Dr. Falko Müller

Dr. Falko Müller

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Postfach 3251
65022 Wiesbaden

Besuchsadresse:

Kurt-Schumacher-Ring 18
65197 Wiesbaden

Sprechzeiten:

n.V.

Vertretungsprofessur für Theorien und Geschichte Sozialer Arbeit

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Professionalität Sozialer Arbeit und wohlfahrtsstaatlicher Dienstleistungen
  • (Professions-)Geschichte der Sozialen Arbeit
  • End of Life-Care & Sterbebegleitung
  • Soziale Ausschließung und Produktion des Sozialen from below
  • Theorien sozialer Praktiken
  • Ethnografische Institutionenforschung
Dissertation

"Zur Produktion von Lebensqualität. Eine Ethnografie des institutionellen Arrangements der aufsuchenden professionellen Betreuung Sterbender" (Abgeschlossen Mai 2017)

Veröffentlicht unter dem Titel: "Lebensqualität als Konflikt. Eine Ethnografie häuslicher Sterbebetreuung"

Werdegang

  • Promotion im November 2017 am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt a.M.
  • 2006 Abschluss als Diplom-Pädagoge
  • 1996-2006 Studium der Erziehungswissenschaften, Soziologie, Psychoanalyse, Sprach- und Literaturwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Wissenschaftliche Tätigkeiten
  • seit 10/2020 Vertretungsprofessur für Theorien und Geschichte Sozialer Arbeit am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule RheinMain (Wiesbaden)
  • seit 06/2016 Wiss. Mitarbeiter im Bereich Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik der Universität Siegen (zzt. beurlaubt)
  • 07/2012-03/2016 Wiss. Mitarbeiter im BMBF-SILQUA-FH Forschungsprojekt "Transdisziplinäre Professionalität im Bereich spezialisierter ambulanter Palliativversorgung" an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden
  • 04/2006-05/2007 Wiss. Hilfskraft am Fachbereich Erziehungswissenschaften, Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung der Goethe-Universität Frankfurt a.M.
  • 2004-2006 studentische Hilfskraft am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt a.M. und am Fachbereich Sozialwesen der Universität Kassel
Soziale Arbeit
  • 2011-2012 Sozialberatung für Wohnungslose in Dreieich
  • 2007-2011 Sozialpädagoge im ambulant-betreuten Einzelwohnen für Menschen „mit Abhängigkeitserkrankungen“, in der Eingliederungshilfe für Menschen "mit Behinderung" sowie in den ambulanten "Hilfen zur Erziehung" bei einem Trägerverein in Frankfurt a.M.
    • ab 2009 in koordinierender und leitender Funktion für den Bereich ambulante Suchthilfe
  • 2001-2005 studentischer Mitarbeiter in einer Wohngruppe für Jugendliche "mit Behinderungen" in Frankfurt sowie in einem Kontaktcafé für Drogengebraucher_innen im Frankfurter Bahnhofsviertel

