Mit einem neuen gemeinsamen Lehrprojekt verbinden der Fachbereich Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain (HSRM) und die TU Darmstadt wissenschaftliche Spitzenforschung mit betriebswirtschaftlichem Know-how. Ziel ist es, Wege zu finden, wie technologische Innovationen nicht im Labor bleiben, sondern als Produkte und Geschäftsmodelle den Weg in die Praxis finden.
Masterstudierende der Hochschule RheinMain aus den Studiengängen Sales & Marketing Management, Digital Business Management sowie Management im Gesundheitswesen analysierten dabei reale Forschungsprojekte der TU Darmstadt – unter anderem aus der biomedizinischen Drucktechnologie und der Mess- und Sensortechnik – und bewerteten deren Chancen für den Markteintritt.
Prof. Dr. Dennis Albert, Professor für Marketing Management am Fachbereich Wiesbaden Business School, hat das Format initiiert. Für ihn ist die Zusammenarbeit das Ergebnis einer längeren Entwicklung: „Die TU hat unglaublich viel IP (Intellectual Property, geistiges Eigentum) - und wir brauchen echte Fälle für unsere Lehre. Das war ein super Fit.“ Die Idee entstand aus mehrjährigen Gesprächen zwischen Albert, den RheinMain StartUpLabs der HSRM und dem Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST der TU Darmstadt. Daraus wuchs ein Lehrkonzept, das praxisorientierte Wirtschaftsausbildung mit realer Forschung verbindet.
Enge Zusammenarbeit mit der Forschung
Das vierstündige Wahlpflichtmodul wurde im Wintersemester 2025/26 erstmals umgesetzt. Sieben Studierendenteams arbeiteten eng mit den Forschungsteams von Prof. Dr. Andreas Blaeser (BioMedizinische Drucktechnologie, TU Darmstadt) und Prof. Dr. Mario Kupnik (Mess- und Sensortechnik, TU Darmstadt) zusammen. Begleitet wurde das Projekt von Expert:innen aus dem HIGHEST Innovations- und Gründungszentrum, den RheinMain StartUpLabs sowie von externen Fachleuten aus der Deep-Tech-Szene und der Finanzierungspraxis.
Höhepunkt des Semesters war der Pitchday am 19. Januar 2026, bei dem die Studierenden ihre Marktstrategien, Geschäftsmodelle und Finanzierungspläne vor rund 60 Teilnehmenden präsentierten. Die Ergebnisse überzeugten sowohl wissenschaftlich als auch betriebswirtschaftlich – mehrere Studierende denken bereits über Gründungen nach.
Aufgrund der positiven Resonanz wird das Lehrprojekt künftig fortgesetzt und ausgebaut. Die Zusammenarbeit zeigt, wie interdisziplinäres Arbeiten zwischen Wirtschaft und Ingenieurwissenschaften die Umsetzung von Forschungsergebnissen in marktfähige Innovationen fördern kann.