Die Hochschule RheinMain (HSRM) ermöglichte in den vergangenen Monaten dem potenziellen Nachwuchs einen breiten Einblick in die praktischen Seiten des Ingenieurstudiums. Mehrere kleine Gruppen von Schüler:innen der 11. und 12. Jahrgangsstufen verschiedener regionaler Gymnasien absolvierten ihr zweiwöchiges Pflichtpraktikum im Fachbereich Ingenieurwissenschaften.
Volles Programm in den Hightech-Laboren
Die Schüler:innen schlüpften für 14 Tage in die Rolle von angehenden Ingenieur:innen. Begleitet von Laborpersonal und Studierenden arbeiteten sie sich durch ein breites Spektrum moderner Schlüsseltechnologien, aber auch traditioneller Disziplinen. Das praxisnahe Programm umfasste u.a. folgende Stationen:
- Elektronik- & Mikrocontroller-Labor: Eigenständiges Löten von elektrischen Schaltkreisen und erste Schritte in der Programmierung von Mikrocontroller.
- Vakuumtechnik & Reinraumlabor: Praktische Versuche zur Mikrostrukturierung von Siliziumwafern unter realen Reinraumbedingungen.
- Erneuerbare Energien & Wasserstofftechnik: Experimente an einem System aus Elektrolyseur und Brennstoffzelle zur sauberen Energiegewinnung.
- Medizintechnik & Sensorik: Einblicke in die Funktionsweise bildgebender Verfahren und die Anwendung moderner Sensoren.
- Maker Space: Kreatives Arbeiten und Prototypenbau in der offenen Hightech-Werkstatt der Studierenden.
„Bei uns wird die praktische Ausbildung großgeschrieben“, so Prof. Dr. Hans-Dieter Bauer, Leiter des Studiengangs Angewandte Physik. „Ein Ingenieur muss die Brücke bauen können zwischen den wissenschaftlichen Grundlagen und den Anwendungen. Deshalb bleibt es für die Schüler nicht beim Zuschauen. Bei uns dürfen sie selber in die Prozesse eingreifen.“ Ohne Theorie geht’s natürlich nicht, weshalb die Schüler:innen auch mal eine regulären Fachvorlesung besuchen durften.
Begeisterung auf Augenhöhe
Die Rückmeldungen der Jugendlichen spiegeln den Erfolg dieses Konzepts wider. „Das Praktikum war megaspannend!“, begeistert sich einer der teilnehmenden Schüler über die Labortage. „Vor allem die unerwarteten Sachen, die man aus der Schule so gar nicht kennt, wie die Arbeit an Halbleitern im Reinraum oder die Wasserstofftechnologie“. Besonders die Atmosphäre am Campus hinterließ Eindruck: „Die Betreuerinnen und Betreuer waren alle super freundlich und sind uns auf Augenhöhe entgegengekommen. Da fühlt man sich richtig ernst genommen“, ergänzt ein weiterer Praktikant.
Lob vom Betreuungsteam und Ausblick
Auch auf Seiten der Hochschule stießen die jungen Gäste auf durchweg positive Resonanz. Das gesamte Betreuungsteam aus Professoren, wissenschaftlichen und technischen Mitarbeitern sowie Studierenden höherer Semester war vom großen Interesse der Schüler:innen angetan und bescheinigte ihnen durchgehend Aufmerksamkeit und Sorgfalt.
„Das nötige Interesse war da und die Arbeiten haben sie sauber und engagiert erledigt. Ich bin guter Hoffnung, dass wir einige bald wiedersehen werden – als Studierende!“, zieht Prof. Dr. Peter Dannenmann, Prodekan des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften, ein rundum positives Fazit.