Forschungsprojekt Diversität in Film, Medien und Journalismus
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Aktuelles
Pressemitteilung
Diversität im Einsatz: Beim 48h-Filmathon kommen Studierende der Hochschule RheinMain und der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HÖMS) zusammen, um innerhalb von 48 Stunden mehrere Kurzfilme unterschiedlicher Genres zum Thema Diversität zu entwickeln und zu realisieren. Das Kooperationsprojekt schafft Raum für Begegnung, Perspektivwechsel und gemeinsames kreatives Arbeiten entlang gesellschaftlich relevanter Fragestellungen.
Der 48h-Filmathon findet vom 5. bis 7. Mai 2026 an der HSRM auf dem Campus Unter den Eichen in Wiesbaden statt. Bereits am 29. April 2026 lernen sich die Teilnehmenden bei einem Vernetzungstreffen auf dem Campus der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit kennen. Insgesamt werden rund 35 Teilnehmende erwartet.
In 48 Stunden von der Idee zum Kurzfilm
Beim 48h-Filmathon arbeiten die Teilnehmenden hochschulübergreifend in kleinen Teams zusammen und entwickeln gemeinsam Ideen, schreiben Konzepte, drehen ihre Filme und übernehmen auch den Schnitt. So entstehen in kürzester Zeit fertige filmische Arbeiten, die sich auf unterschiedliche Weise mit Diversität, Wahrnehmung und gesellschaftlichem Zusammenleben auseinandersetzen.
Besonders ist dabei die Zusammenarbeit zwischen Filmschaffenden im Studium und Studierenden aus dem polizeilichen Kontext. Unterschiedliche berufliche Perspektiven, Erfahrungen und Blickwinkel treffen aufeinander und werden produktiv für die kreative Arbeit genutzt. Der Filmathon versteht Diversität damit nicht nur als Thema der Filme, sondern auch als gelebte Praxis in der Zusammenarbeit.
Premiere im Caligari, Präsentation beim World Design Capital
Die fertigen Kurzfilme werden am bundesweiten Diversitätstag, dem 19. Mai 2026, ab 17:00 Uhr in der Caligari FilmBühne Wiesbaden präsentiert. Tickets sind regulär über das Caligari erhältlich. Eine Auswahl der Arbeiten wird zudem beim Campus Festival des World Design Capital 2026 im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main gezeigt. Betreut werden die Filmprojekte HSRM-seitig von Prof. Claudia Aymar und Prof. Dr. Jessica Einspänner-Pflock. Die HÖMS wird von Dr. Eliane Ettmüller vertreten.
Diversität als Stärke in Film, Medien und Journalismus
Der 48h-Filmathon ist eingebettet in das Lehr- und Forschungsprojekt „Diversität in Film, Medien und Journalismus“ der Studiengänge Media: Conception and Production (B.A.) und Screen Arts (M.A.) an der Hochschule RheinMain. Im Zentrum des Projekts steht die intensive Auseinandersetzung mit Diversität, wobei unterschiedliche kulturelle Prägungen, Geschlechter, Identitäten und Erfahrungen nicht nur sichtbar gemacht, sondern auch aktiv in kreative und journalistische Prozesse einbezogen werden.
Girls’Day bei Media: Conception & Production: Filme machen wie die Profis
Wie entsteht eine Filmszene? Wer gibt Regieanweisungen, setzt das Licht, bedient die Kamera oder koordiniert den Dreh? Beim diesjährigen Girls’Day an der Hochschule RheinMain konnten zehn Schülerinnen bei M:C&P genau das selbst ausprobieren. Unterstützt von Studierenden und Lehrenden stellten sie eine Szene aus Der Teufel trägt Prada (Teil 1) neu nach – mit eigener Idee und einem augenzwinkernden Twist: Aus der Schlüsselszene „Miranda kommt“ wurde „Die Professorin kommt“.
Einblick in die Stationen einer Filmproduktion
Das Angebot „Film machen wie die Profis“ fand am 23. April 2026 am Campus Unter den Eichen statt und wurde vom Studiengang Media: Conception & Production veranstaltet. Der Girls’Day ist ein bundesweiter Orientierungstag zur Berufs- und Studienorientierung; teilnehmen können Mädchen ab der fünften Klasse. Hochschulen und andere Einrichtungen stellen dabei Berufe und Studienfelder vor, in denen Frauen bislang unterrepräsentiert sind.
