Redaktionshandbuch
Darstellungsformen
Nutzen Sie verschiedene Textformen, um Themen abwechslungsreich und zielgruppenfreundlich darzustellen.
Die Meldung
Für kurze, sachliche Meldungen und Veranstaltungshinweise wählen Sie in der Regel die klassische Nachricht:
- Der Text wird hierarchisch gegliedert, beginnend mit dem Wichtigsten.
- Es werden die 6 W-Fragen beantwortet: wer, was, wo, wann, wie, warum.
- Die Nachricht beginnt mit einem überzeugenden ersten Satz, der zum Weiterlesen motiviert.
- Sie ist objektiv.
Das Interview
Für längere Berichte, etwa die Vorstellung eines neuen Projekts oder einer neuen Lehrkraft, eignet sich auch das Interview:
- Die Fragen sind kurz und präzise.
- Das Interview hat einen roten Faden und ein konkretes Ziel.
- Zu lange Antworten dürfen und sollen Sie kürzen oder eine Zwischenfrage einfügen.
FAQs
Eine Abwandlung und online beliebte Variante des Interviews ist ein FAQ-Block, für den Sie keine Interviewpartner:innen brauchen.
FAQs (Frequently Asked Questions) dienen dazu, Usern schnell und einfach Antworten auf ihre Fragen zu geben.
Tipps zum Erstellen guter FAQs:
- Konzentrieren Sie sich auf die wichtigsten Fragen.
- Verwenden Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe.
- Ergänzen Sie die Texte ggf. durch Bilder.
- Orientieren Sie sich an den tatsächlich häufig gestellten Fragen, nicht an den Dingen, die Sie mitteilen möchten, vor allem beim Beschreiben eines Studiengangs.
Das Feature/die Kurzreportage
Wenn Sie für Studierende oder Studieninteressierte schreiben, bieten sich auch unterhaltende Darstellungsformen wie das Feature, eine Art Kurzreportage, an.
- Es kombiniert sachliche Informationen und Fakten mit szenischen Passagen.
- Im Gegensatz zur reinen Nachricht, die eher nüchtern berichtet, hat das Feature eine unterhaltende Note.
- Ziel ist es, ein Thema lebendig, anschaulich und für den Leser interessant darzustellen.
- Der klassische Aufbau eines Features:
1. Szenischer Einstieg (einen konkreten Moment beschreiben, zum Beispiel eine Szene der Media: Showroom Night)
2. Allgemeine Fakten und Trends zum Thema
3. Ggf. eine/einen Expertin/Experten zu Wort kommen lassen
4. Weitere Szene mit einem zweiten Beispielfall
5. Zusammenfassung - Diese Textart erfordert eine gute Planung und Struktur – eine Art „Drehbuch“. Dieses wiederum ist die Basis für das online beliebte Storytelling, das Erzählen einer Geschichte.
Das Storytelling
Das multimediale Storytelling kombiniert verschiedene Medien wie Text, Bild, Video und Grafik innerhalb eines Beitrags. Ziel ist es, die Inhalte für die User attraktiv und lebendig zu präsentieren.
Es dient dazu:
- komplexe Ideen einfacher zu erklären,
- glaubwürdig zu erscheinen,
- Lesende zu fesseln, indem bestimmte Gefühle geweckt werden,
- Inhalte besser in Erinnerung zu behalten.
Vor allem bei Inhalten, die aus Usern Bewerber:innen für einen Studiengang machen sollen, eignet sich diese Darstellungsform besonders gut.