Von: Birte Müller-Heidelberg
Im August und September Praxiserfahrung sammeln
Die Initiative Campus of Excellence (COE) vergibt im Rahmen der Praxis Academy Unternehmensstipendien für 2012. Das Bewerberportal auf der Webseite www.campus-of-excellence.com ist für Studierende aller Fachrichtungen vom 1. Februar bis zum 11. April 2012 geöffnet.
In der Praxis Academy bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im August und September in namhaften Partnerunternehmen mehrwöchige, anspruchsvolle Projekte und lernen so die betriebliche Praxis kennen. Studierende und Unternehmen werden dabei von ausgewählten Experten fachwissenschaftlich begleitet. In einer Einführungswoche wird in Workshops (Projektmanagement, Problemanalyse, Businessetikette, interkulturelle Kompetenz u.v.a.) gezielt auf den Einsatz im Unternehmen vorbereitet. Exkursionen verknüpfen Theorie und Praxis, und es besteht die Möglichkeit, sich mit Führungskräften intensiv auszutauschen.
Für die Partner-Projekte werden motivierte und leistungsstarke Studierende gesucht. Insgesamt werden 2012 im Rahmen der Praxis Academy rund 25 Unternehmensstipendien vergeben. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für die Unternehmensstipendien in der Praxis Academy gibt es eine einheitliche Vergütung von 1500.- €.
Bewerbungsphase: 1. Februar 2012 - 11. April 2012
Einführungstage: 7. August 2012 - 10. August 2012
Praxisphase: 13. August 2012 - 30. September 2012
Projektpräsentationen und Abschluss-Symposium: 12. Oktober 2012
Von: Jan Wüntscher
Begabte hessische Schüler experimentieren im Rüsselsheimer Wasserstofflabor
Als erste Fachhochschule überhaupt war die Hochschule RheinMain in Rüsselsheim Ende Januar Gastgeber des "Erfinderlabors" für hochbegabte Oberstufenschülerinnen und -schüler, das zum zehnten Mal vom Zentrum für Chemie (ZFC) in Kooperation mit der hessischen Landesregierung ausgerichtet wurde. Prof. Dr. Birgit Scheppat vom Studienbereich Physik am Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule RheinMain führte die 16 jungen Forscherinnen und Forscher drei Tage lang in die zukunftsweisende Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie ein. Die Schülerinnen und Schüler waren nach strengen Leistungskriterien aus insgesamt 140 qualifizierten Kandidaten von 57 hessischen Schulen – von Melsungen bis Bensheim - ausgewählt worden.
Unterstützt von namhaften Kooperationspartnern greift das Erfinderlabor Themengebiete auf, die im Schulunterricht nicht oder nur partiell behandelt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen dabei nicht nur Hochschulen, sondern auch weltweit agierende Firmen kennen. An der Hochschule RheinMain sei die Zusammenarbeit zwischen Fachbereich und Unternehmen besonders eng gewesen, lobte Organisator Dr. Thomas Schneidermeier vom ZFC.
Mit der Hanauer Partnerfirma Umicore, bei der am Freitag, 27. Januar, auch die Abschlussveranstaltung mit Kultusministerin Dorothea Henzler stattfand, kooperiert die Physikalische Technik der Hochschule RheinMain bereits seit Jahren. „Wir sind generell sehr praxisorientiert und betreiben viel angewandte Grundlagenforschung“, erklärte Prof. Dr. Scheppat, die auch stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen (H2BZ) ist. Die guten Kontakte zur Industrie kamen den Schülern auch beim Besuch des Zentrums für alternative Antriebe der Adam Opel AG in Mainz-Kastel zugute, wo sie in einem HydroGen4-Brennstoffzellenfahrzeug mitfahren durften.
Im Mittelpunkt stand für sie jedoch die Teamarbeit im Labor, wo sie sich mit unterschiedlichen Fragestellungen auseinandersetzen mussten – eine ideale Möglichkeit, um wissenschaftliches Arbeiten kennenzulernen. Konkrete Vorgaben hatten sie dabei nicht, es galt vielmehr, eigene Ansätze zur Problemlösung zu entwickeln und am Abschlusstag vor knapp 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Schule und Hochschule zu präsentieren. „Die sind unheimlich heiß darauf, selbst etwas zu tun und ihre Ideen zu Ende denken zu können“, beobachtete Prof. Dr. Scheppat. „Um 17 Uhr müssen wir sie hier regelrecht rauskehren.“
„Wir können hier alle Einrichtungen nutzen, wie die richtigen Forscher“, freute sich eine der Teilnehmerinnen. „Naturwissenschaften machen mir schon in der Schule Spaß. Aber das hier ist noch mal etwas ganz anderes“, ergänzte ein anderer Schüler. Angesichts dieser Begeisterung erscheint eine Rückkehr des Erfinderlabors an die Hochschule RheinMain in den kommenden Jahren durchaus denkbar. Seit 2005 bemüht sich das Bensheimer ZFC auf diese Weise, das Interesse für das Schulfach Chemie zu wecken, naturwissenschaftlich begabte Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern und die Lehrkräfte bei der Gestaltung eines anschaulichen und berufsorientierten Unterrichts zu unterstützen. Weitere Veranstaltungen zu Nano- und Biotechnologie fanden in den zurückliegenden Monaten bereits in Marburg und Darmstadt statt.

