas Bad Schwalbach Haus für Frauen in Not

Erziehungsberatungsstelle Wiesbaden Zentrum für Beratung (Diakonie Wiesbaden)

AK Prävention, Schutz und Hilfe bei Häuslicher

Gewalt SOS Kinderdorf Deutschland

Die Lobby für Kinder (Ortsverband Wiesbaden)

Makista, Bildung für Kinderrechte und Demokratie

tra.i.n. (Traumapädagogisches Institut Norddeutschland)

Laufzeit

1.6. 2013 - 31.12. 2014

Website(s)

 www.bekinbera.de

Projektbeschreibung


Beteiligung und Befähigung von Kindern und Jugendlichen im Beratungsprozess (BeKinBera)
Mikroanalyse von Beratungsprozessen zwischen Erwachsenen und Kindern/Jugendlichen zur Verbesserung der psychosozialen Praxis mit von Gewalterfahrung betroffenen Kindern und Jugendlichen

Mit dem Forschungszugang ethnografischer Gesprächsanalysen zielte das Forschungsprojekt darauf, spezifische in der Erwachsenen-Kind-Interaktionen im Hinblick auf Beteiligungschancen in konkreten Situationen aufzudecken. Die Ergebnisse sollen zu einer Verbesserung im professionellen Umgang zwischen Fachkräften und Kindern/Jugendlichen in von Krisen und Verunsicherungen (traumatisch) geprägten Lebenssituationen beitragen.

Das Forschungsprojekt BeKinBera verfolgte folgende Ziele. Durch mikroanalytische Untersuchungen kommunikativer Prozesse zwischen Kindern/Jugendlichen mit Gewalterfahrungen und Professionellen sollte dazu beigetragen werden,

  • in der Forschung über Kinder/Jugendliche deren Perspektive stärker zu berücksichtigen und Forschungskolleginnen und -kollegen zu sensibilisieren für die Notwendigkeit einer systematischen Einbeziehung der „Kinder- und Jugendlichenperspektive“;
  • gelingende und/oder nicht gelingende Beteiligung von Kindern/Jugendlichen unter dem Aspekt von Machtasymmetrien, die etwa aufgrund generationaler Unterschiede oder institutionell festgelegter Beteiligungsrollen bestehen, transparent zu machen;
  • Methoden psychosozialer Beratungspraxis zu entwickeln, die Kinder/Jugendliche in die Lage versetzen, Beratungs- und Hilfeprozesse aktiver mitzugestalten; 
  • Konzepte für die Hochschulausbildung und Weiterbildung zu entwickeln, die die kommunikative Kompetenz zur Etablierung von Gesprächsräumen, die der Entfaltung der „Kinder-/Jugendlichenperspektive“ förderlich sind, stärken;
  • die Forschungsarbeit über Kinder/Jugendliche mit Gewalterfahrungen in engem Austausch mit Kooperationspartner aus der Praxis zu gestalten (bei der Datengewinnung ebenso wie bei der Präsentation der Forschungsergebnisse).

Das Projekt schließt mit dieser Untersuchung eine Forschungslücke, indem der Befähigungsansatz mit der aus der UN-Kinderrechtskonvention hervorgehenden Vorgabe der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen verbunden und in unterschiedlichsten Settings von Beratung untersucht

Bilder/Grafiken zum Projekt