Gleichstellungsstandards in der Forschung
Bei der Berücksichtigung von Gleichstellungsstandards in der Forschung werden zwei Ebenen betrachtet:
Wer forscht? Hier geht es um faire Teilhabe, vielfältige Teams und chancengerechte Arbeitsbedingungen.
Was und wie wird geforscht? Diese Ebene betrifft die Berücksichtigung von Geschlecht in Forschungsfragen, Methoden, Daten und Ergebnissen. Beide Ebenen sind miteinander verbunden, aber in Forschungsanträgen häufig getrennt darzustellen.
Geschlecht kann auf zwei Ebenen eine Rolle spielen:
Im Forschungsinhalt: Eine Relevanz kann bestehen, wenn Menschen, Tiere, Zellen, Materialien oder personenbezogene Daten untersucht werden. Auch bei der späteren Anwendung ist zu prüfen, ob Technologien, Produkte oder Forschungsergebnisse unterschiedliche Personengruppen verschieden betreffen.
Im Forschungsteam: Relevant sind beispielsweise die Zusammensetzung des Teams, faire Zugänge zu Stellen und Leitungsaufgaben, transparente Auswahlverfahren, barrierearme Arbeitsbedingungen sowie die Vereinbarkeit von Forschung und Sorgeverantwortung.
Unterschiedliche Perspektiven im Team können zudem helfen, einseitige Annahmen und blinde Flecken im Forschungsprozess zu erkennen.
Berücksichtigen Sie Geschlechteraspekte auf beiden Ebenen und prüfen und beschreiben Sie die Relevanz hinsichtlich der Forschenden sowie entlang des gesamten Forschungsprozesses:
Wer forscht? Beschreiben Sie, wie Chancengleichheit im Projektteam gefördert wird – etwa durch transparente Personalauswahl, ausgewogene Beteiligung an Entscheidungs- und Leitungsaufgaben, faire Karriere- und Qualifizierungsmöglichkeiten, barrierearme Arbeitsbedingungen sowie die Vereinbarkeit von Forschung und Sorgeverantwortung.
Was und wie wird geforscht? Prüfen Sie, ob Geschlecht für Forschungsfrage, Methodik, Datenerhebung, Stichprobenauswahl, Analyse oder den Transfer der Ergebnisse relevant ist. Falls ja, beschreiben Sie mögliche Auswirkungen und benennen Sie konkrete Maßnahmen, die sie ergreifen um Geschlechtergleichstellung zu stärken. Berücksichtigen Sie gegebenenfalls Zuständigkeiten und notwendige Ressourcen.
Hinweis: Beachten Sie immer auch die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Ausschreibung.
Auch wenn keine inhaltliche Relevanz erkennbar ist, sollte dies kurz und nachvollziehbar begründet werden. Erläutern Sie, welche Bereiche des Projekts betrachtet wurden und warum Geschlecht oder andere Diversitätsdimensionen keinen Einfluss auf Fragestellung, Methodik oder Ergebnisse haben.
Hinweis: Beachten Sie hinsichtlich der Form diese Begründung die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Ausschreibung.
Eine vielfältige und chancengerechte Teamzusammensetzung betrifft die Rahmenbedingungen des Projekts – beispielsweise transparente Personalauswahl, faire Beteiligung an Leitungsaufgaben, barrierearme Zusammenarbeit und die Vereinbarkeit von Forschung und Sorgeverantwortung.
Die Geschlechter- und Diversitätsdimension im Forschungsinhalt fragt dagegen, ob die wissenschaftlichen Erkenntnisse für unterschiedliche Gruppen gültig und anwendbar sind und ob eventuell entstehende Produkte verschiedene Gruppen unterschiedlich betreffen.
In Forschungsanträgen sollten deshalb sowohl das Forschungsdesign als auch Maßnahmen zur Chancengleichheit berücksichtigt werden
Je nach Förderprogramm können zusätzliche Mittel für Gleichstellungsmaßnahmen beantragt werden. Förderfähig sind beispielsweise Mentoring und Coaching, Karriereförderung, Kinderbetreuung, Entlastungs- oder Vertretungspersonal, barrierearme Arbeitsbedingungen sowie Workshops zu Gleichstellung und Diversität.
Solche Maßnahmen können Zugangsbarrieren abbauen, die Vereinbarkeit von Forschung und Sorgearbeit verbessern und vielfältige Karrierewege unterstützen. Gleichzeitig helfen sie dabei, qualifizierte Forschende zu gewinnen, im Projekt zu halten und ihre Potenziale besser zu nutzen.
Welche Maßnahmen und Kosten förderfähig sind, ist in der jeweiligen Ausschreibung zu prüfen.
Hinweis: Bei der Formulierung der Texte wurde unterstützend künstliche Intelligenz eingesetzt. Sämtliche Inhalte wurden redaktionell geprüft.
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DFG| Die Forschungsorientierten Gleichstellungs- und Diversitätsstandards der DFG
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