Markus Seifert – Judo

Die Serie "Spitzensportler" stellt Studierende unserer Hochschule vor, die neben dem Studium viel Zeit in den Sport investieren und national wie international Erfolge feiern. Als Partnerhochschule des Spitzensports (in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Hessen und dem allgemeinen deutschen Hochschulsportverband) unterstützt die Hochschule RheinMain diese Studierenden mit einer möglichst flexiblen Studienplanung, nimmt Rücksicht auf Fehlzeiten aufgrund von Wettkämpfen und Meisterschaften und stellt den Sportlerinnen und Sportlern mit Klaus Lindemann und Meike Kaltenbach vom Hochschulsport kompetente Ansprechpersonen für alle Fragen der Vereinbarkeit von Studium und Sport zur Seite. Außerdem fungiert in jedem Fachbereich eine Professorin oder ein Professor als Tutor für die Leistungssportler.

Judo in Zeiten von Corona: Dass bei den aktuellen Schutzmaßnahmen Wettkämpfe in der kontaktintensiven Sportart stattfinden, ist schwer vorstellbar. Aber auch beim Training muss sich Markus Seifert neue Strategien einfallen lassen. "Zurzeit sind sämtliche Sportstätten, in denen ich für gewöhnlich trainiere, geschlossen, unter anderen unser Dojo, also die Judohalle und der Kraftraum", so der Spitzensportler. "Ich halte mich zurzeit mit Kraft-, Ausdauer-, und Schnelligkeitszirkeln fit, außerdem nutze ich die Zwangspause, um meine Laufeinheiten zu verbessern." Ein Problem sei aber, dass man die sogenannte spezifische Judoausdauer fast nur durch Judotraining trainieren könne.

Aus dem Sport fürs Studium lernen

Erst vor etwa fünf Monaten belegte Seifert bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft im Judo den ersten Platz in der Klasse bis 90kg. Weitere Erfolge konnte er zudem unter anderem bei der Deutschen Pokalmeisterschaft und dem European Cup in Teplice feiern. 
Neben dem Spitzensport studiert der 20-Jährige im sechsten Semester Maschinenbau an der Hochschule RheinMain in Rüsselsheim. Dabei war aber die Koordination von Sport und Studium vor allem am Anfang nicht immer leicht: "Dafür muss man zum Beispiel mal die wichtigen Lauf- und Krafteinheiten morgens vor der Vorlesung absolvieren, um tagsüber zu lernen und abends ins Judo-Training zu können", erklärt Seifert. Das Training hat ihn aber auch mit den nötigen Fähigkeiten ausgestattet, um dieses anspruchsvolle Programm zu bewältigen: "Ich denke, dazu ist auch einfach eine gewisse Disziplin nötig, welche mein Sport unter anderem vermittelt."
Um Schwierigkeiten beim Studium zu begegnen empfiehlt Seifert außerdem die Beratungsangebote der Hochschule zu nutzen. Und auch hier helfen ihm seine Erfahrungen aus dem Sport: "Wenn man dabei für das Studium versucht den gleichen Ehrgeiz aufzubringen, welchen man auch für seinen Sport aufbringt, hat man es, denke ich, grundsätzlich einfacher."