Von: Jan Wüntscher
Arbeitskreis Hochschule-Wirtschaft der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände mit Arbeitsgruppentagung an Hochschule RheinMain in Rüsselsheim
Für die Tagung einer Arbeitsgruppe ihres Arbeitskreises Hochschule-Wirtschaft zum Thema „Berufsfelderkundung“ hatte die Vereinigung hessischer Unternehmerverbände (VhU) am Donnerstag vergangener Woche ganz gezielt die Hochschule RheinMain in Rüsselsheim ausgewählt. Der hiesige Fachbereich Ingenieurwissenschaften zählt nicht nur mit seinen dualen und berufsintegrierten Studiengängen zu den Vorreitern in Sachen praxisorientierte Ingenieurausbildung. Seit dem laufenden Wintersemester gibt es darüber hinaus ein neues Wahlpflichtangebot für die Maschinenbau-Studierenden, das im Rahmen eines Seminars fachbezogene Betriebsexkursionen ermöglicht.
Ziel sei es, in der betrieblichen Praxis Einblicke in die Tätigkeiten von Ingenieuren zu bekommen, berichtete Dekanin Prof. Dr.-Ing. Moniko Greif den Mitgliedern des Arbeitskreises. Pro Semester finden vier solcher Exkursionen mit mindestens 12 bis 15 Teilnehmern statt. Nach der Pilotveranstaltung bei Schenck Process in Darmstadt wurden die Firmen EnviroChemie, EDAG, und Hörmann besucht, wo Jungingenieure ihren angehenden Kollegen Rede und Antwort standen Für die Seminarteilnahme und die anschließenden Ausarbeitungen bekommen die Studierenden vom dritten bis siebten Semester so genannte Credit Points und damit die Anerkennung als Studienleistung.
Aktuelles Bestreben des Fachbereichs ist es laut Prof. Dr. Greif, einen festen Stamm an Unternehmen aufzubauen, die sich an diesem Angebot beteiligen. „Der Ingenieurberuf hat sich in den zurückliegenden Jahren stark gewandelt. Viele Tätigkeitsfelder sind neu und den Studenten weitgehend unbekannt. Da ist es wichtig, einmal aus Sicht eines Berufspraktikers etwas über seine Aufgaben und seinen Arbeitsplatz zu erfahren“, so die Dekanin. Gleichzeitig sei auch für die Firmen in Zeiten einer großen Nachfrage nach jungen, gut ausgebildeten Ingenieuren der frühzeitige Kontakt mit den kommenden Hochschulabsolventen von Vorteil.
Dementsprechend interessiert zeigten sich die Arbeitskreismitglieder an den Aktivitäten des Rüsselsheimer Fachbereichs. Vorgestellt wurden die in der Region einmaligen dualen Kooperativen Ingenieurstudiengänge (KIS) Systems Engineering, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen. Auf positive Resonanz stieß dabei, dass durch die eingebundene IHK-Facharbeiterprüfung die Studierenden besser in die betrieblichen Abläufe integriert werden können als bei herkömmlichen BA- oder anderen Blockmodellen. Gleiches galt für die berufsintegrierten Studiengänge (BIS) in Maschinenbau und Elektrotechnik, bei denen besonders begrüßt wurde, dass mit diesem, im weiten Umkreis ebenfalls einzigartigen, Angebot Technikern und Meistern ermöglicht wird, neben ihrer Berufstätigkeit einen Studienabschluss zu erwerben.
Die Chancen, dass über die Tagung neue Kooperationen für das Angebot zur Berufsfelderkundung zustande kommen, stehen nicht schlecht. Immerhin vertritt die VhU als Dachorganisation der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände in Hessen und Spitzenorganisation der freiwillig organisierten hessischen Wirtschaft 64 Mitgliedsverbände, denen 150.000 Unternehmen mit 1,5 Millionen Beschäftigten angeschlossen sind.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Seminarprogramm des Studienzentrums
Nutzen Sie die vorlesungsfreie Zeit im Februar und März, um ein wenig Abstand von den fachspezifischen Inhalten Ihres Studiums zu nehmen und stattdessen Ihre Soft Skills auszubilden. Das Studienzentrum der Hochschule RheinMain bietet gleich acht Seminare an, die Studierenden aller Fachrichtungen offenstehen - von Arbeiten im Team über Rhetorik bis hin zu Wissenschaftlichem Schreiben.
Anmeldeschluss für alle Seminare in der vorlesungfreien Zeit ist der 6. Februar 2012.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Maria Ward-Schülerinnen informieren sich über alternative Energiegewinnung
„Frauen in Ingenieurwissenschaften“ heißt ein Wahlfach, das Prof. Dr. Konstanze Anspach in diesem Wintersemester 2011/12 erstmals anbietet. Die Teilnehmerinnen des Seminars haben nun Schülerinnen der Mainzer Maria Ward-Schule zu sich eingeladen und sind das Anliegen des Faches direkt praktisch angegangen: die Frage zu klären, warum trotz zahlreicher Bemühungen noch immer so wenige Mädchen und junge Frauen sich für technische Fächer interessieren.
Vier Schülerinnen des Mainzer Mädchen-Gymnasiums hatten sich im Unterricht mit Zebrabatterien und Röhrenkollektoren beschäftigt. Sie stellten sich die Frage, ob sich mit diesen Komponenten ein Auto bauen ließe, das die zum Fahren benötigte Energie allein durch Sonneneinstrahlung erhielte. Mit dieser Frage wandten sie sich in einem Brief an Prof. Anspach, die am Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften im Studienbereich Maschinenbau lehrt. Die Professorin erzählte den Teilnehmerinnen ihres Wahlfachs von dem Brief, und zwei von Ihnen – Zahra Rafiq und Lieselotte Ilg – beschlossen, sich mit den Maria Ward-Schülerinnen in Verbindung zu setzen.
