Von: Birte Müller-Heidelberg
Vorstellung am 13. Juni
Der Poetikdozent für das Wintersemester 2013/14 ist gefunden: Thomas von Steinaecker wird zwischen Oktober und Februar zwei Vorlesungen in der Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain halten. Außerdem finden im Rahmen seiner Poetikdozentur zwei Lesungen im Literaturhaus der Stadt Wiesbaden statt.

Vorstellen wird der Schriftsteller sich am Donnerstag, 13. Juni, um 12.15 Uhr im Gartengeschoss des A-Gebäudes am Campus Kurt-Schumacher-Ring der Hochschule RheinMain. In der Veranstaltung „Ein Autor stellt sich vor“ berichtet er im Gespräch mit einem Professoren oder einer Professorin der Hochschule über sein Leben und seine Werke.
Der Schriftsteller, TV-Regisseur und Journalist Thomas von Steinaecker wurde 1977 in Traunstein geboren. Er ist promovierter Literaturwissenschaftler. Bereits während seines Studiums in München und in den USA begann er für Zeitschriften zu schreiben. Im Jahr 2007 sendete der Bayerische Rundfunk sein erstes Hörspiel; im gleichen Jahr erschien sein Romandebüt „Wallner beginnt zu fliegen”, der Roman kam auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises. Im vergangenen Jahr erschien sein vierter Roman „Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen”.
Von: Jan Wüntscher
Opel spendet Ampera für Lehre und Forschung
Über ein hochmodernes Elektrofahrzeug mit Reichweitenverlängerer verfügt die Hochschule RheinMain zukünftig am Fachbereich Ingenieurwissenschaften. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „125 Jahre Elektromobilität in Deutschland“ rund um das Rüsselsheimer Rathaus konnten Hochschulpräsident Prof. Dr. Detlev Reymann und Dekan Prof. Dr. Wolfgang Kleinekofort als Technikspende der Adam Opel AG einen Ampera entgegennehmen. Übergeben wurde das Fahrzeug, welches zuvor im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum für Validierungsfahrten in ganz Europa genutzt wurde, in Anwesenheit von Oberbürgermeister Patrick Burghardt sowie des hessischen Staatsministers Axel Wintermeyer von Dr. Christian Kunstmann, Senior Manager GME Electrification.
Am Fachbereich Ingenieurwissenschaften wird der Ampera in den Labors für Kfz-Technik und Elektrotechnik für Forschungsarbeiten und Lehrveranstaltungen eingesetzt. Vermittelt wurde die Spende von der Gesellschaft zur Förderung des Ingenieurstudiums, die als Schnittstelle zwischen Hochschule und Industrie dem Fachbereich mit Rat und Tat zur Seite steht. Gemeinsames Ziel ist ein modernes und praxisorientiertes Ingenieurstudienangebot am Hochschulstandort Rüsselsheim. Das gespendete Elektrofahrzeug stellt dabei im Verbund mit vorhandenen Einrichtungen an der Hochschule, wie etwa dem industriefähigen Straßensimulator, eine enorme Bereicherung dar.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Hochschule RheinMain konzipiert fachübergreifenden online-Kurs
MOOC und offene Hochschule sind die neuesten Entwicklungen auf dem Bildungsmarkt. Hinter den Massive Open Online Courses verstecken sich frei zugängliche, meist kostenlose Online-Kurse zu unterschiedlichsten Themen, die große Teilnehmerzahlen bedienen können. „Modelling and Simulation using MATLAB® - One MOOC, more brains“ heißt der interdisziplinäre MOOC, den die Hochschule RheinMain nun konzipiert hat, um damit an einem Wettbewerb des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft teilzunehmen. Noch bis zum 23. Mai kann abgestimmt werden – sollte die Hochschule RheinMain zu den zehn Gewinnern zählen, kann der Kurs unter Einsatz des Preisgeldes umgesetzt werden.