Publikationen

Monografien und Herausgeberschaften
  • 2021 gemeinsam mit Chantal Munsch (Hrsg.): Jenseits der Intention - Ethnografische Einblicke in Praktiken der Partizipation. Weinheim: Beltz Juventa. [Link zum Verlag]
  • 2019 Lebensqualität als Konflikt. Eine Ethnografie häuslicher Sterbebetreuung. Frankfurt a.M./New York: Campus
Buch- und Zeitschriftenbeiträge
  • 2021 "Sich beschweren". Abhängigkeit und Partizipation in der häuslichen Sterbebetreuung. In: F. Müller; C. Munsch (Hrsg.): Jenseits der Intention - Ethnografische Einblicke in Praktiken der Partizipation. Weinheim: Beltz Juventa, S.121-133.
  • 2021 gemeinsam mit Chantal Munsch: Partizipation in ihren Zusammenhängen entdecken. Fragerichtungen für ethnografische Beobachtungen. In: F. Müller; C. Munsch (Hrsg.): Jenseits der Intention - Ethnografische Einblicke in Praktiken der Partizipation. Weinheim: Beltz Juventa, S. 37-50.
  • 2021 gemeinsam mit Chantal Munsch: Jenseits der Intention. Ambivalenzen, Störungen und Ungleichheit mit Partizipation zusammendenken. In: F. Müller; C. Munsch (Hrsg.): Jenseits der Intention - Ethnografische Einblicke in Praktiken der Partizipation. Weinheim: Beltz Juventa, S. 10-36.
  • 2020 Kritikhorizonte der Institutionalisierung und Deinstitutionalisierung des Sterbens. In: Widersprüche Jg. 40 Nr. 3, Heft 157, S. 27-44.
  • 2020 "No Such Thing As Context"? Ethnografische Spurenlese der Situiertheit von Hausbesuchen der professionellen Sterbebetreuung. In: R. Hitzler et al. (Hrsg.) Ethnografie der Situation. Tagungsband zu den 7. Fuldaer Feldarbeitstagen.
  • 2020 (i.E.) Zwischen Subjektorientierung und Verdinglichung. Ambivalenzen der Institutionalisierung "neuer Fachlichkeit" in wohlfahrtsstaatlichen Dienstleistungen. In: B. Bütow et al. (Hrsg.): (Des-)Organisation und (Ent-)Institutionalisierung in der Sozialen Arbeit. Schriftenreihe der ÖFEB-Sektion Sozialpädagogik.
  • 2020 Hausbesuche zwischen Alltag und Institution. Subjektorientierung in der ambulant-aufsuchenden Betreuung Sterbender. In: A. v. Rießen; K. Jepkens (Hrsg.): Nutzen, Nicht-Nutzen und Nutzung Sozialer Arbeit. Wiesbaden: Springer VS. 
  • 2019 Die Regeln der Regelanwendung. Inferenz in kollegialen Besprechungen und das Problem der (Un)Zuständigkeit. In: P. Cloos, M. Fabel-Lamla; B. Lochner & K. Kunze (Hrsg.): Pädagogische Teamgespräche. Methodische und theoretische Perspektiven eines neuen Forschungsfeldes. Weinheim: Beltz Juventa, S. 206-224.
  • 2017 Professionelle Kooperation am "Fall". Besprechungskulturen in aufsuchend arbeitenden Palliative Care Teams. In: Sozial Extra 41 (6), S. 12-15.
  • 2017 Die „häusliche Umgebung“ als Wohnraum und Setting. Konflikte um Raumsouveränität in der ambulant-aufsuchenden Palliativversorgung. In: Meuth, M. (Hrsg.): Wohn-Räume und pädagogische Orte. Erziehungswissenschaftliche Zugänge zum Wohnen. Wiesbaden: Springer VS., S. 289-311.
  • 2016 gemeinsam mit Michael May: Beratung von Menschen mit einer lebensbedrohlichen Erkrankung. In: Gieseke, W.; Nittel, D. (Hrsg.): Handbuch Pädagogische Beratung über die Lebensspanne. Weinheim: Beltz Juventa, S. 696-704.
  • 2015 (peer reviewed) Professionelles Handeln als organisierte und situierte Tätigkeit. Eine praxisanalytische Methodologie zur Untersuchung von Arbeitsbündnissen. In: Neue Praxis. Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Sozialpolitik. Jg. 45, H. 5, S. 469-487.
  • 2015 ‚Temporäre Kopplung‘ und informierte Zustimmung. Über einige forschungsethische und -praktische Herausforderungen ethnografischen Forschens im Feld aufsuchender Palliativarbeit. In: Schneider, A.; Köttig, M.; Molnar, D. (Hrsg.): Forschung in der Sozialen Arbeit. Grundlagen – Konzepte – Perspektiven. Theorie, Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit Band 11. Opladen u.a.: Budrich, S. 75-87.
  • 2015 (peer reviewed) gemeinsam mit Kathrin Witek: Affektive Sensibilität. Über Forschungsbeziehungen und das Interpretieren als soziale Praxis. In: Soziale Passagen. Journal für Empirie und Theorie Sozialer Arbeit, Jg. 7 H. 1, S. 67-83.
  • 2015 gemeinsam mit Christian Schütte-Bäumner: Psychosoziales Können in der ambulanten Sterbebegleitung. Professionelle und lebensweltliche Orientierungen in der aufsuchenden Palliativversorgung. In: Klinische Sozialarbeit, Jg. 11, H. 1, S. 6-7.
  • 2014 gemeinsam mit Christian Schütte-Bäumner und Michael May: Grenzen der Habitussensibilität oder wer bestimmt eigentlich, was Habitus-sensibel ist. Anmerkungen zur Habituskonstruktion im Kontext der Patient[inn]en-orientierten Palliativversorgung. In: Sander, T. (Hrsg.): Habitussensibilität. Neue Anforderungen an professionelles Handeln, Wiesbaden: Springer VS, S. 147-174.
  • 2012 Von der Kritik der Hilfe zur hilfreichen Kontrolle. Der Mythos von Hilfe und Kontrolle zwischen Parteilichkeit und Legitimation. In: Anhorn, R.; Bettinger. F.; Horlacher, C.; Rathgeb, K. (Hrsg.): Kritik der Sozialen Arbeit – Kritische Soziale Arbeit, Wiesbaden: Springer VS, S.123-146.
Rezensionen
  • 2006 ‚Sozialkritische Nörgelei‘ in der flexiblen Arbeitsgesellschaft, Rezension von Galuske, M. (2006): Flexible Sozialpädagogik. Elemente einer Theorie Sozialer Arbeit in der modernen Arbeitsgesellschaft. In: Widersprüche Heft 102, Schwerpunktthema "Neue Soziale Fragen", S. 113-118.
  • 2020 Oppen, Julian v. (2018): Flucht, Migration und pädagogische Organisationen. Zur Bedeutung von kultureller Differenz in der Sozialen Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten (204 Seiten). Weinheim und Basel: Beltz Juventa. Buchbesprechung in: Österreichisches Jahrbuch der Sozialen Arbeit (ÖJS) 2020, S. 223-228.

