Anstelle einer Zusammenstellung der verschiedensten beruflichen Einsatzfelder, die unser Studienprogramm ermöglicht, lassen wir einige unserer Absolventinnen und Absolventen selbst zu Wort kommen.
Dipl.-Ing. Andreas Grob BSc (Applied Physics)
Schwarz GmbH & Co. KG, Bad Homburg
"Ein erfolgreicher Berufseinstieg wird nach meiner Erfahrung besonders durch folgende drei Faktoren begünstigt: Praxisnahe Kenntnisse, ein breites technisch-naturwissenschaftliches Grundlagen-wissen und Auslandserfahrung schon während des Studiums. Meine an der Fachhochschule in Rüsselsheim erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen decken sich mit diesem Anforderungsprofil. Von meinem zusätzlichen Abschluß als BSc in Applied Physics an der Universität Portsmouth (GB) profitiere ich nicht nur in beruflicher Hinsicht. Nach 3 1/2 jähriger Tätigkeit bei einem Unter-nehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, in dem ich mich mit der Anwendung der Laserspek-troskopie zur Metallschrottsortierung beschäftigte, leite ich heute einen kleinen Betrieb, der Kunststofflinsen für die optoelektronische Industrie fertigt."
Dipl.-Ing. Regina Lüttge BSc (Applied Physics)
Imperial College London
"Das Studium der Physikalischen Technik absolviert zu haben heißt für mich, einen hohen Grad an Flexibilität zeigen zu können. Auf mein Studium folgte ein Auslandssemester in England, danach fand ich den beruflichen Einstieg in die Mikrosystemtechnik als Ingenieurin in einem führenden Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Mikrotechnologie. In der Technologieentwicklung half mir die Vielseitigkeit des absolvierten Studien-programms. Dieses bot mir den kreativen Freiraum, eigene Schwerpunkte zunächst kennenzulernen und meine Interessen im Berufsleben auszubilden. Inzwischen habe ich mich zur Promotion entschlossen, die ich zur Zeit in der Gruppe Optical&Semiconductor Devices am Imperial College in London durchführe."
Dipl.-Ing. Joachim Weber
Schott Glas, Mainz
"In meinem derzeitigen Betätigungsfeld, der optischen Meßtechnik und Teilbereichen der technischen Mechanik, profitiere ich von den Lehr-inhalten, die mir während des Studiums der Physikalischen Technik vermittelt wurden. Insbesondere handelt es sich um die Grundlagen von Optik, Elektromagnetismus, Wärmelehre und Mechanik, sowie EDV, Elektronik und Mathematik. Ebenfalls zu erwähnen ist die Konstruktionslehre, deren Bedeutung oftmals unterschätzt wird. Besonders hervorzuheben sind die praxisnahen Lehrinhalte diverser Laborfächer, die, sicherlich nicht nur mir, den Berufseinstieg leicht gemacht haben."
Dipl.-Ing. Bernhard Menges
Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Mainz
"Die fundierte praxisbezogene Ausbildung im Studiengang Physikalische Technik dient mir heute als gute Grundlage für die schnelle Einarbeitung in interdisziplinäre Aufgabenstellungen. Als Entwicklungsingenieur in der Zentralen Forschung der Robert Bosch GmbH arbeitete ich an der Realisierung von integriert-optischen Bau-elementen für Nachrichtentechnik und Sensorik. Zur Zeit bin ich an einem Max-Planck-Institut mit der Entwicklung von optischen Messmethoden für die Nanotechnologie beschäftigt. Positiv am Studienort Rüsselsheim fand ich die Nähe zum Forschungs- und Industriestandort "Rhein-Main". Dadurch hatte ich Gelegenheit, bereits meine Diplomarbeit in Kooperation von Hochschul- und Industrieforschung durch-zuführen."
Dipl.-Ing. Ingo Smaglinski
Institut für Mikrotechnik, Mainz
"Wem Maschinenbau oder Elektrotechnik zu einseitig, Physik jedoch zu praxisfern ist, dem empfehle ich das Studium ¿Physikalische Technik¿ an der Fachhochschule in Rüsselsheim. Hier lernt man aus jedem Bereich etwas, und bekommt eine gute, breitgefächerte Grundlage. Besonders toll fand ich das sehr vielfältige Angebot an Laborfächern und die kleinen Gruppen, in denen eine intensive Betreuung möglich ist. Für mich ist das im Zeitalter des ständigen Weiterlernens und vernetzten, fächerübergreifenden Denkens eine super Grundlage für ein erfülltes, erfolgreiches Berufsleben. Es war das richtige Erfolgsrezept und hat gleichzeitig viel Spaß gemacht."
Dipl.-Ing. Matthias Koerwer
Robert Bosch Schließsysteme GmbH, Wuppertal
"Schlösser, Identifikationseinrichtungen, Zugangs- und Fahrberechtigungen von Kraftfahrzeugen bestehen nicht mehr aus einzelnen Komponenten mit klar definierten Grenzen und Schnittstellen. Sie wachsen vielmehr zu Systemen zusammen, bei denen Funktionsgruppen und Bauteilgrenzen aufgelöst und neu definiert werden. Die Arbeit im Team bei der Beschreibung solcher Systeme erfordert ein breites interdisziplinäres Wissen und die Bereitschaft, über neue, ungewöhnliche Lösungswege nachzudenken. Die Ausbildung zum ¿Dipl.-Ing. Physikalische Technik¿ an der FH Wiesbaden in Rüsselsheim hat mir genau dieses Wissen und diese Fähigkeiten vermittelt, so dass ich heute bei meiner Tätigkeit in der Vorentwicklung der Robert Bosch Schließ-systeme GmbH auf das im Studium Erlernte zurückgreifen kann."