Das Konzept der Hochschule RheinMain sieht einen online-Kurs vor, der sich mit Modellierung und Simulation beschäftigt. Wichtig ist hierbei, dass das Angebot sich nicht nur an Experten, sondern an alle Interessierten richtet. Während der Bearbeitung lernen die Teilnehmenden Methoden der Modellierung und Simulation kennen, erhalten nach Wahl Einführungen in vertiefende Fachgebiete und lernen, Programmiersprache und Modellierungstool erfolgreich anzuwenden. Komplettiert wird das Kursangebot durch die Lehrinhalte „Erstellung eines Business Case“ und „Wissensmanagement“. Das Besondere am MOOC der Hochschule RheinMain ist seine Interdisziplinarität: sowohl an der Produktion des Bewerbungsvideos als auch am späteren Kurs selber beteiligen sich Professorinnen und Professoren aus vier unterschiedlichen Fachbereichen sowie das eLearning-Zentrum der Hochschule. So werden die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer aus verschiedenen Perspektiven an die Thematik der Modellierung und Simulation herangeführt: technologisch, betriebswirtschaftlich und wissenstheoretisch. Während die vier fachübergreifenden Module des ersten Kursteils von allen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern bearbeitet werden, können die Studierenden sich danach je nach Präferenz und Kenntnisstand einzelne Bausteine zusammenstellen. Auf der online-Plattform des „MOOC Produktion Fellowship“-Wettbewerbs finden sich das Bewerbungsvideo der Hochschule sowie eine ausführliche Beschreibung des geplanten Kurses.
Auf der Wettbewerbshomepage sind alle eingereichten Konzepte mit Bewerbungsvideo und Beschreibung aufgeführt. Hier kann abgestimmt werden, welche Konzepte am schlüssigsten sind und welche Lehrenden in den Videos überzeugen. Mit insgesamt 250.000 Euro sollen die zehn besten Kurse prämiert und umgesetzt werden. Über die Gewinner entscheidet eine Expertenjury – die Anzahl der Stimmen im Internet wird als Kriterium bei der Bewertung berücksichtigt. So wird ermittelt, welche Kurskonzepte auf die größte Resonanz bei potentiellen Studierenden stoßen.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Termine und mehr
Das Referat "Politische Bildung und Antidiskriminierung" des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Hochschule RheinMain informiert auf seinem neuen Blog über seine Arbeit und Hochschulpolitik im Allgemeinen.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Jannik Schneider brilliert in Neuenstein
Den zweiten Platz bei den Tischtennismeisterschaften des Deutschen Behindertensportverbandes in Neuenstein belegte Jannik Schneider. Der Student der Hochschule RheinMain, der eine leichte Behinderung der Beine und eine starke Behinderung des Nicht-Spielarms hat, spielt in der paralympischen Wettkampfklasse neun. Der 22-Jährige, der an der Hochschule RheinMain Media Management studiert, musste sich nur dem mehrmaligen deutschen Meister André Kritzmann im Finale geschlagen geben. Ende Mai wird Jannik Schneider für Deutschland an den German Open in Bayreuth teilnehmen.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Löten, programmieren, Beton mischen
Dass die Hochschule RheinMain sich aktiv am bundesweiten Girls‘ Day beteiligt, ist nichts Neues. Dass diesmal gleich drei Fachbereiche Workshops für die Schülerinnen anboten, ist jedoch ein Novum. Der Girls‘ Day ermöglicht es Mädchen ab der 5. Klasse, in angebliche Männerberufe hineinzuschnuppern. So sollen die Schülerinnen Lust auf Technik und Naturwissenschaften bekommen und feststellen, dass sie das genauso gut können wie die männlichen Mitschüler.
Das erste Mal mit dabei war am 25. April 2013 der Wiesbadener Fachbereich Design Informatik Medien. Auf dem Mediencampus Unter den Eichen wurden gleich zwei Workshops angeboten. Im ersten lernten die Teilnehmerinnen, wie sie mit einfachen Mitteln ihre eigene Homepage bauen können. Dazu gab es unter anderem eine kurze Einführung in die Programmiersprachen HTML und CSS. Großer Wert wurde hier auch auf richtiges und datensicheres Verhalten im Netz gelegt. Die zweite Veranstaltung aus dem Bereich Informatik beschäftigte sich mit Smartphones und Fernsteuerungen. Sie begann mit einem Spiel im Team: Capture the Flag. Danach ging es um die Frage, wie sich verhindern lässt, dass es ins offene Fenster reinregnet, wenn niemand zu Hause ist. Auch dieses Problem kann der Computer lösen!
"Beton ist pink" lautete die Überschrift des Workshops am Wiesbadener Kurt-Schumacher-Ring. In der Materialprüfanstalt an der Hochschule RheinMain beschäftigten die Teilnehmerinnen sich mit der Baustoffprüfung. Dabei lernten sie Beton als innovativen, leistungsfähigen Baustoff kennen, ohne den es die meisten unserer großen Bauwerke nicht geben würde. Hier wurde sowohl Beton selbst gemischt, als auch seine Druckfestigkeit geprüft.
