Am Mittwoch, den 06. Mai 2026, fand im Gebäude L am Campus Kurt-Schumacher-Ring die erste Veranstaltung in der Reihe „Doing Democracy“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Kathrin Peltz (Diversity Office), Julian Keitsch (ehemals Diversity Office), Manuel Vogler (LehrLernZentrum) und Corinne Matzka (Studentin Soziale Arbeit). Studierende, Mitarbeitende und Interessierte kamen zusammen, um über die Rolle von Hochschule als Ort demokratischer Bildung und gesellschaftlicher Aushandlung ins Gespräch zu kommen. Das Grußwort des Vizepräsidenten für Forschung und Transfer Prof. Dr. Andreas Brensing betonte die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen in der gegenwärtigen politischen Debatte.
Hochschule zwischen Bildung, Druck und Verantwortung
Den Auftakt machte ein Impulsvortrag von Prof. Dr. Tom Uhlig zum Thema „Die bedingte Universität. Zum ambivalenten Verhältnis von Hochschule und Demokratie“. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie demokratische Bildung an Hochschulen gelingen kann, wenn gesellschaftliche und finanzielle Spannungen den Hochschulalltag zunehmend prägen. Gleichzeitig wurde diskutiert, welche Verantwortung Hochschulen in der Schaffung für demokratische Begegnungsorte trägt.
Den „Neugier-Muskel“ trainieren
Im Anschluss folgte ein interaktiver Teil, bei dem nach dem dänischen Konzept Democracy Fitness gemeinsam der „Neugier-Muskel“ trainiert wurde – mit Übungen zu Wortassoziationen, offenem Fragenstellen und neugierigem Zuhören wurde Neugier als politisches Instrument eingeübt. Beim anschließenden offenen Austausch wurde weiterdiskutiert, Fragen gestellt und persönliche Erfahrungen geteilt. Die Veranstaltung zeigte, wie wichtig Räume für Begegnung und Diskussion im Hochschulkontext sind – und dass Demokratie auch im Alltag der Hochschule immer wieder neu ausgehandelt werden muss.
Vorschau auf die nächste Veranstaltung
Am Mittwoch, den 03. Juni 2026, geht die Veranstaltungsreihe im Gebäude L auf Ebene 2 vor dem PC-Pool weiter. Im Mittelpunkt steht diesmal die Frage, welche Rolle Emotionen in politischen Debatten spielen – und wie demokratische Kräfte Hoffnung, Empathie und Engagement stärken können. Johannes Hillje ist zugeschaltet und liest aus seinem aktuellen Buch „Mehr Emotionen wagen. Wie wir Angst, Hoffnung und Wut nicht dem Populismus überlassen“. Anschließend wird bei Getränken verweilt und der Meinungsmuskel trainiert. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.