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Raum der Klänge

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Innenarchitektur

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Innenarchitektur © Hochschulkommunikation | Hochschule RheinMain

Die Abschlussprojekte wurden in einer Ausstellung gezeigt.

Die Abschlussprojekte wurden in einer Ausstellung gezeigt. © Hochschulkommunikation | Hochschule RheinMain

Das 3D-Modell zum Entwurf "surround" von Kimberly Zindel.

Das 3D-Modell zum Entwurf "surround" von Kimberly Zindel. © Hochschulkommunikation | Hochschule RheinMain

Einen Raum gestalten, in dem jeder spontan Musik machen kann – das war die Aufgabe für die Abschlussarbeiten des Studiengangs Innenarchitektur, die bei der gestrigen Abschlussfeier in einer Vernissage gezeigt wurden. Einzige Einschränkung war dabei, dass es sich um die Musikrichtung Avantgarde handeln muss, also ab 1945 komponierte Musik, die auch als sperrig oder schwierig gilt. Als Ausgangspunkt dienten die derzeit von Marc Cain genutzten Räumlichkeiten in der Wiesbadener Langgasse/Ecke Bärenstraße, die von den Studierenden in einen "Raum der Klänge" umgestaltet werden sollten.

"Räume, die uns überraschen"

Die Raumentwürfe mussten sich dabei bewusst von einem klassischen Konzertsaal abgrenzen: "Es sollten Räume geschaffen werden, an die wir unverhofft geraten, die uns überraschen und ermöglichen, spontan etwas zu erfahren", so Prof. Holger Kleine, der die Aufgabenstellung entwickelt hat. Weitere Herausforderungen für die Innenarchitektinnen und -architekten: Alle verwendeten Materialien mussten wieder abbaubar und recycelbar sein, die Musikerinnen und Musiker mussten sich frei im Raum verteilen können und auch für die Besucherinnen und Besucher sollte der Raum Möglichkeiten bieten, die Musik auf unterschiedliche Weise wahrzunehmen: "Gewisse Musik kann man nicht im Sitzen hören, man muss sie im Liegen hören oder im Stehen", erklärt Prof. Kleine.

Zusammenhalt im Studiengang

Den Bezug zur Musik setzten die Absolvierenden sehr unterschiedlich um. So gestaltete Kimberly Zindel ein breites weißes Band, das sich, in Anlehnung an die geschwungene Form von Noten, durch alle Ecken des Raumes zieht. "Ich wollte darstellen, wie die Musik die Menschen umarmt und umhüllt, in den Raum einbricht, wieder ausbricht, es soll ein Gesamtgefühl entstehen", erläutert die Absolventin.
Bei der Erstellung der Arbeiten unterstützte sich der Jahrgang auch stark gegenseitig: "Wir haben ganze Nächte gemeinsam verbracht, hier in den Computerräumen", erinnert sich Lea Meisner. "Das war ja das erste Projekt, in dem wir keine direkte Betreuung durch einen Dozenten hatten, die haben wir uns dann gegenseitig gegeben."