32 Schülerinnen der fünften bis zehnten Klasse konnten sich am Rüsselsheimer Fachbereich Ingenieurwissenschaften als Nachwuchsforscherinnen und -ingenieurinnen versuchen und dabei spannende Einblicke sowohl in den Hochschulbetrieb als auch in wissenschaftliche Arbeitsweisen erhalten. Diesmal boten die Studienbereiche Informationstechnologie und Elektrotechnik (ITE) sowie Umwelttechnik und Dienstleistung spannende Laborversuche an. Die Plätze waren nach der Veröffentlichung Mitte Februar wie immer binnen kürzester Zeit ausgebucht.
In Kleingruppen waren die Teilnehmerinnen mit Feuereifer bei der Sache. „Mitmachen statt Zugucken“ war angesagt. So konnte im Studienbereich Elektrotechnik ein elektronischer Würfel gebaut werden, wobei schon die Jüngsten eine mit LEDs bestückte Platine selbst zusammenlöten und später stolz mit nach Hause nehmen durften. Eine andere Gruppe programmierte Legoroboter und brachte ihnen bei, in der gewünschten Richtung zu fahren. Mikroorganismen im Belebtschlamm untersuchten die Mädchen im Umwelttechniklabor. Die Teilnehmerinnen staunten nicht nur, wie viele Kleinstlebewesen sich dabei entdecken ließen, sondern bestimmten mit Hilfe von Büchern auch gleich begeistert deren unterschiedlichen Arten.
Zusätzlich zu den Versuchen bekamen die Mädchen in Rüsselsheim außerdem gleich vorgeführt, wohin so ein Ingenieurstudium führen kann. Begrüßt wurden sie durch Studiendekanin Prof. Dr. Konstanze Anspach; nach dem Mittagessen in der Mensa berichtete dann die ehemalige Maschinenbaustudentin und heutige Ingenieurin Simone Schwarz über den Alltag an einer Hochschule sowie über ihre eigenen Erfahrungen als Frau im Ingenieurberuf.

Die Feedbackrunde am Ende des Tages zeigte: die Teilnehmerinnen waren begeistert und haben viel Neues gelernt. Ein besseres Lob kann es für die Fachbereiche, die Zentrale Studienberatung und die Frauenbeauftragte, die an der Organisation des Girls‘ Day an der Hochschule RheinMain beteiligt waren, nicht geben.
Von: Birte Müller-Heidelberg
Kommunikationsdesign-Studentinnen sorgen für Nachhaltigkeit, Spaß und Gemeinschaftsgefühl
Reisewecker gegen Blumentopf, Lachyoga gegen Kuchen – Christina Wörner, Judith Pustet und Ronja Scheidel animieren die Wiesbadener zum Tauschen. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Studiengang Kommunikationsdesign nennen die drei jungen Frauen sich „Die Anstifter“ und haben sich ein Projekt ausgedacht, das ein Zeichen gegen die übertriebene Konsumgesellschaft, für mehr Flexibilität und Gemeinschaftssinn setzen soll. „Als wir auf der Suche nach einem Thema für unsere Abschlussarbeit waren, haben wir bewusst etwas gesucht, mit dem wir ‚Gutes tun‘ können“, berichtet Christina Wörner. Und Ronja Scheidel ergänzt: „Außerdem wollten wir über die Grenzen unseres Campus‘ Unter den Eichen hinaus kommunizieren, einen soziokulturellen Mehrwert für die Stadt Wiesbaden schaffen.“
Herausgekommen ist „Tausch Dich schlau“: sechs sehr unterschiedliche Menschen trieben die Anstifterinnen auf, die bereit sind, ihr Wissen zu teilen. Im Mai finden Workshops von Lachyoga über Gedächtnistraining bis hin zu Urban Gardening statt. Das Besondere: wer teilnehmen möchte, muss dafür kein Geld bezahlen, sondern dem jeweiligen Workshopleiter einen Wunsch von dessen Liste erfüllen. Welcher Workshop wann stattfindet, und welche Möglichkeiten der „Bezahlung“ es jeweils gibt, finden Interessierte auf www.tauschdichschlau.de.