Am Donnerstag, 15. Dezember 2011, luden die Studentinnen die Schülerinnen Julia Tempel, Sarah Nietschke, Lea Neu und Marie Jost gemeinsam mit deren Lehrerin Alexandra Wiesemann auf den Rüsselsheimer Campus der Hochschule RheinMain ein. Nach einem gegenseitigen Kennenlernen bei Saft und Weihnachtsplätzchen besuchten sie das Wasserstofflabor von Prof. Dr. Birgit Scheppat. Ebenfalls anwesend war Marlene Schulz von der Zentralen Studienberatung.
Nach einer generellen Einführung in die Thematik und Führung durch das Labor wurde es praktisch: aus rotem Früchtetee, gewöhnlichem Deckweiß, einem Bleistift und speziellen Glasplättchen durfte jedes der Mädchen seine eigene Farbstoffzelle basteln. Und der Versuch zum Thema Sonnenenergie zeigte Erfolg: alle vier sogenannten Grätzelzellen mit ITO-Glas funktionierten einwandfrei.
Weiter ging es in die Werkstatt der Scuderia Mensa, des Racing Teams der Hochschule RheinMain. Hier zeigte Prof. Anspach den jungen Besucherinnen, dass es tatsächlich möglich ist, ein Auto zu bauen, das keine Abgase ausstößt. Nachdem Julia, Sarah, Lea und Marie an diesem Donnerstag gleich mehrere Möglichkeiten der Energiegewinnung kennengelernt hatten, stellten sie sich am Ende nur noch eine – die entscheidende – Frage: Warum kann man denn eigentlich nicht längst überall Solarautos kaufen?
Lieselotte Ilg, Mitorganisatorin des Schülerinnenbesuchs, beantwortet die Frage mit einem Blick in die Zukunft: „Ich glaube, wir brauchen noch eine ganze Menge Schülerinnen wie die der Maria Ward-Schule, die die Produktion umweltfreundlicher Autos mit ihren Ideen vorantreiben. Wir von ‚Frauen in Ingenieurwissenschaften’ sind jedenfalls immer gern bereit ihnen zu zeigen, dass die Hochschule RheinMain genau der richtige Ort für solche Ideen ist.“
Von: Birte Müller-Heidelberg
Hochschule RheinMain hat überdurchschnittlich viele Bundeskaderathleten
Durchschnittlich zehn Studierende der Hochschule RheinMain waren in den vergangenen Semestern Athleten eines Bundeskaders, wie Klaus Lindemann vom Hochschulsport berichtet. Damit belegt die Hochschule einen Spitzenplatz in Hessen. Eine ähnlich hohe prozentuale Anzahl studierender Spitzensportler hat nur die Goethe-Universität in Frankfurt. Hier sind 45 Bundeskaderathleten eingeschrieben - bei einer Gesamstudierendenzahl von 42.000 gegenüber 10.000 an der Hochschule RheinMain. An dritter Stelle folgt die Technische Universität Darmstadt mit elf Kaderathleten auf 25.000 Studierende.
Die Spitzensportler an der Hochschule RheinMain studieren häufig am Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften, aber auch der Fachbereich Sozialwesen, der Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen und der Fachbereich Wiesbaden Business School begleiten je zwei Sportlerinnen oder Sportler auf ihrem akademischen Weg.
Klaus Lindemann ist stolz darauf, dass so viele gute Sportler in Hessen sich für ein Studium an der Hochschule RheinMain entscheiden. "Das zeigt, dass unser Engagement als Partnerhochschule des Spitzensports sich auszahlt", freut er sich. Mit diesem bewussten Bekenntnis zum Sport erkennt die Hochschule an, dass es schwierig sein kann, Training und Wettkämpfe mit einer akademischen Ausbildung zu vereinbaren. "Genau das ist aber wichtig, enden Sportlerkarrieren doch lange vor dem Rentenalter", betont Lindemann. Aus diesem Grund ermöglicht die Hochschule RheinMain es Spitzensportlern, eine Klausur auch mal nachzuschreiben oder Fristverlängerungen zu bekommen.
Von: Dr. E.-M. Stiegler
Wissenschaft und Wirtschaft betreten gemeinsam Neuland in der Laseroptik
Prof. Dr. Friedemann Völklein, Hochschule RheinMain, hat zusammen mit zwei Unternehmen aus der Industrie den Hessischen Kooperationspreis 2011 erhalten. Den Preis überreichte der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch. Seit 2003 verleiht das TechnologieTransferNetzwerk Hessen (TTN-Hessen) alle zwei Jahre den Hessischen Kooperationspreis. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Erfolge der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft sowie von Unternehmen sichtbar zu machen. Neue Produkte, innovative Verfahren und moderne Dienstleistungen sind das Ergebnis dieser F&E-Kooperationen.
Im TechnologieTransferNetzwerk-Hessen sind die hessischen Hochschulen und führenden Wirtschaftsverbände zusammengeschlossen, um ihre Angebote zum Wissens- und Technologietransfer miteinander zu vernetzen. Mittelständische Unternehmen sollen so leichteren Zugang zum wissenschaftlichen und technologischen Potenzial sowie anwendungsorientierten Know-how der Wissenschaft erhalten.

