Skip to Content
Zur Übersicht

Ressourcenschonendes Weihnachten

Studierenden im Studiengang Baukulturerbe machen sich das Wichteln zur zusätzlichen Semesteraufgabe - und erfahren den ressourcenschonenden Umgang mit Dingen.

Was ist etwas wert, das keinen Wert mehr hat?

Das war die Frage, die sich die Studierenden des Studiengangs Baukulturerbe im Modul Energetische Sanierung von Baukulturellem Erbe neben ihrer eigentlichen Aufgabe (einem Sanierungsvorschlag für das Haus Esch in der Walkmühle in Wiesbaden) unter dem Überbegriff „Ressourcenschonendes Weihnachten“ gestellt haben. 

Die Aufgabe war einfach:

  • Wir sammeln gemeinsam pro Person bis zu drei Wünsche, die wir jeweils gut gebrauchen können (aber nicht zwingend brauchen). Sie müssen einen Neuwert von mindestens 10 Euro haben, können im Wert aber auch deutlich darüber liegen. Die Beschreibung ist wichtig, um passgenau finden zu können und gleichzeitig Handlungsspielraum für die Suche zu haben.
  • Diese Wünsche werden von mir zentral zu einer allgemeinen Liste zusammengeführt und veröffentlicht, ohne dass wir wissen, wer den Wunsch hat.
  • Wir besorgen jeweils diese Geschenke – ohne Geld zu bezahlen. Wir schenken uns also gegenseitig Zeit.
  • Wir schauen, welche Werte wir ressourcenschonend zusammentragen können.

Hat das etwas mit der Aufgabe der Studierenden im Semester zu tun? Natürlich –  denn es geht um die Wertschätzung von Werten. 

Was war gesucht? 

Insgesamt 31 Wünsche kamen zusammen von einer Armbanduhr für Kinder, Fachbücher aus der Architektur, Leuchten, Weckgläser, ein Brotbacktopf, ein Lagerregal, ein Wäschekorb oder eine Teekanne mit Stövchen, ein Schreibbooklet oder Bilder war alles dabei. 

Gefunden wurden etwa 50% der gesuchten Objekte (seit Oktober). Und für weitere wurden potenzielle Adressen getauscht. 

Der Wert? 
Geschätzt zwischen 300 und 400 Euro 

Was kann man lernen? 

Viele Menschen freuen sich, über die wertschätzende Nachnutzung ihrer Dinge. Und das Angebot ist hoch. Und einige der angebotenen Dinge sind dabei wirklich wertig. Viel mehr aber noch – durch die Vielzahl kleiner Objekte konnte wirklich Substanzielles zusammengetragen werden. 

Rückfragen oder Anmerkungen zum Artikel?

Kontakt