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eCare

Projektname:eCare - Integriertes technisch prozessuales Lademanagement-Konzept für die e-Automobillogistik
Fachbereich: Ingenieurwissenschaften
Leitung:Prof. Dr.-Ing. Stefan Rusche

Projektpartner:

 

Frankenbach Automobil Logistik GmbH 
Frankfurt University of Applied Sciences
Laufzeit:2021 - 2022
Finanzierende Institution oder Auftraggeber: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und ländlichen Raum (HMWVW)

Ziel des Projekts eCARe ist, die Prozesse in der Distribution und bei Flottenbetreibern von Elektro-Fahrzeugen (nachfolgend e-Fahrzeuge oder e-Pkw) neu zu definieren. Das Handling und insbesondere die Lademanagementkonzepte müssen so prozesssicher sein, dass die optimale Verfügbarkeit der Fahrzeuge beim Umschlag sichergestellt ist. Zukünftige Potentiale zur Unterstützung der e-Mobilität sollen ermittelt und in einem Praxistest sowohl nach technischen als auch wirtschaftlichen Aspekten überprüft und validiert werden. Dazu wird ein beispielhaftes, flexibles Konzept mit Lademöglichkeiten aufgebaut, das die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Betriebssicherheit und die Wirtschaftlichkeit berücksichtigt. Es werden eine Harmonisierung der Handhabung unterschiedlicher Fahrzeugtypen ermöglicht und belastbare Hinweise für den Aufbau einer geeigneten Ladeinfrastruktur auch bei unterschiedlichen Fahrzeugzahlen und -arten gegeben. So sind Verfahrenshinweise zur Dimensionierung von Ladestationen und Netzanschlüssen von Betriebsgeländen zu erwarten.

Die zu Projektende erfolgte Entscheidung zur Installation großer PV-Anlagen an allen Standorten des Projektpartners Frankenbach ist wegweisend für die Ausbaumöglichkeiten einer auch langfristig geeigneten Ladeinfrastruktur mit günstigen Betriebskosten. Die Gesamtinvestitionen dafür übertreffen allerdings die, die zu Beginn dieses Projektes zu erahnen waren, reduzieren jedoch die Stromengpässe, die an zahlreichen Standorten von Fahrzeuglogistikern ein Problem darstellen. Dieses Problem wird durch die PV-Anlage jedoch nur zum Teil gelöst, denn die Leistung der PV ist offensichtlich witterungsabhängig und der erzeugte Strom muss umgekehrt auch ins öffentliche Netz einzuspeisen sein, wenn er zum Laden nicht gebraucht wird. Die Netzanschlusskapazität stellt also weiterhin einen Flaschenhals dar. Und über schnelles DC-Laden kann weiterhin auch erst diskutiert werden, wenn die Netzanschlusskapazität am Standort dafür witterungs- und nutzungsunabhängig ausreichend ist. Auch aus diesem Grund beobachtet die DB Cargo also assoziiertes Projektgruppenmitglied dieses Vorhaben besonders intensiv. Insgesamt kann aus dem Projekt und der entwickelten Datengrundlage sowie der Szenarien ein grundlegender, guter Überblick über die Elektrifizierung der kommenden Jahre in Deutschland sowie die damit zu ladenden Pkw-Mengen bei Automobillogistikdienstleistern gewonnen werden. Wird die Aufnahme und Aufbereitung von Daten alternativer Antriebe, in diesem Fall BEV und PHEV, fortgesetzt, kann ein noch genauerer Überblick über den weiteren Verlauf der e-Mobilität gewonnen werden. Werden aktuelle Prozesse der Automobildienstleister betrachtet, stellt sich heraus, dass diese nicht auf e-Mobilität angepasst sind und umstrukturiert werden müssen. Dies betrifft vor allem die Größe und Ausstattung der Parkflächen, Prozesse von Fahrzeugeingang bis -ausgang sowie Mitarbeiter-spezifische Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten. Insbesondere die Prüfung von State of Charge oder das An- und Abstecken der e-Pkw sind neue Prozesse, die schrittweise in aktuelle Abläufe eingegliedert und innerhalb der nächsten Jahre kontinuierlich in den Arbeitsalltag integriert werden müssen. Werden die entwickelten Ladekonzepte und -prozesse betrachtet, kann allgemein festgehalten werden, dass jeder Dienstleister seinen individuell am besten geeigneten Prozess für sich herausfinden muss. Jedes Logistikgelände hat eigene Spezifikationen, auf die entsprechend reagiert werden muss. Somit kann nicht pauschal eine prozessuale Lösung für die Ladeinfrastruktur vorgegeben werden. Dies betrifft ebenfalls den Einsatz der Mitarbeiter vor Ort. Werden die gewonnenen Erkenntnisse aber mit den individuellen Voraussetzungen kombiniert und darauf angepasst, kann der Aufbau einer für den Standort idealen Ladeinfrastruktur realisiert werden.

Versuch im Medizinlabor
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Die Vielfalt der Forschungsaktivitäten an der Hochschule RheinMain spiegelt sich auch in den zahlreichen Projekten der einzelnen Fachbereiche wider.

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