Nach der feierlichen Preisverleihung für die erfolgreichen Kooperationspartner: Karin Ludwig, Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, Gerhard Droß, Geschäftsinhaber der GD Optical Competence GmbH, Prof. Dr. Friedemann Völklein, Hochschule RheinMain, Dr. Udo Umhofer und Dr. Erwin Jäger, die beiden Geschäftsführer der TOPAG Lasertechnik GmbH, und Staatsminister Dieter Posch.
(Foto: HA Hessen Agentur GmbH / TTN Hessen)
Prof. Dr. Völklein leitet das Institut für Mikrotechnologien (IMtech) am Campus Rüsselsheim der Hochschule RheinMain. In knapp dreijähriger Zusammenarbeit haben er sowie die Darmstädter Firma TOPAG Lasertechnik und die GD Optical Competence GmbH aus Sinn bei Herborn das Projekt DISMAT erfolgreich abgeschlossen. Für diese vorbildliche Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie wurde ihnen der mit 5000 Euro dotierte erste Platz zuerkannt.
Neuartige Materialbearbeitung mit Laserlicht
Das Projekt DISMAT setzte sich unter 28 Bewerbern durch. Der Projektname steht für „Diffraktive Strahlformungsoptiken für die Lasermaterialbearbeitung“. In diesem Rahmen ist ein neuartiges Strahlformungskonzept sowie eine kostengünstige Glasprägetechnik entwickelt worden. Genauer gesagt: Es wurden neuartige Beugungsoptiken entwickelt, mit denen sich Lichtstrahlen vorteilhaft ablenken, fokussieren, formen oder teilen lassen.
Prof. Dr. Völklein betont, dass das „IMtech alle Voraussetzungen bot, die bei diesem Projekt benötigt wurden, um Diffraktive Optiken durch Mikrostrukturierung im Reinraum zu produzieren. Die Prototypen, deren Design bei TOPAG entwickelt und die mit IMtech-Prägestempeln bei GD Optics geformt wurden, konnten inzwischen unter realen Bedingungen auf ihre Praxistauglichkeit getestet werden.“ Das erzielte Resultat der Kooperation sind neue Anwendungen und Absatzmärkte: „So beispielsweise in der Lasermaterialbearbeitung, der Solarzellenfertigung, der Medizintechnik sowie der LED-Produktion. Namhafte Hersteller für LED-Mikrostrukturen sowie Kunden aus den USA und Israel haben bereits ihr Interesse an dem neuen Konzept angemeldet“, erläutert Prof. Völklein. Für das Rüsselsheimer Hochschulinstitut ist die Kooperation vorteilhaft, weil „wir unser Know-how im Bereich der Mikrotechnologien erweitern und neue Forschungsfelder erschließen konnten“, so Prof. Völklein.
Mit der jetzt erfolgten Preisvergabe soll noch nicht Schluss sein in der Zusammenarbeit der drei Partner: „Ich freue mich darüber, dass unsere vertrauensvolle Zusammenarbeit zu einem Folgeprojekt von DISMAT führt. Das heißt wir werden wieder zu dritt in einem Boot sitzen und unsere unterschiedlichen Kompetenzen zusammenführen“, ergänzt Prof. Dr. Friedemann Völklein mit Blick auf die Zukunft.
rheinmainTV war beim ersten Hessischen Transferforum zu Gast und hat dazu eine Sondersendung von rheinmain Wirtschaft gemacht. Ab 10:24 min geht es um den Preisträger Prof. Dr. Friedemann Völklein. Zur Wiedergabe des Videos klicken Sie einfach auf das Logo von rheinmain tv.
Von: Dr. E.-M. Stiegler
Robert Nicolai Karpi, Student im Fachbereich Ingenieurwissenschaften, erhielt am 8. Dezember aus den Händen der hessischen Wissenschaftsministerin den mit 15 000 Euro dotierten „Tutorpreis“ im Rahmen der Verleihung des...
Über ein Drittel dieser Summe kann der Ausgezeichnete selbst verfügen. Die anderen zwei Drittel sind für „fachgebundene Aufgaben in der Lehre“ bestimmt, wie es in der Ausschreibung heißt. Dazu sagt der Preisträger: „Ich habe mich dafür entschieden, diese dem Bereich Produktentwicklung zu geben. Dadurch ist es möglich, beispielsweise das eine oder andere erarbeitete Projekt in Form eines Prototypen greifbar zu machen und den Studierenden eine noch praxisnähere Simulation bieten zu können.“

Den mit 15 000 Euro dotierten Tutorpreis des „Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre“erhielt Robert Nicolai Karpi von der Hochschule RheinMain im Rahmen eines Festakts im Schloss Biebrich. Mit ihm freut sich die Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. (Foto: Uwe Dettmar)
Robert Nicolai Karpi war Tutor bei Prof. Dr. Konstanze Anspach im Studienbereich Maschinenbau. Prof. Anspach war es dann auch, die im März dieses Jahres ihren Tutor für eine Preisverleihung vorgeschlagen hatte.
Ab Oktober 2008 war Robert Nicolai Karpi bei ihr als Vorlesungs-Assistent und studentischer Tutor im Fach „Moderne Methoden der Produktentwicklung (MMP)“ tätig. Sein Kern-Aufgabengebiet lag bei der inhaltlichen und organisatorischen Mitgestaltung der Veranstaltung, der Unterstützung bei der Einarbeitung neuer Tutorinnen und Tutoren sowie bei der Betreuung der Studierenden.
