Bei der 20. Deutschen Betonkanu-Regatta der InformationsZentrum Beton GmbH startete wieder ein Studierenden-Team der Hochschule RheinMain (HSRM). Unter dem Motto „Beton 2 Future“ – angelehnt an Film „Zurück in die Zukunft“ – griff das Team die Idee des Jubiläumskanus „MobyDyck“ von 1986 auf, das damals mit einem Konstruktionspreis ausgezeichnet wurde. Passend dazu erhielt das neue Kanu den Namen „DyLorean“, eine Anlehnung an den legendären Sportwagen DeLorean aus dem Film und den Team-Sponsoren Dyckerhoff. Schon in der Planungsphase organisierte sich die Gruppe in Arbeitsbereiche wie Finanzen, Design, Logistik, Öffentlichkeitsarbeit, Konstruktion und Organisation.
Dem Bau ging eine intensive Entwicklungsphase voraus. Das Team erprobte unterschiedliche Gewebe, Wandstärken, Schalungsarten, Betonzusammensetzungen und Falttechniken. Auch die Form des Kanus wurde bewusst weiterentwickelt: Mithilfe eines 3D-Scans des historischen Vorgängers entstand ein optimiertes Modell.
Die Herstellung des Kanus erfolgte in mehreren aufeinander abgestimmten Schritten: Zunächst wurden die einzelnen Flächen betoniert und mit zugeschnittenem Basaltgewebe bewehrt. Danach entstand ein Leergerüst aus ausgelaserten Sperrholzschotten und Holzlatten, in das die Platten eingesetzt und im richtigen Winkel miteinander vermörtelt werden konnten. Anschließend wurde das Kanu innen mit Zementmilch eingestrichen, um mögliche Mikrorisse zu schließen; zudem setzte das Team Aussteifungselemente sowie Deckel und Man-Holes ein. Verwendet wurden unter anderem Weißzement von Dyckerhoff, ein neuartiger CO2-negativer Flugasche-Ersatz der Co-reactive GmbH aus Erkrath und Fließmittel.
Bei der Regatta selbst verlief der Wettkampf nicht wie erhofft, doch gerade dort zeigte sich die besondere Stärke des Teams. Das Männer-Team sank noch vor dem eigentlichen Start, nachdem das Kanu bereits längere Zeit im Wasser gewesen war und dort warten musste. Statt das Projekt an diesem Punkt als gescheitert zu betrachten, reagierte die Gruppe sofort: Das Kanu wurde in kurzer Zeit mit Mörtel repariert, sodass sowohl das Damen als auch das Mixed-Team erfolgreich starten konnten und das Ziel erreichten.
Das Projekt hat gezeigt, wie die Studierenden der Hochschule RheinMain mit technischem Improvisationsvermögen und Ausdauer zusammenarbeiten konnten. Es bleibt der Eindruck eines Teams, das gemeinsam an einer Idee gearbeitet und bis zum Schluss weitergemacht hat.
[Als Hilfsmittel wurde KI in die Texterstellung einbezogen.]