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Wissenschaftstag 2026: Einblicke in aktuelle Forschung

Wissenschaftstag 2025

Einblicke in die Forschung am Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen

Zum 15. Mal lud der Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen zum Wissenschaftstag ein. Auf dem Programm: Einblicke in die Forschung an der Hochschule RheinMain (HSRM) und Berichte zu laufenden Projekten aus dem Fachbereich.

Open Access: mehr Formate förderfähig 

Zum Auftakt stellte Dr. Friederike Schmiga, Ansprechpartnerin für Open-Access-Publikationen an allen HSRM-Standorten, den Publikationsfonds vor. Neu ist, dass neben Zeitschriftenartikeln nun auch Monografien, Sammelbände und monografische Dissertationen gefördert werden.

Baugeschichte in Pergamon und Lyrbe 

Prof. Dr. Corinna Rohn (Baugeschichte, Bauaufnahme, Bauerhaltung, Umnutzung) berichtete aus ihrem Forschungssemester 2025 und von den von ihr organisierten Summer Schools in Pergamon und Lyrbe. Seit 2022 ist die HSRM in der Türkei aktiv und richtet zweiwöchige Summer Schools mit deutschen und türkischen Studierenden aus.

Im „Haus des Attalos“ in Pergamon, einem Wohnhaus mit rund 500 Jahren Baugeschichte von der hellenistischen bis zur römischen Zeit, wurden historische Pläne und Fotos (ab 1905) sowie Befunde aus Ausgrabungen von 1903/04 herangezogen. 2025 kamen moderne Vermessungs- und Kartiermethoden zum Einsatz, um Bauphasen, Bautechniken, Umbauten und Reparaturen zu analysieren. Daraus entstanden mehrere Studienarbeiten.

Auch in der antiken Ruinenstätte Lyrbe, nahe der Stadt Side (Türkei) untersuchten Studierende ausgewählte Areale des antiken Stadtplans und erstellten präzise Bauaufnahmen.

Gastvortrag aus Namibia

Vasana Kaviua, Gastwissenschaftlerin von der Namibia University of Science and Technology (NUST), stellte ein Forschungsprojekt zur Integration erneuerbarer Energien in Stadt- und Regionalplanung vor. Grundlage sind die UN-Ziele SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) und SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden). Im Mittelpunkt stehen Lösungen für ländlich geprägte Regionen, die stark von fossilen Energien abhängig sind und von Klimaextremen betroffen werden. Ziel ist eine Planung, die Emissionen senkt, Versorgungssicherheit erhöht und lokale Communities langfristig stärkt.

Fünf Jahre Stiftungsprofessur Radverkehr 

Prof. Dr. Martina Lohmeier zog Bilanz über fünf Jahre Stiftungsprofessur Radverkehr, die Ende 2025 auslief. Die HSRM war eine von sieben Standorten in Deutschland. Die Lehre startete 2021 pandemiebedingt digital; an der HSRM fand zudem das erste Treffen der Radprofessuren statt. Im Wintersemester 2022/23 ging der Masterstudiengang Nachhaltige Mobilität mit hoher Nachfrage an den Start. Während ihrer Professur konnte Prof. Lohmeier viele Forschungsprojekte auf die Beine stellen und abschließen: Aktiv & Selbstständig Unterwegs – Mobilitätsbedürfnisse jugendlicher Mädchen, aZuR - automatisierte Zustandserfassung der Radwegeinfrastruktur, Subjektive Sicherheit im urbanen Raum: Mobilitätsentscheidungen junger Menschen und S-PE(N)DELEC.

Service für Forschende 

Zum Abschluss stellte Nicole Gürtler, zuständig für Finanzen und Forschung im Fachbereich, die Unterstützungsangebote für Forschende an der HSRM vor.