Unter dem Motto „Kleine Wunder“ haben knapp 60 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren am 3. Oktober beim „Türen auf mit der Maus“-Tag den Fachbereich Ingenieurwissenschaften in Rüsselsheim erlebt. Die Idee, sich am Maus-Türöffnertag zu beteiligen, hatten Maria Wiesmann und Gwen Kaufmann, beide bekennende Mausfans. Ihre Idee wurde im Dekanat begeistert aufgegriffen. Schnell waren weitere Kolleginnen und Kollegen gefunden und gemeinsam wurde ein abwechslungsreiches Programm entwickelt.
Vier Workshops, viele kleine Wunder
Entstanden sind vier verschiedenen Workshops:
Maria Wiesmann und Gwen Kaufmann führten die Kinder spielerisch in das Thema Projektmanagement ein. Beim Workshop „Gemeinsam hoch hinaus!“ waren Teamarbeit und kreative Lösungen gefragt. Die Kinder entwickelten gemeinsam Konstruktionen und bauten aus verschiedenen Materialien Türme, die möglichst hoch und stabil sein sollten. Dabei traten sie in Gruppen gegeneinander an, wer in einer vorgegebenen Zeit den höchsten Turm schaffte. So mussten die Nachwuchsforschenden zum Beispiel Türme aus Papier und Klebeband, aus Zahnstochern und Knete oder aus Steckblumenscheiben basteln.
Katharina Urschel, Laboringenieurin im Bereich Maschinenbau, bastelte im Workshop „Pack dir die Sonne in den Tank“ mit den Kindern einen Solar-Runner. Dieses Solar-Rennauto wird aus zwei Holzzahnrädern in Verbindung mit einem Elektromotor angetrieben. Ein Photovoltaik-Modul liefert die Energie. Auf spielerische Weise haben die Kinder so einen Einblick in die Funktion eines Getriebes und eines einfachen Stromkreises erhalten und gelernt, wie mit Photovoltaik Energie erzeugt werden kann. Der Praxistest im Hof des Campus fiel rundum positiv aus: Die kleinen Rennwagen flitzten von der Sonne angetrieben über Stock und Stein.
Im Workshop „Kneten – Schalten – Staunen“ stellte Michael Ballhorn, Professor für Chemie für Ingenieure mit dem Schwerpunkt Organische und Analytische Chemie, mit Unterstützung von Christian Glockner, Dekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften, und den wissbegierigen Nachwuchsforschenden leitfähige und nicht-leitfähige Knete zur Isolierung her. Mit Begeisterung kneteten die Kinder Tiere und Figuren, die sie mithilfe einfacher elektrischer Schaltungen zum Leuchten brachten.
Colin Rockett und seine Kollegen im Makerspace-Labor hatten im Workshop „Einmal im Bastler-Himmel arbeiten“ drei verschiedene Projekte für die Kinder vorbereitet: Aus gelaserten Holzteilen bastelten die Kinder einen Flugdinosaurier und beim Lösen von 3D-gedruckten Geschicklichkeitsspielen konnten sie ihr logisches Denken unter Beweis stellen. Die dritte Aufgabe lautete, aus Eisstielen und 3D-gedruckten Verbindungsstücken Brücken zu konstruieren, die dann auf ihre Belastbarkeit getestet wurden.
Begeisterung bei Kindern und Eltern
Alle vier Workshops stießen auf große Begeisterung. Die Kinder waren mit viel Neugier, Kreativität und Freude bei der Sache. Besonders schön war zu sehen, wie sie gemeinsam Lösungen entwickelten, sich gegenseitig unterstützten und stolz ihre Ergebnisse präsentierten.
Auch für die Geschwister und Eltern war gesorgt: Im Foyer gab es Angebote zum Basteln verschiedener Papierflieger, eine Ausmalstation mit Ausmalbildern von Maus, Elefant und Ente, eine Carrera-Bahn mit Loopings und einen 3D-Drucker, dem man bei der Arbeit zuschauen konnte. Für das leibliche Wohl standen ein Kuchenbuffet und Kaffee im Foyer sowie Erfrischungsgetränke im Campus-Biergarten zur Verfügung.
Strahlende Kinderaugen, glückliche Eltern und rundum tolles Feedback: Der „Türen auf-mit der Maus“-Tag war ein voller Erfolg und muss wiederholt werden.
Der Aktionstag wurde durch die großartige Unterstützung des Dekanats, der Mitarbeitenden der Hochschule RheinMain und aller weiteren Beteiligten ermöglicht. Ihr Engagement und ihre tatkräftige Hilfe trugen entscheidend dazu bei, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung war.
Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften bedankt sich herzlich bei allen Unterstützer:innen sowie bei den neugierigen Besucher:innen. Der erste „Türen auf mit der Maus“-Tag am Campus Rüsselsheim hat eindrucksvoll gezeigt: Technik macht Spaß – besonders, wenn man sie gemeinsam entdecken kann.
Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an den WDR, der uns mit vielfältigen Maus-Materialien und Werbung unterstützt hat.