AKTUELLE MELDUNGEN AUS DER HOCHSCHULE RHEINMAIN

Cessna der Hochschule RheinMain fliegt zu neuem Kooperationspartner

© Prof. Dr. Matthias Harter| Hochschule RheinMain

Bereits bei der Übergabe am Flugplatz Egelsbach konnte Student Florian Luckas (hier mit Prof. Dr. Matthias Harter und Prof. Dr. Harald Hanke (re.)) als Flugschüler Hand an das Steuer der Hochschulmaschine legen. Er flog die Maschine zusammen mit dem Fluglehrer Dr. Ulrich Bellmann (ACL) an ihren neuen Standort in Worms.

Foto: Bereits bei der Übergabe am Flugplatz Egelsbach konnte Student Florian Luckas (hier mit Prof. Dr. Matthias Harter und Prof. Dr. Harald Hanke (re.)) als Flugschüler Hand an das Steuer der Hochschulmaschine legen. Er flog die Maschine zusammen mit dem Fluglehrer Dr. Ulrich Bellmann (ACL) an ihren neuen Standort in Worms. © Prof. Dr. Matthias Harter| Hochschule RheinMain

Die Hochschule RheinMain hat ihr Flugzeug vom Typ Cessna 172 an den neuen Kooperationspartner Aero-Club Ludwigshafen (ACL) in Worms übergeben. Mit dem ACL in Worms wurde ein langfristiger Kooperationspartner gefunden, der als Halter der Maschine fungiert und den Betrieb der Maschine als Ausbildungsflugzeug für Studierende der Hochschule RheinMain und Vereinsmitglieder verantwortet. Der ACL kümmert sich insbesondere um die Aufrechterhaltung der Flugtüchtigkeit sowie die Unterbringung der Cessna. 

Studierende erhalten fliegerische Ausbildung

Studierende der Elektro- und Luftfahrttechnik werden im Rahmen ihres Studiums am Fachbereich Ingenieurwissenschaften in Rüsselsheim selbst am Steuer des Hochschulflugzeugs Platz nehmen und dabei von erfahrenen Pilotinnen und Piloten sowie Fluglehrerinnen und -lehrern des ACL betreut. Die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure werden in semesterweise stattfindenden Fliegerlagern an verschiedenen Flugplätzen in Deutschland die Flugaufsicht beim Sprechfunk unterstützen, die Hochschulmaschine fliegen und Messungen während der Flüge durchführen. Parallel zum Studium kann eine Ausbildung zum Erwerb eines Pilotenscheins (PPL oder LAPL) durchgeführt werden, entsprechende Lehrinhalte werden von der Hochschule anerkannt. 

Luftfahrttechnik hautnah erleben

"In den Fliegerlagern sollen die Studierenden eine aeronautische Messaufgabe – zum Beispiel Beschleunigungs- und Positionsmessung während einer Steilkurve – lösen, indem sie die geeigneten Sensoren auswählen, die Messvorrichtung bauen und während des Fluges die erforderlichen Messdaten aufzeichnen", erklärt Prof. Dr. Matthias Harter, Leiter des Studiengangs Elektro- und Luftfahrttechnik. Nach der Landung erfolgt die Auswertung und Präsentation der Daten. Das Praktikum im Flugzeug der Hochschule bietet den Studierenden somit hautnahe luftfahrttechnische Erfahrungen nicht nur in der Laborumgebung, sondern in der fliegerischen Praxis. "Hierbei ist Teamwork gefragt, aber auch der Spaß soll bei der Ausbildung nicht zu kurz kommen", so Prof. Dr. Matthias Harter weiter. Er freue sich sehr über den erfolgreichen Abschluss des Kooperationsvertrages, dem ein intensiver Auswahl- und Ausschreibungsprozesses vorangegangen sei. Auch Prof. Dr. Harald Hanke, der Flugzeugführung und Avionik an der HSRM unterrichtet und selbst früher als Pilot und Flugingenieur bei der Deutschen Lufthansa AG tätig war, freut sich, dass es nun mit den "fliegenden Ingenieuren" losgehen kann: "Wir sind stolz, dass die Studierenden wieder in besonderer Weise von der Praxisnähe der Hochschule RheinMain profitieren können. Und, dass sich der persönliche Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule von der Anschaffung des Flugzeugs, über die Kooperationsvereinbarung bis zum dem Betrieb gelohnt hat", so Prof. Dr. Hanke. 

Dank modernster Bordelektronik live dabei sein 

Ein besonderes Highlight des Flugzeugs: Da es mit einem hochmodernen Navigationsinstrument ausgestattet ist, können Luftfahrtbegeisterte und Interessierte jederzeit vom heimischen Computer oder Smartphone aus die Flugroute sowie die Flugparameter (Höhe, Geschwindigkeit) der Cessna abrufen. Die Elektronik wertet hierzu während des Fluges fortwährend Satellitendaten aus und sendet diese an Bodenstationen in der Nähe. Internetdienste wie flightradar24 wiederum nutzen diese Daten, um sie auf einer Karte im Web anzuzeigen. Ist das Flugzeug gerade in der Luft unterwegs, sind die angezeigten Daten sogar live abrufbar. Damit trägt die Bordelektronik des Flugzeugs der Besonderheit des Studiengangs Rechnung, der die Fachgebiete Elektrotechnik und Luftfahrttechnik in sehr praxisnaher und zukunftsweisender Art verbindet – ein an deutschen Hochschulen bisher einmaliges Studienangebot.