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Nachhaltiges Bauen über Grenzen hinweg

HSRM-Studierende nehmen an internationalem Bambus-Workshop in Mosambik teil

Rund 30 DAAD-Alumni aus ganz Afrika und Europa trafen sich gemeinsam mit Studierenden der Hochschule RheinMain (HSRM) in Mosambik mit einem gemeinsamen Ziel: die Förderung des nachhaltigen Bambusbaus und gleichzeitig die Mitgestaltung zukünftiger Bildungsprogramme.

Vom 25. September bis zum 4. Oktober reiste eine Delegation der HSRM im Rahmen eines DAAD-Alumni-Seminars nach Mosambik. Das Programm verband Forschung, praktische Bauarbeiten und interkulturellen Austausch und bot den Studierenden die Möglichkeit, ihr Wissen in der Praxis anzuwenden und gleichzeitig zur Entwicklung eines künftigen Bambus-Ausbildungszentrums im Süden Mosambiks beizutragen.

Zur HSRM-Delegation gehörten 14 Studierende, Prof. Sascha Luippold und Prof. Christina Jagsch, Carolin Kaus vom Büro für Internationale Angelegenheiten sowie die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sarah Mesz. Gemeinsam mit den DAAD-Alumni und Fachleuten von Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und öffentlichen Einrichtungen arbeiteten sie an der Entwicklung von Bildungskonzepten für nachhaltiges Bauen mit Bambus.

Von der Forschung zur Praxis

Ein zentrales Ziel des Workshops war es, einen zuvor an der HSRM entwickelten Bambus-Bausatz weiter zu testen. Nachdem die Teilnehmer:innen die Grundlagen des Bambusbaus erlernt hatten, erprobten sie eine neu entwickelte, bildbasierte Bauanleitung unter realen Bedingungen vor Ort.

Die Ergebnisse werden zur weiteren Entwicklung des Lehrplans und der Schulungsmaterialien für das geplante Bambus-Ausbildungszentrum im Süden Mosambiks beitragen und so die künftige Ausbildung im Bereich nachhaltiges Bauen unter Verwendung lokal verfügbarer nachwachsender Rohstoffe unterstützen.

Lernen durch Zusammenarbeit

Um die gesamte Bambus-Wertschöpfungskette zu erkunden, arbeiteten die Studierende der HSRM, DAAD-Alumni sowie Vertreter lokaler NGOs und Partnerorganisationen in drei thematischen Gruppen zusammen.

Gemeinsam zeigten die drei Gruppen auf, wie nachwachsende Rohstoffe eine klimaresiliente Entwicklung vom Anbau bis zum Bau unterstützen können.

Bambusbau-Workshop

Der Bambusbau-Workshop war der zentrale Beitrag der HSRM zum DAAD-Alumni-Seminar. Nach einer Einführung in Bambus als Baumaterial erlernten die Teilnehmer:innen grundlegende handwerkliche Techniken. Jedes Thema verband theoretische Inhalte mit praktischen Übungen, sodass sie sich mit dem Material und den Bauweisen vertraut machen konnten.

Der Workshop führte die Teilnehmer:innen in das Bauen mit Bambus ein und diente gleichzeitig der Bewertung und Verbesserung des Bauhandbuchs. Die während der Feldstudie gewonnenen Erkenntnisse werden zur weiteren Entwicklung künftiger Schulungsmaterialien und des Lehrplans für das geplante Bambus-Schulungszentrum im Süden Mosambiks beitragen.

Eine internationale Lernerfahrung

Das Seminar begann an der Universidade Eduardo Mondlane in Maputo mit Vorträgen, Diskussionen und Gelegenheiten zum Networking. Expert:innen von UN-Habitat, der IOM, der Universidad Politécnica de Madrid und anderen Partnerorganisationen tauschten sich über nachhaltige Bauweise, Klimaanpassung und internationale Zusammenarbeit aus.

Das Programm verband Fachvorträge, praktische Schulungen und Exkursionen und bot den Teilnehmer:innen so die Möglichkeit, theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen zu verknüpfen.

Der praktische Workshop wurde anschließend in Ponta do Ouro fortgesetzt. Eine der ersten Aktivitäten war der Besuch der Bambusplantage von Paulino Botao, Dozent an der HSRM und langjähriger Projektpartner. Auf der Grundlage dieser Eindrücke vermittelte das Lehrteam die Grundlagen der Bambusklassifizierung und Materialauswahl.

Über den Workshop hinaus erlebten die Studierenden auch die einzigartige Natur und Kultur Mosambiks.

„Der Workshop hat gezeigt, dass es beim nachhaltigen Bauen um viel mehr geht als nur um das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen. Es geht darum, Menschen zusammenzubringen, voneinander zu lernen und unterschiedliche Perspektiven zu bündeln, um Lösungen zu entwickeln, die sowohl lokal angemessen als auch global relevant sind.“

Jonathan Neulen, Tutor der Seminarreihe

Mehr als eine Studienreise

Für die teilnehmenden HSRM-Studierenden verband das Seminar akademisches Lernen mit praktischer Erfahrung und internationaler Zusammenarbeit. Die Zusammenarbeit mit DAAD-Alumni, Forschern und Fachleuten aus verschiedenen Ländern lieferte wertvolle Einblicke in nachhaltiges Bauen in unterschiedlichen sozialen und ökologischen Kontexten.

Über die Entwicklung fachlicher Kompetenzen hinaus stärkten die Teilnehmer ihre interkulturelle Kompetenz, ihre Teamfähigkeit und ihre Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit.

Eine starke internationale Partnerschaft

Das Seminar wurde durch die Zusammenarbeit eines umfangreichen internationalen Netzwerks aus Hochschulen, NGOs und Entwicklungsorganisationen ermöglicht. Zu den Projektpartner:innen gehörten die Hochschule RheinMain, Weltweit e.V., die Universidade Eduardo Mondlane, die Universidad Politécnica de Madrid, die Fachhochschule Frankfurt am Main, ASSAMBA, INGD, EDEN Reforestation Projects, Carbono Local+, Ayuda en Acción, 101 Bamboo Solutions und BAGACeira. 

[Als Hilfsmittel wurde KI in die Texterstellung einbezogen.]

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