Wirtschaftsinformatik

Informatikstudentin begeistert für Coding und Technik

Lego-Roboter, der von Schüler:innen der Hebbelschule programmiert und zusammengebaut wurden. © Hochschule RheinMain

Breakdancer-Roboter in Aktion © Hochschule RheinMain

Programmieren des Roboters von Lego Education Spike im IT-Unterricht © Hochschule RheinMain

Im Rahmen des Wahlprojekts „Digitalisierung und Technik“ im Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Hochschule RheinMain (HSRM) führte die Masterstudentin Yasmina Errayass eine Analyse zur Effizienz- und Lernsteigerung bei Schüler:innen im Informatikunterricht an einer Wiesbadener Grundschule durch. Betreut wurde sie dabei von Prof. Dr. Dirk Voelz.

In Kooperation mit der Hebbelschule in Wiesbaden analysierte die Studentin innerhalb eines halben Jahrs in sieben Unterrichtseinheiten die Effektivität des MINT-Lernkonzepts „Lego Education Spike“ im IT-Unterricht. Ziel des Projekts war es, die Leistung und Motivation der Schüler:innen in diesem Fach zu verbessern. Am Projekt nahmen insgesamt 13 Schüler:innen der Klassenstufen drei und vier teil, die pro Unterrichtseinheit mindestens einen Roboter aus Lego bauten.

Spaß an Technik und IT vermitteln

 „Ein Ziel war es, dass die Schüler:innen den Unterricht gerne besuchen und Spaß beim Lernen der Themen IT und Technik haben“, sagt Yasmina Errayass. Der Einsatz von Lego Education Spike diente der Mischung aus Praxis und Theorie und sollte die Schüler:innen motivieren, engagierter am Unterricht teilzunehmen. Lego Education Spike kann sowohl über eine App gesteuert werden, als auch  über den Browser aufgerufen und mit Bluetooth verbunden werden. So konnten die Schüler:innen die selbstgebauten Roboter programmieren und zu eigenen, kreativen Lösungen gelangen.

Eine Aufgabenstellung, die sowohl wettbewerbsorientiert war, als auch einen offenen Lösungsweg beinhaltete, war, einen Roboter zu bauen, der sich möglichst schnell bewegen kann. „Die Schüler:innen entwickelten ganz unterschiedliche Roboter, zum Beispiel einen Laster oder einen Breakdancer“, erläutert Yasmina Errayass. Eine Schülerin der vierten Klasse zeigte sich begeistert: „Der Unterricht hat viel mehr Spaß gemacht, wir konnten selbstständig arbeiten und unsere eigenen Ideen einbringen.“

Mischung aus Theorie und Praxis kommt an

„Um das Lernziel zu erreichen und Fragen zu klären, erwies sich Gruppenarbeit als ein effizientes Verfahren. Das selbstständige Suchen nach Lösungen mittels einer Google-Recherche erzielte ebenso positive Ergebnisse wie klare Lernziele und Zeitgrenzen, die bei den Schüler:innen dazu beitrugen, den Fokus zu behalten“, fasst Errayass zusammen. Eine Umfrage der Studentin bei den Schüler:innen ergab, dass die Mischung aus Praxis und Theorie, also dem Bauen des Roboters und der eigenen Recherchen dazu, ihnen am meisten Spaß machte. Laut Errayass waren die Schüler:innen durchschnittlich um 28 Prozent schneller, als in der Lego-Anleitung angegeben; das ergaben Stoppuhrzeitmessungen, die sie durchführte. „Die Schülerinnen und Schüler waren durchgängig hoch motiviert, kreativ und mit Feuereifer dabei!“, freute sich die Rektorin der Hebbelschule Stephanie Alder.