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Ausstellung „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“ macht Grundrechte sichtbar

Roland Gawinski, Maral Koohestanian, Jurymitglied Maike Wipfler-Quiring und Prof. Bernd Wieberneit (v.l.n.r.)

Vernissage an der HSRM

An der Hochschule RheinMain (HSRM) ist die Ausstellung „Wohnen als Selbstverständlichkeit?!“ zum 73. Europäischen Wettbewerb gestartet. Noch bis Dienstag, 5. Mai 2026, werden die Arbeiten im Gebäude D (2. Stock) am Campus Kurt-Schumacher-Ring gezeigt. Grundlage sind acht von der Landesjury Hessen prämierte Beiträge hessischer Oberstufen-Schüler:innen, die eine Vision für einen zukunftsweisenden Wohnungsbau entwickeln. Zwei der ausgestellten Beiträge wurden mit dem Bundespreis ausgezeichnet.

Die Ausstellung stellt eine grundlegende Frage in den Mittelpunkt: Während Wohnen für viele selbstverständlich erscheint, trifft das nicht auf alle Menschen in Europa zu.

Vernissage an der HSRM zum Europäischen Wettbewerb in Hessen

Zur Vernissage begrüßte Prof. Dr. Bernd Wieberneit die Anwesenden und zeigte sich erfreut über die große Zahl der anwesenden Studierenden, vornehmlich aus dem Master Real Estate.

Roland Gawinski, Landesbeauftragter des Europäischen Wettbewerbs in Hessen, stellte die Botschaft der Veranstaltung unter das Motto: „EU tut gut, EU macht Mut“. Er betonte, dass der Europäische Wettbewerb den Schritt von der Theorie in die Praxis ermöglicht – und gleichzeitig Werte der Europäischen Union in den Blick rückt. 

Gawinski hob außerdem hervor, dass die präsentierten Arbeiten das Thema Wohnen teils auch kritisch betrachten: Für manche Menschen ist Wohnen selbstverständlich, für andere jedoch nicht. Seine Botschaft richtete sich dabei auch an die Hochschulgemeinschaft: Demokratie und Europa brauchen Beteiligung – im Alltag und im Austausch.

Wohnen in Europa: Perspektive aus Helsinki – „Schutz, Sicherheit, Würde“

Maral Koohestanian, Dezernentin für Smart City, Europa und Ordnung der Stadt Wiesbaden, berichtete von ihrer Reise nach Helsinki. Ihre zentrale Leitfrage lautete, wo in Europa Orte und Programme existieren, die sich konkret mit Schutz, Sicherheit und Würde rund um das Thema Wohnen auseinandersetzen.

Im Fokus stand das dort vorgestellte „Implementation Programme on Housing an Related Land Use“: Wohnungen werden kostenlos bereitgestellt und Menschen individuell begleitet. Dabei ist das Wohnen in den nicht an Bedingungen, wie das Finden von Arbeit oder die Teilnahme an soziale Aktivitäten, geknüpft.

Durch „Housing First“ konnten langfristig Kosten gesenkt und insbesondere die Zahl obdachloser Menschen reduziert werden – vor allem aber geht es um die Rückgewinnung von Würde durch ein Zuhause.

Europäischer Wettbewerb: Menschenrechte, Europa und kreative Module

Seit 1953 hat der Europäische Wettbewerb das Ziel und den Anspruch, Schüler:innen kreativ lernend Europa entdecken und mitgestalten zu lassen. Damit ist er der älteste Schüler:innenwettbewerb Deutschlands. Mit jährlich bis zu 80.000 Teilnehmer:innen an bundesweit rund 1.300 Schulen ist er auch einer der renommiertesten Wettbewerbe.

Zur Teilnahme eingeladen sind Schüler:innen von der ersten Klasse bis zum Abitur und von der Grund- bis in die Berufsschule, ihre kreativen Beiträge zu aktuellen europäischen Themen einzureichen. Von Bildern über Texte hin zu Videoclips, Musikfilmen oder Podcasts – der Fantasie sind bei der Einreichung keine Grenzen gesetzt.

Der 73. Europäische Wettbewerb startete unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ und lud Kinder und Jugendliche ein, sich kreativ mit Menschenrechten auseinanderzusetzen. 

In dieser Runde haben sich über 74.000 Schüler:innen beteiligt. Der Wettbewerb ist in verschiedene Module gegliedert, die sich an der Schuljahrgangsstufe orientieren.

Wanderausstellung: HSRM bis 5. Mai – danach in den Frankfurter Römerhallen

Nach der Präsentation an der HSRM wird die Wanderausstellung Teil der nächsten Station: Ab 7. Mai 2026 werden die Arbeiten gemeinsam mit allen ausgezeichneten hessischen Projekten bis zum 27. Mai in den Römerhallen in Frankfurt zu sehen sein.

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