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Soziale Arbeit im Kontext von Rassismus und Rechtsextremismus Eine Spezialisierung des Studiengangs Soziale Arbeit

Auf einen Blick

Studienort Wiesbaden | Campus Kurt-Schumacher-Ring
Fachbereich Sozialwesen
Abschlussart Bachelor of Arts
Regelstudienzeit 7 Semester
Hauptunterrichtssprache Deutsch
Studientyp Vollzeit
Zulassungstyp NC - zulassungsbeschränkt Bewerbungsschluss: 15. Januar/15. Juli
Studienbeginn Wintersemester Sommersemester
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Team Studiengangskoordination

Worum geht's?

Die Spezialisierung „Soziale Arbeit im Kontext von Rassismus und Rechtsextremismus“ befasst sich mit Ideologien, Strukturen und Praxen sozialer Ungleichheit – historisch und aktuell. Du lernst, rassistische und extrem rechte Dynamiken sowie Phänomene wie Antisemitismus, völkische Ideologien und Antifeminismus in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten zu erkennen und analytisch einzuordnen. Darauf aufbauend entwickelst du professionsbezogene Zugänge, um diese Herausforderungen theoretisch zu durchdringen und mit Hilfe von Konzepten und Methoden Sozialer Arbeit kritisch zu bearbeiten. Die Spezialisierung arbeitet interdisziplinär (u. a. Erziehungswissenschaft, Politische Bildung, Soziologie, Rechtswissenschaft) und verbindet Wissensaufbau mit Selbstreflexion, diskriminierungskritischer Perspektive und betroffenensensibler Haltung.

Was brauche ich?

Hilfreich sind ein ernsthaftes Interesse an gesellschaftspolitischen Fragen, an Demokratie, Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit sowie die Bereitschaft, sich mit konflikthaften und belastenden Themen auseinanderzusetzen. Du solltest offen sein für kritische Selbstreflexion (z. B. eigene Positioniertheit und damit einhergehende Verstrickungen, Normalitätsvorstellungen, Machtverhältnisse) und bereit, Perspektiven von Betroffenen aufmerksam einzubeziehen. Wichtig sind außerdem die Bereitschaft zum interdisziplinären Denken, ein sorgfältiger Umgang mit Sprache und Kategorien sowie Offenheit dafür, Fachwissen und Haltung kontinuierlich weiterzuentwickeln – auch im Spannungsfeld von Institutionen, Öffentlichkeit und Praxis.

Was kann ich damit machen?

Du kannst in Arbeitsfeldern tätig werden, die sich mit Rassismus, Rechtsextremismus und demokratiegefährdenden Entwicklungen professionell auseinandersetzen. Dazu zählen (historisch-)politische Bildungsarbeit, Präventions- und Projektarbeit, Antidiskriminierungsberatung und Betroffenenberatung sowie Bildungs- und Beratungsangebote im Kontext von Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und Rechtsextremismus. Weitere Einsatzfelder liegen in der Migrationssozialarbeit, in der Sozialen Arbeit im Kontext von Flucht und Asyl sowie in Fachverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Spezialisierung unterstützt dich dabei, Handlungskonzepte für unterschiedliche Zielgruppen und Settings zu entwickeln und in institutionellen sowie gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen professionell zu agieren.

Anschlussfähige Masterstudiengänge an der Hochschule RheinMain
 

Wie das Studium aufgebaut ist

Das Studium beginnt im ersten Semester mit den fachlichen Grundlagen der Sozialen Arbeit im Kontext von Rassismus. Ab dem zweiten Semester verbindet sich die Profilbildung in einer Spezialisierung mit der Vertiefung theoretischer Grundlagen – auch in den Reallaboren. Im fünften Semester folgt das Praktikum. Das sechste Semester steht im Zeichen von Vertiefung, Reflexion und Diskurs. Den Abschluss bilden Bachelorarbeit und staatliche Anerkennung.

Wie das Studium aufgebaut ist
Studierende an einem Tisch auf dem Campus
Und was kostet das?

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Und was kostet das?

So könnte dein Stundenplan im ersten Semester aussehen

Mo
Di
Mi
Do
Fr

10:15 - 13:45

Einführung in das Recht: 
Familien-, Kinder- und Jugendhilferech

Seminaristischer Unterricht

Die Veranstaltung vermittelt grundlegende rechtliche Kenntnisse zu Familie, Kindheit und Jugend.
Im Mittelpunkt stehen zentrale Rechtsgrundlagen und ihre Bedeutung für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit.

08:15 - 09:45

Geschichte und Geschichtsforschung Sozialer Arbeit in einem spezifischen historischen Kontext

Seminar 

Die Veranstaltung beleuchtet die Entwicklung Sozialer Arbeit an konkreten historischen Beispielen.
Sie zeigt, wie fachliche Selbstverständnisse, Institutionen und Bilder von Adressat:innen entstanden sind
und regt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte an.

10:15 - 11:45

Sozialökologische und raumbezogene Methoden der Sozialen Arbeit erproben

Übung 

Hier werden sozialräumliche und partizipative Methoden der Sozialen Arbeit praktisch erprobt.
Im Fokus stehen Sozialraumanalyse, Gemeinwesenarbeit und die Frage, wie soziale Räume gemeinsam mit Adressat:innen gestaltet werden können.

12:15 - 13:45

Ausgewählte Armutsdiskurse

Seminar

Anhand ausgewählter Debatten werden gesellschaftliche Bilder und Stereotype von Armut kritisch analysiert.
Zugleich wird diskutiert, welche Rolle Soziale Arbeit bei der Reproduktion oder Dekonstruktion solcher Diskurse einnimmt.

Keine Veranstaltungen

10:15 - 11:45

Einführung in Armutsdiskurse

Vorlesung

Die Veranstaltung führt in zentrale Begriffe, Definitionen und wissenschaftliche Verständnisse von Armut ein.
Sie zeigt, wie Armut historisch, gesellschaftlich und medial verhandelt wird und welche Auswirkungen diese Deutungen auf Betroffene haben.

12:15 - 13:45

Wissenschaft Soziale Arbeit 

Vorlesung

Die Veranstaltung führt in wissenschaftliche Grundlagen, Fragestellungen und Denkweisen der Sozialen Arbeit ein.
Du lernst, Soziale Arbeit als Disziplin und Profession zu verstehen und erste fachliche Themen wissenschaftlich einzuordnen.

Keine Veranstaltungen

Flexibilisierungselement Blended Learning

Das Flexibilisierungselement Blended Learning verbindet verbindliche Präsenzzeiten mit einem hohen Maß an zeitlicher Flexibilität. Über das gesamte Studium hinweg sind zwei Präsenztage pro Woche fest eingeplant. Die weiteren Studieninhalte werden eigenverantwortlich und online in freier Zeiteinteilung bearbeitet.

Der Workload entspricht dem eines regulären Präsenzstudiums. Dieses Studienformat richtet sich insbesondere an Personen mit Care-Arbeit, Studierende mit familiären oder beruflichen Verpflichtungen sowie an Studierende, die auf eine verlässliche und planbare Struktur angewiesen sind. Da die Kapazitäten begrenzt sind, steht das Angebot nur in eingeschränktem Umfang zur Verfügung.

Sechs junge Menschen stehen in einem Freiraum, lächeln und unterhalten sich. Einige tragen modische Kleidung und das Umfeld wirkt urban und freundlich. Im Hintergrund sind weitere Personen und Gebäude zu erkennen, was auf eine lebendige Atmosphäre hindeutet.
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