Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit Eine Spezialisierung des Studiengangs Soziale Arbeit
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Worum geht's?
Gesundheit ist mehr als Medizin und die Abwesenheit von Krankheit. In der Spezialisierung „Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit“ verbindest du sozialarbeiterische und gesundheitswissenschaftliche Perspektiven und verstehst Gesundheit als bio-psycho-soziales Phänomen. Im Fokus stehen: Wie beeinflussen Lebensbedingungen und Faktoren wie Bildung, Arbeit, Wohnen die Gesundheit? Wie können wir Gesundheitschancen fördern und Versorgungsstrukturen weiterentwickeln – niedrigschwellig, lebensweltnah und partizipativ? Und wie unterstützt Soziale Arbeit Menschen (insbesondere in belasteten oder benachteiligten Lebenslagen) bei der psychosozialen Bewältigung der Auswirkungen von Krankheiten? Die Spezialisierung berücksichtigt dabei auch angrenzende Disziplinen wie Sozialmedizin, Gesundheitspsychologie oder Public Health und verknüpft diese mit dem methodischen Handeln der Sozialen Arbeit. Du arbeitest damit an der Schnittstelle zwischen Gesundheits- und Sozialwesen.
Was brauche ich?
Neugier auf Gesundheit als soziale Frage sowie auf die Zusammenhänge zwischen Lebenslage, Belastungen und Teilhabe. Offenheit für interdisziplinäres Denken und die Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit im Gesundheitswesen. Empathie im respektvollen Umgang mit sensiblen Themen wie chronischen Erkrankungen, psychischen Belastungen oder Krisensituationen. Interesse an praxisnahen, lebensweltorientierten Ansätzen sowie an der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Institutionen und Professionen. Bereitschaft zur Selbstreflexion und zum kritischen Hinterfragen eigener Vorstellungen von Gesundheit, Krankheit und strukturellen Barrieren für die Realisierung gesundheitlicher Chancengleichheit.
Was kann ich damit machen?
Mit dieser Spezialisierung bist du Expert:in für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen. Du unterstützt Menschen bei komplexen gesundheitlichen und psychosozialen Herausforderungen – durch Beratung, Koordination von Hilfen und gesundheitsfördernde Interventionen. Typische Arbeitsfelder können sein: Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Gesundheitsämter, Sozialpsychiatrie, Sucht- und Drogenhilfe, Alten- und Behindertenhilfe, Palliative Care, Krankenkassen und kommunale Gesundheitsprojekte oder Betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Spezialisierung ist zugleich eine Querschnittsqualifikation – denn Gesundheitsthemen spielen in nahezu allen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit eine wichtige Rolle – von der Kinder- und Jugendhilfe über Migrationsberatung bis hin zur Wohnungslosenhilfe.
Anschlussfähige Masterstudiengänge an der Hochschule RheinMain
Das Studium beginnt im ersten Semester mit den fachlichen Grundlagen der Gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit. Ab dem zweiten Semester verbindet sich die Profilbildung in einer Spezialisierung mit der Vertiefung theoretischer Grundlagen – auch in den Reallaboren. Im fünften Semester folgt das Praktikum. Das sechste Semester steht im Zeichen von Vertiefung, Reflexion und Diskurs. Den Abschluss bilden Bachelorarbeit und staatliche Anerkennung.
Ich würde mich jederzeit wieder für den Schwerpunkt Gesundheit entscheiden. Obwohl ich vorher noch nicht wirklich wusste wohin es mich treibt, habe ich dadurch einen tiefergreifenden Einblick in die klinische und gesundheitsbezogene Soziale Arbeit erlangen können und bleibe nun beruflich auch in diesem Bereich. Neue Freundschaften als auch viele engagierte Lehrende haben mein Studium sehr bereichert.
Der Studiengang mit dem Schwerpunkt Gesundheit war für mich eine bereichernde Erfahrung. Durch die flexiblen Studienzeiten konnte ich Kind und Studium sehr gut miteinander vereinbaren und fühlte mich dabei untersützt. Die Studieninhalte waren vielfältig und praxisnah, wodurch ich nicht nur Kenntnisse im Bereich Gesundheit und Sozialer Arbeit, sondern auch in vielen anderen Themenfeldern erlangen konnte.
Du möchtest dich über die Kosten, die Finanzierung deines Studiums oder Stipendien informieren? Mehr dazu findest du hier.
So könnte dein Stundenplan im ersten Semester aussehen
Flexibilisierungselement Blended Learning
Das Flexibilisierungselement Blended Learning verbindet verbindliche Präsenzzeiten mit einem hohen Maß an zeitlicher Flexibilität. Über das gesamte Studium hinweg sind zwei Präsenztage pro Woche fest eingeplant. Die weiteren Studieninhalte werden eigenverantwortlich und online in freier Zeiteinteilung bearbeitet.
Der Workload entspricht dem eines regulären Präsenzstudiums. Dieses Studienformat richtet sich insbesondere an Personen mit Care-Arbeit, Studierende mit familiären oder beruflichen Verpflichtungen sowie an Studierende, die auf eine verlässliche und planbare Struktur angewiesen sind. Da die Kapazitäten begrenzt sind, steht das Angebot nur in eingeschränktem Umfang zur Verfügung.