Vorträge (Auswahl)

  • 2020 Das professionelle Selbst in Erzählungen des Scheiterns (27. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft vom15.-18.03.2020 in Köln) [Kongress abgesagt]
  • 2019 Vom Arbeitsbündnis zum institutionellen Arrangement. Zum Verhältnis von Profession(alität)sforschung und -theorie (Jahrestagung des Netzwerks Rekonstruktive Soziale Arbeit am 22. & 23.11.2019 in Hannover)
  • 2019 Abspaltung und Repräsentation. Zur Funktionalität von Care- und Versorgungsarrangements (Going Public? Erziehungswissenschaftliche Ethnografie und Ihre Öffentlichkeiten. Internationale Konferenz vom 31.10.-02.11.2019 in Halle)
  • 2019 Die Kategorie "Rahmen" als Analyse-Werkzeug (Hessisches Promotionszentrum Soziale Arbeit, Workshop zur "Bedeutung Goffmanscher Kategorien für die empirische Untersuchung des Erbringungskontextes und Erbringungsverhältnisses Sozialer Arbeit" am 06.09.2019 in Wiesbaden)
  • 2019 "No Such Thing As Context"? Ethnografische Spurenlese der Situiertheit von Hausbesuchen der professionellen Sterbebetreuung (7. Fuldaer Feldarbeitstage: Ethnografie der Situation am 06. & 07.07.2019 in Fulda)
  • 2019 Alternative Professionalität oder neue Fachlichkeit. Soziale Arbeit im Wohlfahrtsstaat zwischen Subjektorientierung und Verdinglichung (Gastvortrag an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen am 29.05.2019)
  • 2018 Zwischen Subjektorientierung und Verdinglichung. Ambivalenzen der Institutionalisierung "neuer Fachlichkeit" in wohlfahrtsstaatlichen Dienstleistungen (Jahrestagung der ÖFEB-Sektion Sozialpädagogik am 20. & 21.09.2018 in Salzburg)
  • 2018 Besprechungskulturen in ambulanten Palliativteams (12. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 05.-08.09. 2018 in Bremen)
  • 2016 Kollegiale Besprechungen als Grenzrealisierung. Zur Konstitution des professionellen Gegenstandes am Beispiel der multi-professionellen Palliativarbeit (2. Hildesheimer CeLeB-Tagung zur Bildungsforschung am 15. & 16.09. 2016)
  • 2016 Sterbenlernen als Bildungsraum. Zur Moral des würdigen Sterbens in der häuslichen Palliativversorgung (25. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft vom 13.-16.03. 2016 in Kassel)
  • 2015 Das Potenzial Sozialer Arbeit für die aufsuchende Palliativversorgung (Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit am 24. & 25.04.2015 in Würzburg)
  • 2014 Ethnografisch Forschen in ambulanten Settings aufsuchender Arbeit (Jahrestagung der Sektion Forschung der DGSA am 27. & 28.06.2014 in Marburg)
  • 2013 Das Modell des Arbeitsbündnisses in der empirischen Erforschung komplexer Handlungssituationen (Jahrestagung der Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung der Sektion "Allgemeine Erziehungswissenschaft" der DGfE vom 26.-18.09. 2013 in Essen)