Wer sorgt dafür, dass Flugzeuge, Crews, Routen, Kerosinbedarf und Bodenabfertigung wie ein Uhrwerk ineinandergreifen? Wer trifft Entscheidungen, wenn das Wetter umschlägt oder ein Zielflughafen geschlossen wird? Und wie werden Passagiere bei verspäteten Anschlussflügen umgebucht? Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen erhielten Studierende der Elektro- und Luftfahrttechnik von den Mitarbeitenden des Integrated Operations Control Center (IOCC) der Lufthansa am Flughafen Frankfurt.
Vorbild für andere Fluggesellschaften
Das IOCC belegt den kompletten 6. Stock im unscheinbaren Bürogebäude 2 der Lufthansa am Flughafen Frankfurt, das vor zehn Jahren von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeweiht wurde. Ein großes interdisziplinäres, unternehmensübergreifendes Team koordiniert hier Flugzeugumlaufplanung, Crew-Einsatz, Routenwahl, Treibstoffplanung sowie Kommunikation mit der Besatzung bei Störungen. Ebenfalls gesteuert werden Parkpositionen am Flughafen, Umbuchungen bei Anschlussproblemen und die zahlreichen Bodenservices (Fluggastbrücken, Gepäck- und Frachtbe- und -entladung, Wasser- und Entsorgungsleistungen, Tanken, Technik), damit zum Zielzeitpunkt, der Estimated Off Block Time (EOBT), alle Arbeiten abgeschlossen sind und der Flug pünktlich starten kann.
Einmaliger Einblick in Flugbetriebswelt
Eine Gruppe Studierender der Lehrveranstaltung Flugbetriebstechnik durfte in diese Welt, sozusagen der Kommandobrücke der Airline, eintauchen. Nach einer Einführung folgte ein Rundgang mit Vorstellung aller beteiligten Mitarbeitenden und Erklärung der verschiedenen Arbeitsplätze. Die Studierenden konnten erste wertvolle Kontakte knüpfen und Möglichkeiten für eine berufspraktische Tätigkeit oder Projektarbeit ausloten.
Die Exkursion zeigte den Studierenden eindrucksvoll, wie vernetzt und dynamisch moderner Luftverkehr organisiert wird. Wir danken dem IOCC-Team für die vielen interessanten und faszinierenden Einblicke.