Im professionell ausgestatteten Filmstudio der Hochschule RheinMain erhielten die Teilnehmerinnen einen Einblick in die Stationen einer Filmproduktion. Sie konnten Regieaufgaben übernehmen, Schauspiel anleiten, Einstellungen planen, mit Studiokameras arbeiten, Mikrofone setzen, Licht gestalten und Aufgaben der Aufnahmeleitung kennenlernen. Begleitet wurden sie dabei praxisnah von Studierenden und Lehrenden des Studiengangs.
Frauen in der Filmbranche unterrepräsentiert
Der Workshop zeigte damit sehr konkret, wie vielfältig Filmproduktion ist – und dass kreative und technische Aufgaben am Set zusammengehören. Genau hier setzt auch der Girls’Day an: Er möchte Mädchen Einblicke in Berufe und Studienfächer geben, in denen der Frauenanteil unter 40 Prozent liegt, und so neue Perspektiven jenseits klassischer Rollenbilder eröffnen.
Dass solche Formate weiterhin wichtig sind, zeigt auch der Blick in die Filmbranche. Zwar gilt Film oft als kreative und offene Arbeitswelt, doch in zentralen Gewerken hinter der Kamera sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert.
Über das Forschungsprojekt
Das Lehr- und Forschungsprojekt „Diversität in Film, Medien und Journalismus“ dient der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Diversität sowohl in praktisch-künstlerischen als auch wissenschaftlich-theoreitschen Analysen und Darstellungen. Das Projekt ist in den Studiengänge Media: Conception and Production (B.A.) und Screen Arts (M.A.) verortet und wird von Prof. Claudia Aymar, Prof. Dr. Jessica Einspänner-Pflock und LfbA Elena Rosche verantwortet.
Diversität als Stärke
Wir betrachten Diversität als essenzielle Stärke. Im Projektfokus stehen die Repräsentation und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kulturen, Geschlechtern und Identitäten, was nicht nur die szenische Produktion und erzählerische Seite bereichert, sondern auch einen gesellschaftlichen Beitrag durch eine analytische journalistische und wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas leistet. Drei zentrale Aspekte stehen dabei im Mittelpunkt unserer Arbeit:
Diversität in der Filmproduktion
Ziel ist es, die Produktions- und Repräsentationssituation filmischer Darstellung in Bezug auf Diversität zu stärken. Dies umfasst die Integration diverser Perspektiven beim Produktionsteam als auch die erzählerische und gestalterische Entwicklung von Inhalten. Beide Seiten können ausschlaggebend und bereichernd für eine gesellschaftliche Debatte zu medialer Diversität darstellen. Erreicht wird dies durch einen Austausch mit unterschiedlichen Fachexpert:innen, der die Studierenden zur Auseinandersetzung mit innovativen, diversen Filmarbeiten anregen und inklusive Inhalte fördern soll.
Umsetzung studentischer Filmprojekte mit Fokus Diversität
“Diverse” Filme tragen zum Abbau von Stereotypisierung bei und vermitteln ein realistisches Bild der Gesellschaft. Die Fähigkeit, inklusive Inhalte zu schaffen, kann die beruflichen Perspektiven von Filmemacher:innen positiv beeinflussen und ihre Marktchancen erweitern. Deshalb werden studentische Filmprojekte, die Themen der Diversität in der Produktion und den erzählten Geschichten behandeln, gefördert.
Journalistische Aufarbeitung des Themas Diversität
Zusätzlich wird das Thema Diversität in der journalistischen Bearbeitung gestärkt. Ziel ist es, Studierende zu befähigen, vielfältige Perspektiven zu reflektieren und in ihren Arbeiten zu integrieren. In den Studiengängen verankert, wird dies unter anderem durch die Produktion von Reportagen über die Repräsentation von Diversität in der Gesellschaft – widergespiegelt in den Medien – unterstützt durch journalistische Recherche und Interviews.