Die Notfallversorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Das neue Verbundprojekt VERINET – Vernetzte und Integrierte Notfallversorgungs- und Einsatzsteuerung will dazu beitragen, Patient:innen künftig noch gezielter in die für ihren Bedarf passende Versorgung zu steuern. Gefördert wird das Projekt mit rund 7 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
Das Wiesbaden Institute for Healthcare Economics and Patient Safety (WiHelP) des Fachbereichs Wiesbaden Business School ist als evaluierendes Institut an dem Vorhaben beteiligt.
WiHelP untersucht Patientensicherheit und ökonomische Effekte
Im Projekt wird erforscht, wie neue Steuerungswege in der Notfallversorgung wirken und ob sie zu einer bedarfsgerechteren, qualitativ hochwertigen und zugleich wirtschaftlich tragfähigen Versorgung beitragen können. Die Evaluation durch das WiHelP nimmt dabei insbesondere in den Blick, welche Auswirkungen die neuen Versorgungsstrukturen auf Sicherheit, Qualität und Ressourceneinsatz haben.
Prof. Dr. Reinhard Strametz, Leiter des WiHelP, ergänzt: „Wir sind stolz, als evaluierendes Institut an VERINET mitwirken zu dürfen. Das Projekt eröffnet die Chance, neue Wege einer stärker am Patientenbedarf ausgerichteten notfallmedizinischen Versorgung wissenschaftlich zu begleiten und dabei sowohl Fragen der Patientensicherheit als auch die ökonomischen Auswirkungen systematisch zu untersuchen.“
Erprobung in zwei Modellregionen
VERINET wird in zwei Modellregionen umgesetzt: im urbanen Raum Mannheim sowie in der ländlich geprägten Region Ems-Vechte in Niedersachsen. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.