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Lernen unter den Blättern der Bäume: Outdoor-Seminarraum entsteht auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring

An zentraler Stelle auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring entsteht der neue Outdoor-Seminarraum, © Peter Engert

Wer in den vergangenen Wochen auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring unterwegs war, dem sind die umfangreichen Bauarbeiten an zentraler Stelle nicht entgangen. Die Hochschule weitet ihr räumliches Angebot nach draußen aus

Wer in den vergangenen Wochen auf dem Campus Kurt-Schumacher-Ring unterwegs war, dem sind die umfangreichen Bauarbeiten an zentraler Stelle nicht entgangen. Die Hochschule weitet ihr räumliches Angebot nach draußen aus: Zwischen den Gebäuden E, C und D entsteht bis zum Jahresende ein Outdoor-Seminarraum, der Lehr-Lern-Settings im Freien ermöglicht und damit unter anderem einen Beitrag zur Klimaanpassung leistet. Der Seminarraum ergänzt die beiden Pavillons, die bereits im Sommer 2025 entstanden sind, zu einem lebendigen Lehr-Lern-Ensemble im Herzen des Campus. 

Ein Ensemble mit Vorgeschichte

Die beiden bereits bestehenden Pavillons wurden im Sommer 2025 vom Fachbereich Architektur+Bauingenieurwesen im Verlauf einer internationalen Summerschool unter dem Thema nachhaltigen Bauens erstellt. Die Idee dazu war mit dem Fachbereich Sozialwesen gemeinsam entwickelt worden. Der Seminarbereich schließt das Ensemble nun sinnvoll ab. Nachgewiesenermaßen kann ein solches Arrangement die Qualität von Lehr-Lern-Arrangements maßgeblich erhöhen.

„Gutes Lernen braucht keine vier Wände: Wir schaffen hier einen Ort, an dem Lehre im wörtlichen Sinn Raum bekommt, für Begegnung, für Austausch und für alternative Arbeitsformen. Dass parallel Klimaanpassung und Nachhaltigkeit mitgedacht wurden, macht das Projekt zu einer konsequenten Weiterentwicklung unserer Lehr-Lern-Kultur und zeigt, wie Nachhaltigkeit erlebbar wird.“ 
(Peter Engert M.A., Projektkoordination, Fachbereich Sozialwesen)

 

Nachhaltigkeit in jedem Bauabschnitt

Bei allen Schritten wurde in Planung und Umsetzung auf ein nachhaltiges Vorgehen geachtet: Der Baumschutz war über die Baumaßnahmen hinweg zentraler Maßstab jeder Fundamentierung, natürliche Bodenflächen wurden so wenig wie möglich versiegelt und der Unterbau der Sitzflächen besteht aus einem speziellen CO2-reduzierten Zement mit nachweislich besserer Klimabilanz als alternative Unterbauten. Diverse Pflanzungen sorgen zudem für die nachhaltige Beschattung.

Mehr Aufenthaltsqualität für den ganzen Campus

Zeitgleich wird bis Ende des Jahres auf der zentralen Fläche gegenüber dem Seminargelände ein Baum gepflanzt. Der Bereich darunter, wegbegleitend in Richtung des neuen Wohnheims und des Gebäudes L, wird mit Sitzbänken als attraktive Aufenthaltsmöglichkeit aufgewertet und so die Aufenthaltsqualität auf dem Campus in den kommenden Jahren deutlich erhöhen.

Zwei Jahre gemeinsamer Einsatz

Der Fachbereich Sozialwesen hat das Vorhaben initiiert und über zwei Jahre eng begleitet. Die Mittel wurden gemeinsam mit dem LLZ über mehrere Förderprogramme akquiriert (QuisFlex-Mittel, QSL-Mittel, Nachhaltigkeitsfonds). Mitgewirkt haben außerdem das Sachgebiet IV.1 Bau der Hochschule, die Universität Geisenheim mit Prof. Dr. von Birgelen zur Unterstützung der Bepflanzung sowie das Nachhaltigkeitsbüro und die Hochschulleitung in Finanzierungsfragen. Die Bauarbeiten sollen bis zum Jahresende weitgehend fertiggestellt sein.