Soziale Arbeit im Kontext von Rassismus und Rechtsextremismus Eine Spezialisierung des Studiengangs Soziale Arbeit
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Worum geht's?
Die Spezialisierung „Soziale Arbeit im Kontext von Rassismus und Rechtsextremismus“ befasst sich mit Ideologien, Strukturen und Praxen sozialer Ungleichheit – historisch und aktuell. Du lernst, rassistische und extrem rechte Dynamiken sowie Phänomene wie Antisemitismus, völkische Ideologien und Antifeminismus in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten zu erkennen und analytisch einzuordnen. Darauf aufbauend entwickelst du professionsbezogene Zugänge, um diese Herausforderungen theoretisch zu durchdringen und mit Hilfe von Konzepten und Methoden Sozialer Arbeit kritisch zu bearbeiten. Die Spezialisierung arbeitet interdisziplinär (u. a. Erziehungswissenschaft, Politische Bildung, Soziologie, Rechtswissenschaft) und verbindet Wissensaufbau mit Selbstreflexion, diskriminierungskritischer Perspektive und betroffenensensibler Haltung.
Was brauche ich?
Hilfreich sind ein ernsthaftes Interesse an gesellschaftspolitischen Fragen, an Demokratie, Menschenrechten und sozialer Gerechtigkeit sowie die Bereitschaft, sich mit konflikthaften und belastenden Themen auseinanderzusetzen. Du solltest offen sein für kritische Selbstreflexion (z. B. eigene Positioniertheit und damit einhergehende Verstrickungen, Normalitätsvorstellungen, Machtverhältnisse) und bereit, Perspektiven von Betroffenen aufmerksam einzubeziehen. Wichtig sind außerdem die Bereitschaft zum interdisziplinären Denken, ein sorgfältiger Umgang mit Sprache und Kategorien sowie Offenheit dafür, Fachwissen und Haltung kontinuierlich weiterzuentwickeln – auch im Spannungsfeld von Institutionen, Öffentlichkeit und Praxis.
Was kann ich damit machen?
Du kannst in Arbeitsfeldern tätig werden, die sich mit Rassismus, Rechtsextremismus und demokratiegefährdenden Entwicklungen professionell auseinandersetzen. Dazu zählen (historisch-)politische Bildungsarbeit, Präventions- und Projektarbeit, Antidiskriminierungsberatung und Betroffenenberatung sowie Bildungs- und Beratungsangebote im Kontext von Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und Rechtsextremismus. Weitere Einsatzfelder liegen in der Migrationssozialarbeit, in der Sozialen Arbeit im Kontext von Flucht und Asyl sowie in Fachverbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Spezialisierung unterstützt dich dabei, Handlungskonzepte für unterschiedliche Zielgruppen und Settings zu entwickeln und in institutionellen sowie gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen professionell zu agieren.
Anschlussfähige Masterstudiengänge an der Hochschule RheinMain
Das Studium beginnt im ersten Semester mit den fachlichen Grundlagen der Sozialen Arbeit im Kontext von Rassismus. Ab dem zweiten Semester verbindet sich die Profilbildung in einer Spezialisierung mit der Vertiefung theoretischer Grundlagen – auch in den Reallaboren. Im fünften Semester folgt das Praktikum. Das sechste Semester steht im Zeichen von Vertiefung, Reflexion und Diskurs. Den Abschluss bilden Bachelorarbeit und staatliche Anerkennung.
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So könnte dein Stundenplan im ersten Semester aussehen
Flexibilisierungselement Blended Learning
Das Flexibilisierungselement Blended Learning verbindet verbindliche Präsenzzeiten mit einem hohen Maß an zeitlicher Flexibilität. Über das gesamte Studium hinweg sind zwei Präsenztage pro Woche fest eingeplant. Die weiteren Studieninhalte werden eigenverantwortlich und online in freier Zeiteinteilung bearbeitet.
Der Workload entspricht dem eines regulären Präsenzstudiums. Dieses Studienformat richtet sich insbesondere an Personen mit Care-Arbeit, Studierende mit familiären oder beruflichen Verpflichtungen sowie an Studierende, die auf eine verlässliche und planbare Struktur angewiesen sind. Da die Kapazitäten begrenzt sind, steht das Angebot nur in eingeschränktem Umfang zur Verfügung.