Kataster der historischen Kelleranlagen der Aschaffenburger Oberstadt

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KATASTER DER HISTORISCHEN KELLERANLAGEN DER ASCHAFFENBURGER OBERSTADT

Kataster der historischen Kelleranlagen der Aschaffenburger Oberstadt

Auf einen Blick

Forschungsprojekt

Kataster der historischen Kelleranlagen der Aschaffenburger Oberstadt

Fachbereich

Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen

Institut / Labor

Labor für Bauforschung

Leitung

Prof. Dr.-Ing. Klaus Nohlen (emeritiert)

Beteiligte

Dipl.-Ing. (FH) Falko Ahrendt-Flemming

Projektpartner

Denkmalschutzbehörde der Stadt Aschaffenburg Dipl.-Ing. Caroline Förster Tel.: 06021-330491 Email: Caroline.Foerster@Aschaffenburg.de

Laufzeit

2005-2012

Finanzierende Institution / Auftraggeber

Stadt Aschaffenburg

Projektbeschreibung

Die historischen Kelleranlagen gehören zu den ältesten Bauwerken der Aschaffenburger Oberstadt. Trotz wiederholter Bebauung der Parzellen hat sich dort eine große Zahl mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Keller erhalten. Deren Erfassung in einem Kataster und die anschließende Datierung ermöglichte die Entwicklung der Aschaffenburger Oberstadt in einzelnen Bauphasen darzustellen. Von 2005 – 2012 waren wissenschaftliche Mitarbeiter und mehrere Gruppen Architekturstudenten an der Dokumentation der Kelleranlagen beteiligt.

Während oberirdische Bauwerke in der Regel relativ einfach über die einzelnen Bauteile einer Fassade, deren Gliederung und Schmuck zeitlich eingeordnet werden können, war die Datierung der Kelleranlagen die zentrale Frage des Projektes und Grundlage der stadtgeschichtlichen Auswertung.

Im Laufe der Auswertung konnten dazu Kriterien erarbeitet werden, die eine Einordnung der Keller in verschiedene Bauphasen ermöglichte. Der Bauphasenplan ließ nun Rückschlüsse auf die Entwicklung der Oberstadt zu. So konnte unter anderem nachgewiesen werden, dass die ehemalige Marktstraße Dalbergstraße ursprünglich mehrere Meter breiter war und die späteren Vorkeller die „versteinerten“ Marktstände vor den Häusern sind. Ebenso konnten einige Keller romanischer Wohntürme lokalisiert werden, die ehemals auf Großparzellen standen.