„Durch seine kontinuierliche Mitarbeit über mehrere Semester hinweg konnte mich Herr Karpi wesentlich bei der Neugestaltung der Veranstaltung beim Übergang des Studiengangs Maschinenbau von Diplom auf Bachelor unterstützen. Er hat dabei ausgezeichnete Ideen und Verbesserungsvorschläge eingebracht und trägt somit maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung bei. Die durchweg positiven Rückmeldungen der Studierenden bestätigen, dass unser gemeinsam entwickelter Ansatz, den Projekt-Anteil der Veranstaltung „MMP“ als praxisnahe Unternehmenssimulation zu gestalten, fachlich und didaktisch überzeugend ist“, so Prof. Dr. Konstanze Anspach.
Robert Nicolai Karpi, der zur Zeit in einem Unternehmen mit seiner Diplomarbeit beschäftigt ist, schätzt seine eigene Leistung folgendermaßen ein: „Das Fach Moderne Methoden der Produktentwicklung (MMP) ist eine sehr lebendige Veranstaltung. Sie benötigt vor allem durch das Planspiel, welches den Kern dieses Fachs bildet, einen enorm hohen Aufwand in der Vor- und Nachbereitung. Dieser Preis ist vor allem eine Anerkennung für diese Arbeit, die ich über mehrere Jahre in den Bereich Produktentwicklung investiert habe und belegt meine dabei erlernten Fähigkeiten.“
88 Bewerber hatten sich diesmal um den mit 375.000 Euro deutschlandweit höchstdotierten Landespreis für exzellente Leistungen in der Ausbildung, Beratung, Betreuung und Prüfung von Studierenden beworben. Das waren 54 Prozent mehr als 2010, wie in einer Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst zu lesen ist. Und weiter: „Um in Hessen einen zusätzlichen Anreiz für das Angebot an hervorragendem Hochschulunterricht zu schaffen, hatten das Ministerium für Wissenschaft und Kunst und die Gemeinnützige Hertie-Stiftung 2007 erstmals den Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre ausgelobt. Das Land stellt dafür 250.000 Euro zur Verfügung, die für dienstliche Zwecke vorgesehen sind, 125.000 Euro sind für die persönliche Verwendung gedacht und stehen dank der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung zur Verfügung. Durch die Preisvergabe wird so die individuelle Leistung der einzelnen Lehrenden honoriert: Es ist eine persönliche Auszeichnung für jede einzelne Preisträgerin und jeden Preisträger für die Arbeit vieler Jahre.“
Von: Birte Müller-Heidelberg
Pascal Ramali wechselt die Sportart
Die Gebrüder Ramali sind an der Hochschule RheinMain bereits bestens bekannt: im Speedskating brachten Pascal und Etienne in den letzten Jahren zahlreiche Titel mit „nach Hause“. Nun hat Maschinenbau-Student Pascal Ramali die Sportart gewechselt. Er träumt davon, einmal an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Da Speedskating nicht olympisch ist, entschied er sich, von der Bahn aufs Eis zu wechseln und betreibt nun Eisschnelllauf – und auch das gleich erfolgreich. Anfang November startete Ramali bei den Deutschen Meisterschaften in Inzell und wurde sogleich Achter über fünf Kilometer und Fünfter über zehn Kilometer. „Ich persönlich bin mit meinen Ergebnissen zufrieden. Ich hatte mir vorgenommen, erst einmal konstante Rundenzeiten zu laufen und Erfahrungen zu sammeln“, freut sich Pascal – und steckt sich sogleich wieder hohe Ziele: im Januar möchte er so nah es geht an die Welt Cup-Norm laufen und diese vielleicht sogar unterbieten. „Das wäre ein Traum!“
Pascal Ramali gehört zu jenen Studierenden, die das Versprechen der Hochschule RheinMain als Partnerhochschule des Spitzensports sehr ernst nehmen und regelmäßig davon profitieren. Mit Unterzeichnung des Abkommens verpflichtet sich die Hochschule, studierende Spitzensportler dabei zu unterstützen, Training, Wettkämpfe und Studium unter einen Hut zu bringen. Für Pascal Ramali den Speedskater waren die Monate Oktober bis März bisher immer die Zeit, in der er sich mehr auf das Studium konzentrieren konnte. Nun liegt die Eisschnelllauf-Saison mitten in dieser Skate-Pause. Eine Herausforderung nicht nur für Ramali, sondern auch für die Hochschule RheinMain.
„Eine Herausforderung, die wir gerne annehmen“, sagt der Hochschulsportbeauftragte Klaus Lindemann. So ermöglicht die Hochschule RheinMain Pascal Ramali, dass er derzeit jede zweite Woche für sechs Tage nach Inzell fährt, um dort mit dem Team zu trainieren. Denn das Eis auf der Frankfurter Bahn habe keine ausreichende Qualität, um an der eigenen Technik zu feilen, berichtet der Maschinenbau-Student. „Mal wieder nimmt der Sport sehr viel Zeit in Anspruch, aber die sehr gute Kooperation zwischen der Hochschule RheinMain und dem Olympiastützpunkt Frankfurt am Main ermöglicht es mir, Sport und Studium bestmöglich zu vereinen“, so Ramali.
Foto: Lars Hagen
Von: Birte Müller-Heidelberg
Neue Bewerbungsrunde im MentorinnenNetzwerk
Studentinnen und Doktorandinnen in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen können sich nun wieder für die Teilnahme am Mentoringprogramm des MentorinnenNetzwerks bewerben. Wer ausgewählt wird, bekommt eine berufserfahrene Frau aus Wissenschaft oder Wirtschaft an die Seite gestellt, die ihre jeweilige Mentee bei der Karriereplanung unterstützt.
