Gregor Buchholz - Triathlet/Olympische Distanz

Die Serie „Spitzensportler“ stellt Studierende unserer Hochschule vor, die neben dem Studium viel Zeit in den Sport investieren und dort national wie international Erfolge feiern. Als Partnerhochschule des Spitzensports (in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Hessen und dem allgemeinen deutschen Hochschulsportverband) unterstützt die Hochschule RheinMain diese Studierenden mit einer möglichst flexiblen Studienplanung, nimmt Rücksicht auf Fehlzeiten aufgrund von Wettkämpfen und Meisterschaften und stellt den Sportlerinnen und Sportlern mit Klaus Lindemann und Meike Kaltenbach vom Hochschulsport kompetente Ansprechpartner für alle Fragen der Vereinbarkeit von Studium und Sport zur Seite. Außerdem fungiert in jedem Fachbereich eine Professorin oder ein Professor als Tutor für die Leistungssportler.

Nach zehn Jahren Leistungssport hat sich Gregor Buchholz für das Studium der Umwelttechnik entschieden. Er ist Triathlet auf olympische Distanz und studiert seit dem Wintersemester 2016/2017 an der Hochschule RheinMain, Partnerhochschule des Spitzensports. Der 30-Jährige war Deutscher Meister, belegte den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft und war Team-Europameister. Obwohl er jetzt für das Training nicht mehr so viel Zeit hat, versucht er Sport und Studium zu kombinieren.

Für den Studiengang Umwelttechnik entschied er sich weil Umwelt und Technik für ihn die beiden wichtigsten Aspekte der Zukunft darstellen. "Technische Lösungen für (Problem-) Bereiche der Umwelt zu behandeln, finde ich sehr spannend und motivierend", so Gregor. Die Wahl an der Hochschule RheinMain zu studieren, fiel dem Wiesbadener leicht: "Für die Hochschule RheinMain habe ich mich entschieden, weil sie einen guten Ruf genießt und als Partnerin des Spitzensports für mich ideale Voraussetzungen bietet."

"Im Studium Ziele verwirklichen"

Vor allem Disziplin bestimmt Gregors Alltag: "Das ist oft eine minutiöse Angelegenheit. Frühes Aufstehen und ein gutes Zeitmanagement sind das A und O. Meine Tage sind immer ein bis zwei Wochen im Voraus durchstrukturiert. Am Tag ist genau festgelegt: Wann sitze ich in der Vorlesung, wann trainiere ich, wann lerne ich und wann habe Zeitfenster für restliche Tätigkeiten. Anhand dieser Planung kann man den Tag sehr gut durcharbeiten."

Obwohl er seinen Alltag streng strukturiert, um für Sport und Studium genügend Zeit zu haben, steht für Gregor das Studium momentan an erster Stelle: "Nachdem ich mich die letzte Zeit mehr auf die sportliche Leistung konzentriert habe, bekommt nun das Studium deutlich mehr Aufmerksamkeit. Das heißt auch, dass ich nun im Studium meine Ziele verwirklichen möchte. Zurzeit sind die sportlichen Ziele hinten angestellt. Mit internationalen Erfolgen plane ich nicht mehr, dafür wäre der Trainingsrückstand jetzt zu groß. Ich hoffe jedoch mich weiterhin gut auf nationaler Ebene zu präsentieren."

Für zukünftige Spitzensportler, die gleichzeitig studieren möchten, hat Gregor folgenden Rat:

"Neben dem schon erwähnten Zeitmanagement ist Kommunikation sehr wichtig. Je besser Trainer und Ansprechpartner an der Hochschule über Ziele und Belastungen Bescheid wissen, umso besser können sie auf die individuellen Bedürfnisse eingehen. Sehr wichtig ist auch, dass man sich Gedanken über die mittel- und langfristige Zukunft macht. Denn es gilt zu Bedenken, dass es oft unmöglich ist jeweils 100 Prozent in Sport und Studium zu stecken. Bei jedem ist die Energie endlich. Daher macht es Sinn sich zu überlegen, wann man wo mehr oder weniger investiert, um seine Ziele zu erreichen. Dies sollte auch unbedingt mit den Ansprechpartnern an der Hochschule und im Sport abgesprochen sein."

Bisherige Erfolge:

2016 – 3. Platz bei der Team Weltmeisterschaft

2015 – Deutscher Meister

2014 – 11. Platz und bester Deutscher in der Weltmeisterschaftsserie mit einem 3. Platz in einem Einzelrennen

2011 – Team Europameister