Working Groups
Der profilbildende Forschungsschwerpunkt Professionalität Sozialer Arbeit fokussiert – als eingetragener Schwerpunkt in der Forschungslandkarte der HRK – Dilemmata professionellen Handelns in der Sozialen Arbeit und Modi, mit diesen reflexiv und produktiv umzugehen. In den Blick gerückt werden Bedingungen und Formen von Arbeitsbündnissen in den verschiedenen Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit mit dem Ziel, neue, individuelle und soziale Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und die demokratische Teilhabe und Partizipation zu fördern und zu stärken.
Die Forschung am Fachbereich basiert auf drei Working Groups:
Im Fokus der Working Group stehen bildungstheoretische Forschungsfragen und deren Bezug zur Sozialen Arbeit sowie Forschungen über gesundheitsbezogene Sozialen Arbeit, die gesundheitsfördernde und sozialarbeiterische Perspektiven miteinander verbindet. Gesundheitsbezogene Soziale Arbeit versteht Gesundheit nicht als rein medizinisches, sondern als umfassendes bio-psycho-soziales Phänomen – im Spannungsfeld von Belastung und Bewältigung, Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe.
Im Fokus der Working Group stehen Forschungsprojekte zur nachhaltigen Entwicklung und inklusiven Gestaltung von Sozialräumen, u.a. aus raumtheoretischen, feministischen und kritischen Perspektiven, die essenziell sind für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel und soziale Ungleichheiten. Ziel ist es Konzepte für partizipative Entwicklungen zu erarbeiten, die in der Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit, aufsuchenden Sozialen Arbeit oder Wohnungslosenhilfe Anwendung finden können.
Im Fokus der Working Group stehen Mechanismen zur Konstituierung und Reproduktion hegemonialer Machtverhältnisse unter besonderer Berücksichtigung von Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Ein zentraler Aspekt ist dabei auch die kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftspolitischen Rolle der Sozialen Arbeit: Analysiert werden professionelle Fall(re)konstruktionen sowie aus einer akteurszentrierten Perspektive Barrieren und Formen der Nicht/Nutzung von sozialarbeiterischen Dienstleistungen. Ziel der verschiedenen Forschungsschwerpunkte ist die Entwicklung von Handlungsstrategien, die emanzipatorische und solidarische Strukturen fördern.
Die Working Groups verstehen sich als offene Struktur, sodass sich Forschende je nach Forschungsinteresse oder Fokus Ihres Forschungsprojekts in und zwischen den Gruppen austauschen und kooperieren können.
Das Forschungszentrum stellt hierzu unterschiedliche FoRMate zur Verfügung.
Innerhalb der Working Groups sind verschiedene Schwerpunktsetzungen und sowohl Anwendungs- als auch Grundlagenforschung auf breiter methodologischer und methodischer Grundlage möglich.
Eine offene Gruppenstruktur erlaubt es, aktuelle Forschungsanfragen aus der Praxis sowie fachbereichs- und hochschulübergreifende Kooperationsprojekte aufzugreifen und auf die dynamischen Herausforderungen von Forschungsförderungsprogrammen zu reagieren.