Für die nächste Mentoring-Runde, die im Mai 2012 startet, können interessierte Frauen sich noch bis zum 1. Dezember 2011 unter www.mentorinnennetzwerk.de online bewerben. Fragen zum MentorinnenNetzwerk beantwortet die Frauenbeauftragte der Hochschule RheinMain, Regina Müller.
Weitere Informationen zum Mentoring-Programm
Von: Birte Müller-Heidelberg
Bilder vom Festakt "40 Jahre Fachhochschule in Hessen"
Am Dienstag, 1. November 2011 feierte das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Wiesbadener Kurhaus "40 Jahre Fachhochschulen in Hessen". Eine Auswahl an Bildern des Festaktes finden Sie hier.

Prof. Dr. Detlev Reymann, Präsident der Hochschule RheinMain, sprach in seiner Funktion als frisch gewählter Vorsitzender der Konferenz Hessischer Fachhochschulpräsidien ein Grußwort.
Die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, redete zum Thema "Fachhochschulen in Hessen - fit für den Wissenswettbewerb".
Als langjähriger Präsident der Fachhochschule Wiesbaden (heute Hochschule RheinMain) blickte Prof. Dr. h.c. mult. Clemens Klockner zurück auf 40 Jahre Fachhochschule in Hessen.
Zu Wort kam auch ein Vertreter des Allgemeinen Studierenden Ausschusses.

Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG aus Darmstadt, beleuchtete die Rolle der Fachhochschulen aus Sicht eines internationalen software-Unternehmens.
Fotos: Heibel
Von: Georg Fries
Stadtwerke sorgen für die Anlage / Das Land beteiligt sich mit einem Zuschuss
Die erste landeseigene Liegenschaft, die mit Biomasse beheizt wird, steht in Rüsselsheim. Die Hochschule RheinMain wird vom kommenden Jahr an durch eine Holzhackschnitzelfeuerungsanlage mit Wärme versorgt. „Diese Form des Heizens ist ökologisch und wirtschaftlich von Vorteil“, erklärt der Präsident der Hochschule, Professor Dr. Detlev Reymann. Da die Gebäude ohnehin umfangreich modernisiert werden, lag es nahe, sich auch Gedanken über eine neue Heizung zu machen, erläutert Professor Dr. Jutta Kerpen, Prodekanin des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften. Als Baubeauftragte ist sie seitens des Fachbereichs für die Sanierung und den Umbau verantwortlich, der seit längerem geplant ist.

Der Austausch der Heizung wird schon früher erfolgen. Die vorbereitenden Arbeiten werden noch dieses Jahr begonnen. Der eigentliche Einbau der Anlage wird ab Februar 2012 erfolgen und bis Ende April abgeschlossen sein, kündigt Matthias Schweitzer, Prokurist der Stadtwerke Rüsselsheim und Geschäftsführer der Energieservice Rhein-Main GmbH, an. Die Stadtwerke, die bisher die Hochschule mit Gas versorgen, werden über ihre Tochtergesellschaft, die Energieservice Rhein-Main GmbH, die neue Heizung im Rahmen eines auf zwanzig Jahre angelegten Contractingvertrags zur Verfügung stellen und in dieser Zeit für den einwandfreien Betrieb sorgen.
„Das Land Hessen unterstützt den Einbau der Holzhackschnitzelfeuerungsanlage mit dreißig Prozent der Investitionssumme, maximal 178.000 Euro“, berichtet der Landtagsabgeordnete und künftige Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt. Der Zuschuss aus Wiesbaden kommt aus dem Programm zur Förderung von Biomassefeuerungsanlagen in Hessen zum Ausbau der Nutzung von Biomasse und Fernwärme. „Ich freue mich sehr, dass sich Rüsselsheim als innovativer Standort für diese zukunftsweisende Form des Heizens profilieren kann.“
Seitens der Hochschule und der Stadtwerke wird Patrick Burghardts Engagement ausdrücklich betont. Im Zusammenhang mit dem Förderantrag waren mehrere Gespräche mit verschiedenen Ministerien zu führen. „Hier hat uns Patrick Burghardt sehr unterstützt und zum Gelingen des Vorhabens beigetragen“, lobt Matthias Schweitzer.
Damit der Wärmebedarf von 2300 Megawattstunden im Jahr gedeckt wird, lassen die Stadtwerke eine Holzhackschnitzelfeuerungsanlage mit einer Leistung von mindestens 600 Kilowattstunden installieren um eine Fläche von 33 000 m² zu beheizen. Zwei bestehende Gaskessel werden weiterhin genutzt, um mögliche Spitzenlasten an Energiebedarf bei extrem kaltem Wetter zu decken. „Über eine Fernwärmeversorgung können sogar weitere interessierte Abnehmer an die Anlage angeschlossen werden“, macht Sven Halling deutlich. Der Leiter Energiedienste bei den Stadtwerken denkt zum Beispiel an das 600 Meter entfernte Freizeitbad an der Lache.