Dipl.-Ing. Oliver Depner
NanoPhotonics AG, Mainz
"Das Studium der Physikalischen Technik liefert exzellente Voraussetzungen für die schnelle Einarbeitung in neue Gebiete und trägt zu einer hohen Einsatzflexibilität bei. Besonders hervorzuheben ist die solide und breit angelegte Grundlagenausbildung in Physik, Konstruktionstechnik sowie Mathematik. Im Hauptstudium sind es besonders die Fächer Regelungstechnik, Simulation physikalischer Bauelemente und Elektronik mit den entsprechenden Labors, die mir in meiner beruflichen Praxis durch die Bereitstellung anwendungsbereiten Wissens sehr geholfen haben. Meine Diplomarbeit habe ich am Institut für Mikrotechnik Mainz zum Thema: "Entwicklung einer automatischen Justierung für ein Miniaturellipsometer" durchgeführt. Im Ergebnis wurde ein Demonstrator des Autojustagesystems simuliert und praktisch umgesetzt. Für die Arbeit wurde mir der Adam-Opel-Preis 1997 zuerkannt. Nach Abschluß der Diplomarbeit wurde ich bei der Firma NanoPhotonics AG als Entwicklungs-ingenieur eingestellt. Ich konnte unmittelbar an die Diplomarbeit anknüpfen und den Demonstrator zu einem integralen Bestandteil des Geräts weiterentwickeln. Für diese technische Lösung wurde ein Patent erteilt. Das Produkt ist inzwischen am Markt. Ich bin derzeit für die ¿Systementwicklung Hardware¿ zuständig. Meine Aufgaben sind sehr vielfältig: Sie umfassen die Entwicklung optischer und elektronischer Module, die hardwarenahe Programmierung, Simulationsrechnungen und konstruktive Arbeiten."
Dipl.-Ing. Ulrike Höfer
BOC Edwards, Burgess Hill, England
"Das Studium der Physikalischen Technik bot für mich genau die ideale Kombination zwischen Theorie und Praxis: Vermittlung von fundiertem fachlichem Grundwissen und dessen praktische Anwendung in Forschung und Industrie. Das vielfältige Fächerangebot bildet die Grundlage für meine heutige Flexibilität und erlaubt mir, in meinem jetzigen Beruf auf ein gutes Grundlagenwissen zurückzugreifen, was vor allem die Bereiche Werkstoffkunde, Bauelemente und Gerätekonstruktion, Elektronik, Regelungstechnik, Mechanik und Vakuumtechnik betrifft. Diese Vielfalt macht das Studium gerade im internationalen Wettbewerb einmalig und läßt mich meinen englischen Kollegen in nichts nachstehen. Seit vier Jahren bin ich in England als "Development Engineer" in der Entwicklung und Verbesserung von Turbomolekularpumpen tätig. Zu meinen Aufgaben gehört u.a. das Spezifizieren und Durchführen von Tests zur Sicherheit, Leistung, Qualität und Lebensdauer neuer Produkte, was immer wieder neue Problemstellungen aufwirft und neue Testmethoden verlangt. Dabei kommt mir das praxisorientierte Studium der Physikalischen Technik sehr zu Hilfe."
Dr.-Ing. habil. J. Schieferdecker
EG&G HEIMANN Optoelectronics, Wiesbaden
"Unser Unternehmen ist vor allem im Bereich der Optoelektronik und Sensorik weltweit tätig. In den zurückliegenden Jahren arbeiteten in unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung des öfteren Studierende der Physikalischen Technik als Diplomanden. Sie wurden einbezogen in unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeiten auf den Gebieten pyroelektrische Detektoren, Fotowiderstände und Mikrosystemtechnik (mikromechanische Silizium-Sensoren). Interessant ist die Zusammenarbeit mit den Diplomanden auch deshalb, weil wir in ihnen potentielle spätere Mitarbeiter sehen, die wir während ihrer Diplomphase gut kennenlernen können. Nicht wenige von ihnen sind inzwischen Mitarbeiter unseres Unternehmens. Durch die praxisnahe Ausbildung gelingt es den FH-Absolventen schnell, sich in anwendungsorientierte Aufgaben-stellungen einzuarbeiten und praktisch verwertbare Lösungen zu finden."
Dr. sc. nat. M. Abraham
Vorstand, NanoPhotonics AG, Mainz
"Unser sehr junges Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt miniaturisierte optische Meßgeräte für die Qualitätskontrolle von dünnen Schichten in der Halbleiterfertigung. Anwendungs-bereites Wissen auf den Gebieten der Elektronik, Optik, Physik, Regelungs-technik, Informatik und Konstruktion ist die Voraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung dieser hochkomplexen physikalischen Meßsysteme. Die bei uns beschäftigten Diplom-Ingenieure der Physikalischen Technik bringen ein breites Grundwissen sowie die Bereitschaft mit, sich in unterschiedlichste Zusammenhänge rasch einzuarbeiten. Der Einstieg in unser Unternehmen erfolgte über Diplomarbeiten. So hatten beide Seiten Gelegenheit, sich gut kennenzulernen. Für ein Unternehmen in der Aufbauphase ist die Flexibilität, Teamfähigkeit und der erfolgsorientierte Arbeitsstil der Absolventen der Physikalischen Technik ein unschätzbarer Vorteil."
Hochschule RheinMain
Fachbereich
Ingenieurwissenschaften
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