CHRISTOPHER SCHÜPFERLING

TRAMPOLINTURNER CHRISTOPHER SCHÜPFERLING STARTET SEIN ELEKTROTECHNIKSTUDIUM IN RÜSSELSHEIM

Die Serie „Spitzensportler“ stellt Studierende unserer Hochschule vor, die neben dem Studium viel Zeit in den Sport investieren und dort national wie international Erfolge feiern. Als Partnerhochschule des Spitzensports (in Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Hessen und dem allgemeinen deutschen Hochschulsportverband) unterstützt die Hochschule RheinMain diese Studierenden mit einer möglichst flexiblen Studienplanung, nimmt Rücksicht auf Fehlzeiten aufgrund von Wettkämpfen und Meisterschaften und stellt den Sportlerinnen und Sportlern mit Klaus Lindemann und Meike Kaltenbach vom Hochschulsport kompetente Ansprechpartner für alle Fragen der Vereinbarkeit von Studium und Sport zur Seite. Außerdem fungiert in jedem Fachbereich eine Professorin oder ein Professor als Tutor für die Leistungssportler.

Zum Sommersemester 2015 wird die Hochschule RheinMain einen weiteren Spitzensportler in den Reihen ihrer Studierenden begrüßen dürfen: Trampolinturner Christopher Schüpferling beginnt sein Elektrotechnikstudium in Rüsselsheim, und die Herausforderung, Sport und akademische Ausbildung unter einen Hut zu bringen, wird für ihn gleich auf höchstem Niveau starten. „In den nächsten Monaten nehme ich an mehreren nationalen Wettkämpfen teil, mit denen ich mich für die Weltmeisterschaften Ende November qualifizieren kann. Und die Weltmeisterschaften an sich sind dann wiederum entscheidend für die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro“, berichtet der 25-Jährige und erwähnt noch so ganz nebenbei, dass er zwischendurch mal eben an ein, zwei internationalen Wettkämpfen und World Cups teilnehmen wird.


Weiß Christopher, auf welche Doppelbelastung er sich da eingelassen hat? „Absolut! Zum einen habe ich immer den Laufbahnberater vom Olympiastützpunkt im Rücken, mit dem gemeinsam ich auch die Entscheidung getroffen habe, an die Hochschule RheinMain zu gehen. Zum anderen habe ich bereits eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei Opel in Rüsselsheim absolviert, weiß also, was es bedeutet, sozusagen zweigleisig zu fahren“, versichert er. Der Trampolinspringer ist zuversichtlich, dass sich Sport und Studium vereinen lassen. Mehr noch, er hält das Studium für eine gelungene Ergänzung seines sportlichen Trainings: „Für das Trampolinturnen braucht man sehr viel Konzentration. Im Studium kann ich den Kopf vom Sport frei kriegen, ohne mich stumpf von Fernseher oder Computer berieseln zu lassen. Im Gegenteil – ich werde meine Konzentrationsfähigkeit durch das Lernen eher noch verbessern und davon auch im Sport profitieren.“


Erste Gespräche mit seinem Studiengangsleiter haben ihm ein Bild von Verständnis und Unterstützung für seinen Sport vermittelt. Für die Zukunft erhofft er sich, hin und wieder eine Hausarbeit schreiben zu dürfen, statt eine Klausur oder mündliche Prüfung absolvieren zu müssen. „Und ansonsten liegt es an meinem Willen, ob es klappt“, ist der angehende Student überzeugt. „Ich möchte es schaffen, und deshalb werde ich es schaffen.“


Eine Einstellung, mit der Christopher es schon weit gebracht hat, nachdem er eher zufällig beim Trampolinturnen gelandet ist: „1997 war ich mit meinem Cousin bei dessen Judo-Training beim TV Erlangen. Nebenan trainierten in der Halle Trampolinturner, und ich war sofort Feuer und Flamme.“ Feuer, das den 25-Jährigen zum mehrfachen Deutschen Meister der Junioren im Einzel, mit der Mannschaft und im Synchronspringen geleitet hat. Mittlerweile ist der gelernte Werkzeugmechaniker bei den Frankfurt Flyers und in der Liga der Erwachsenen angekommen. Und auch wenn er sagt, hier sei es schwer, Fuß zu fassen, wurde er 2013 bei den Weltmeisterschaften doch bester Deutscher. Die Weichen für Rio de Janeiro sind also gestellt.