„Die Heizung erfüllt den modernsten Standard und kann somit auch problemlos die Feinstaubgrenzwerte einhalten“, verdeutlicht Erich Lorer, Projektleiter Energiedienste bei den Stadtwerken. Und noch in einem weiteren Punkt wird die Heizung zukunftsweisend sein. In die Anlage eingebunden ist eine Brennstoffzelle der neusten Generation mit 1,5 Kilowatt elektrischer Leistung die Stunde. Damit ließe sich der Bedarf eines Einfamilienhauses an Strom und Wärme decken. „Diese Brennstoffzelle ist klein, aber fein und soll den Studierenden für Forschungszwecke und eine wissenschaftliche Begleitung zur Verfügung stehen.“
Für Professor Jutta Kerpen ist wichtig: „Von der benötigten Wärme werden circa 80 Prozent vom Holzkessel CO2-neutral erzeugt.“ Dies senkt den Kohlendioxid-Ausstoß der Hochschule um rund 440 Tonnen im Jahr. Einen weiteren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz wird eine Photovoltaikanlage leisten, die nach der Sanierung auf den Dächern der Hochschule installiert werden soll. Für Professor Detlev Reymann bedeutet das: „Die Hochschule Rhein-Main mit ihren 3000 Studierenden am Standort in Rüsselsheim kommt somit dem Ziel einer CO2-neutralen Liegenschaft Schritt um Schritt näher.“
Von: Birte Müller-Heidelberg
Besuch der Partnerhochschule in Varkaus und Kuopio
Schon seit über 30 Jahren sind die finnische Hochschulstadt Varkaus und Rüsselsheim Partnerstädte. 2011 wurde die Beziehung der Städte durch eine Kooperation der ansässigen Hochschulen erweitert. Dies war der Anlass für die diesjährige Maschinenbauexkursion: im Oktober besuchte Prof. Dr. Christian Jochum mit vier Studierenden aus dem Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften die Partnerhochschule Savonia. Wie auch die Hochschule RheinMain ist die Savonia Universität in unterschiedlichen Städten beheimatet: die Campi Varkaus und Kuopio. Beide Studienorte konnte die Delegation aus Rüsselsheim besichtigen und wurde herzlich willkommen geheißen.
„Nach einer ausführlichen Einleitungspräsentation wurde uns der Campus Varkaus gezeigt. Für deutsche Studenten ist besonders interessant, dass viele Kurse sowohl in englischer als auch in finnischer Sprache angeboten werden. Wie auch bei uns bietet die Hochschule Savonia ein weites Spektrum an Studiengängen – unter anderem Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen, Umwelttechnik, Innenarchitektur und International Business. Im Unterschied zum hiesigen Studieren zielt das finnische Studiensystem mehr darauf ab, möglichst häufig in studiengangübergreifenden Gruppenarbeiten Inhalte zu erarbeiten und in Projekten theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen. Diese Projekte finden im Rahmen des „Open Innovation Space“ (OIS) statt. In dieser Einrichtung vereint die finnische Hochschule Savonia Studenten aus den verschiedenen Studiengängen, um mit ihnen an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Während unseres Aufenthalts wurden uns unter anderem Arbeiten über Elektromobilität, Neuentwicklung von verschiedenen Motorradtypen und einer mobilen Sauna auf Basis eines Autoanhängers präsentiert. Bei diesen Projekten, aber auch Bachelorarbeiten, wird eng mit den regionalen Unternehmen zusammengearbeitet. So werden zum Beispiel chinesische Elektrokleinwagen mit den Akkumulatoren der ortsansässigen Firma „European Batteries“ ausgestattet, welche auch im Opel Ampera verbaut sind. Nur wenige Hersteller in Europa können solche hochqualitativen Lithium-Ionen-Akkus für die Automobilindustrie produzieren. Bei der Besichtigung des neuen Werkes in Varkaus wurde uns deren Sicherheit demonstriert, welche insbesondere für den Einsatz in Fahrzeugen eine wichtige Rolle spielt. „European Batteries“ und andere Firmen wie beispielsweise „Stora Enso“, einer der größten Papierhersteller der Welt und „Junttan“, ein Hersteller von Bergbau- und Baumaschinen, durften wir während unseres Aufenthaltes besichtigen. Die größte Firma in Varkaus beliefert die Stadt außerdem mit elektrischer Energie aus eigenem Kraftwerk und ermöglicht mit Warmwasser aus der Papierproduktion die 2006 dort neu eingerichtete Störzucht. So kamen wir Rüsselsheimer in den Genuss des ersten Varkauser Kaviars und Störfilets.
Trotz der ausgeprägten angesiedelten Wirtschaft ist die Stadt Varkaus von unzähligen Seen und Wäldern umgeben, was man besonders gut von einem Wasserturm, welcher das höchste Gebäude der Stadt ist, sehen kann. Durch die geringe Bevölkerungsdichte in Finnland bietet sich selbst in unmittelbarer Stadtnähe von Varkaus die Möglichkeit, die Natur zu genießen. Die Finnen entspannen auf diese Art in ihren Ferienhäusern, die über das ganze Land an den Seen verstreut sind. Auch dort verzichtet man selbstverständlich nicht auf den Saunagang, da dieser in Finnland selbstverständlich zum Alltag gehört. Wie gastfreundlich das finnische Volk ist, wurde uns nicht zuletzt durch die Einladung des Bürgermeisters in die Rathaussauna von Varkaus deutlich. Ein weiteres Highlight unserer Exkursion war das von einem aus Darmstadt stammenden Mann geleitete Museum für mechanische Musikinstrumente von Varkaus. Nicht nur die Sammlungsstücke mehrerer Jahrhunderte alter mechanischer Kunstwerke begeisterten, sondern auch der Museumsdirektor für sich ist ein Unikat. Abschließend bleibt zu sagen, dass Finnland eine sehr gute Alternative (auch durch die vielen internationalen Studenten an der Hochschule Savonia) zu den sonst gängigen Auslandsaufenthalten bietet. Varkaus und Kuopio gelingt ein ausgewogener Spagat zwischen finnischer Gelassenheit und spannendem Studentenleben. Wir bedanken uns bei der Stadt Rüsselsheim und bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Jochum für die Möglichkeit, dass wir Finnland auf so eine authentische Art und Weise kennenlernen konnten.“
Einmal im Jahr organisiert Prof. Dr. Jochum im Rahmen des von ihm initiierten „Bring Them Out“-Programms eine Exkursion an eine Partnerhochschule der Hochschule RheinMain. Diese Kurzbesuche verschaffen den Studierenden des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften einen Einblick in Kultur und Umgebung des Gastlandes. Die Studierenden knüpfen erste Kontakte und sehen sich die Partnerhochschule an. So können sie sich die Möglichkeiten für ein Auslandssemester vorab anschauen. Sinn des Programms ist es, einer kleinen Gruppe von Studierenden praktische Auslandserfahrung zu vermitteln, bevor über ein ganzes Auslandssemester entschieden wird. So wird das Interesse an einem Auslandsaufenthalt geweckt, Ressentiment können abgebaut und der Beratungsaufwand minimiert werden. Zudem geben die Rückkehrer der Mini-Exkursion ihre Erfahrungen an die anderen Studierenden weiter und animieren so weitere. Die Kosten werden zu je etwa einem Drittel von Internationalisierungsgeldern der Hochschule, von Sponsorengeldern und von Eigenbeiträgen der Studierenden getragen.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Peter Morgner gewinnt JuJutsu-Weltmeisterschaften
Peter Morgner studiert am Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule RheinMain. Im Oktober wurde der 28-Jährige Weltmeister im JuJutsu. Im kolumbianischen Cali erkämpfte er sich den Titel in der Gewichtsklasse unter 56 Kilogramm.
