Kerstin Titsch, Absolventin des Master-Studiengangs Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen hat ihre mit sehr gut bewertete Master-Thesis zur Potenzialanalyse für Photovoltaikanlagen auf Großparkplätzen in der Landeshauptstadt Wiesbaden vorgestellt. Die Arbeit untersucht das bestehende Flächenpotenzial für Parkplatz-Photovoltaik in Wiesbaden und zeigt auf, dass die Stadt über ein erhebliches Potenzial für die Erzeugung von Solarstrom auf versiegelten Flächen verfügt. Insgesamt identifizierte die Analyse 324 Parkplätze mit einer Gesamtfläche von 127 Hektar; daraus ergibt sich ein jährliches Stromerzeugungspotenzial von rund 107 GWh.
Bei der Präsentation waren neben Kerstin Titsch, die mittlerweile im Verkehrsministerium Baden-Württemberg tätig ist, auch David Coleman als Geschäftsführer der Hynes GmbH und Lehrbeauftragter an der Hochschule RheinMain sowie einer der Betreuer der Arbeit und Prof. Volker Blees als Betreuer anwesend. Zudem nahmen Vertreter:innen des Dezernats für Bauen und Verkehr, des Dezernats Umwelt, Wirtschaft, Gleichstellung und Organisation, des Hochbauamts und des Umweltamts teil.
Besonderes Interesse an den Ergebnissen zeigten sowohl das städtische Umweltamt, das unter anderem für die Umsetzung des kommunalen Klimaplans verantwortlich ist, als auch das Hochbauamt, das die PV-Anlagen auf und an städtischen Liegenschaften zentral betreut. Die Masterarbeit verdeutlicht, welches Potenzial Parkplatzflächen für die Energie- und Verkehrswende in urbanen Räumen bieten können. Die Untersuchung macht deutlich, dass Parkplatz-PV in Kombination mit Ladeinfrastruktur und Batteriespeichern einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung leisten kann.