Im ersten Vorrundenkampf, den Morgner vorzeitig gewann, war der Kolumbianer John Cajamarca sein Gegner. Das Halbfinale bestritt Morgner gegen den Franzosen Fabien Biteau und siegte trotz Punktegleichstand von 18:18 mit einem knappen Vorteil in der Unterbewertung. Im Finale kämpfte Peter Morgner gegen einen weiteren Kolumbianer - Jeison Mora. Auch hier war Morgner vorzeitig erfolgreich und gewann so den Weltmeistertitel.
Klaus Lindemann, Hochschulsportbeauftragter der Hochschule RheinMain, gratuliert Peter Morgner von ganzem Herzen und freut sich, dass das Konzept quot;Partnerhochschule des Spitzensports" erneut aufgeht. Unter diesem Titel kooperiert die Hochschule RheinMain mit dem Olympiastützpunkt Hessen im Landessportbund Hessen e.V. und dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh).Studierende Spitzensportler werden aktiv dabei unterstützt, Studium und Training sowie Wettkämpfe unter einen Hut zu bekommen.

Von: Dr. Ernst-Michael Stiegler
Rüsselsheimer Ingenieurcampus nun auch in Brasilien präsent
Der Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften kooperiert jetzt erstmals mit einer südamerikanischen Hochschule. Die Vertragsunterzeichnung nahmen der Präsident der brasilianischen Methodist University of Piracicaba (UNIMEP), Prof. Dr. Clóvis Pinto de Castro, sowie die Vizepräsidentin der Hochschule RheinMain, Prof. Dr. Christiane Jost, und die Dekanin des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften, Prof. Dr. Moniko Greif, am 24. Oktober in Rüsselsheim vor.

Damit besteht nun auch in Südamerika, und zwar in der wirtschaftlich aufstrebenden Region Sao Paulo, eine Kooperation, die gerade durch die Präsenz zahlreicher deutscher Unternehmen für viele Studierende besonders interessant ist. UNIMEP ist eine private Universität mit 10500 Studierenden. Durch ähnliche Studiengänge wie Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau oder Informatik gibt es viele Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit. Neben dem Austausch von Studierenden soll auch die Kooperation zwischen wissenschaftlichen Mitarbeitern und Professoren in Form von Forschungsprojekten oder Tagungen gefördert werden.
Prof. Dr. Castro stellte im Rahmen der Vertragsunterzeichnung seine Universität vor, wobei er eingangs erwähnte, dass Brasilien heute die siebtgrößte Volkswirtschaft der Erde sei. Ganz Brasilien sei ein „Baustelle“, das Land erlebe einen erheblichen ökonomischen Aufschwung. Die „world class University“, wie sich der neue Kooperationspartner der Rüsselsheimer selbst nennt, wurde erst 1975 gegründet. Die Wurzeln reichen allerdings bis ins 19 Jahrhundert zurück, genau gesagt ins Jahr 1881, als die Vorgängereinrichtung, die Piracicabano School, gegründet wurde. Prof. Dr. Casto legte besonderen Wert auf die Feststellung, dass auch Mädchen in dieser Schule unterrichtet wurden, was seinerzeit für Brasilien ungewöhnlich war. Der Ursprung des konfessionell gebundenen Schul- und später Hochschulbetriebs lässt sich sogar noch weiter zurückdatieren, nämlich in das Jahr 1748, als englische Methodisten erste Lehranstalten gründeten. Heute umfasst diese Bildungseinrichtung 775 Institute in 67 Ländern.
Die Methodist University of Piracicaba hat 449 Professorinnen und Professoren und ist ähnlich wie die Hochschule RheinMain auf drei Orte verteilt. Insgesamt hat sie vier Campi, darunter einen Campus ausschließlich für die Ingenieurwissenschaften. Eine Besonderheit der brasilianischen Hochschule ist das Theater, das 800 Plätze bietet und auch von der regionalen Bevölkerung gern besucht wird.
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