Neben den Workshops gibt es auch noch die sogenannte „Tauschbox“. Im Wiesbadener Dichterviertel, Ecke Scheffelstraße und Kloppstockstraße, steht ein in aufwendiger Handarbeit gefertigtes großes Regal samt Dach und Regenschutz, das ein wenig an die mittlerweile schon in vielen Städten bekannten Bücherschränke erinnert. Hier können alle Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger vorbeibringen, was sie nicht mehr brauchen, und stattdessen mitnehmen, was sie gebrauchen können. Es war nicht ganz einfach, einen Platz zu finden, an dem die Tauschbox aufgestellt werden darf, aber mit Hilfe einer engagierten Hausgemeinschaft im Dichterviertel ist es trotz Diskussionen mit dem Ordnungsamt gelungen – die Tauschbox steht nun auf Privatgrundstück, ist aber jedem zugänglich.
Dritter Ansatz im Konzept der Studentinnen ist eine Website, auf der Sachen, aber auch Dienstleistungen oder Wissen getauscht werden können. Diese befindet sich noch in der Konzeptionsphase. Fest steht aber schon, dass man auf der Website keinen direkten Tauschpartner brauchen wird. „Wenn ich anbiete, jemandes Zimmer zu streichen, und er will mir dafür eine Melone geben, ich hätte aber lieber Hilfe bei der Gartenarbeit, dann funktioniert es nicht“, erklärt Judith Pustet. Stattdessen bekommen die Tauschwilligen Punkte für das, was sie anbieten, und können sich anhand dieser Punkte dann wiederum Produkte oder Dienstleistungen aussuchen, die sie eintauschen möchten.
Aktuelles zum Fortgang des Projektes gibt es auf dem facebook-Auftritt der Anstifterinnen.
Von: Dr. Ernst-Michael Stiegler
Prof. Dr. Stephan Böhm einer von zweien aus dem Wissenschaftsbereich
Als einer von zwei Professoren – der „Rest“ sind Unternehmensmitglieder – kam Prof. Dr. Stephan Böhm, Hochschule RheinMain, unter die „wichtigsten 100 Köpfe der europäischen Digital-Industrie“. Das ist das Ergebnis eines Rankings des Print- und Online-Magazins t3n, das sich nach eigener Aussage an „digitale Pioniere der Themen E-Business, Social Media, Startups und Webdesign“ wendet. Stimmberechtigt waren eine international besetzte Jury und die Online-Community der Zeitschrift.
Prof. Dr. Stephan Böhm, der am Campus Unter den Eichen im Fachbereich Design Informatik Medien das Fachgebiet „Telekommunikation/Mobile Media“ vertritt, kommentiert diese Wahl folgendermaßen: „Die Erwähnung in der Liste der wichtigsten 100 Köpfe der europäischen Digital-Industrie freut mich sehr. Zur Aufnahme in die Liste hat vor allem das Voting und somit die Mobilisierung unseres Netzwerks aus Studierenden, Alumni und Unternehmenskontakten beigetragen. Dies ist ein Zeichnen dafür, dass unsere Arbeit in Lehre und Forschung auf große Unterstützung und Wertschätzung stößt.“
Prof. Dr. Böhm ist durch zahlreiche Vorträge und Veröffentlichungen bekannt geworden. Im vergangenen Herbst war Wiesbaden auf Initiative von Prof. Dr. Böhm in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Prof. Dr. Peter Winzer Veranstaltungsort des „Mobile Media Forums“ Unter den Eichen. Das kommende Forum ist bereits geplant und wird sich mit einem Themenschwerpunkt im Bereich von Mobile Business Solutions befassen. Und last but not least: Prof. Dr. Böhm sitzt in der diesjährigen Jury für die hochkarätige „best of mobile“-Preisverleihung, die im Herbst in Berlin stattfinden wird.
Von: Jan Wüntscher
NASA-Mission 2016 nutzt Vakuumsensoren aus Rüsselsheim
Ein Anruf aus den USA brachte die endgültige Gewissheit, dann konnte Prof. Dr. Friedemann Völklein vom Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Hochschule RheinMain verkünden: „Wir fliegen tatsächlich zum Mars!“ Auf der für 2016 geplanten NASA-Mission zum Roten Planeten werden nun endgültig jene hochleistungsfähigen Vakuumsensoren an Bord sein, die Prof. Völklein im Rüsselsheimer Reinraumlabor entwickelt hat. Die winzigen High-Tech-Bauteile haben sämtliche Tests bestanden und werden, integriert in ein sogenanntes Massenspektrometer, dabei mithelfen, die dünne Marsatmosphäre zu untersuchen.

Überzeugt haben die amerikanischen Weltraumexperten der einzigartige Messbereich und die geringe Größe der Sensoren. Schließlich geht es bei einem unbemannten Raumfahrzeug darum, möglichst viel Platz und Gewicht zu sparen. An der Entwicklung haben etliche Studierende mitgewirkt. Immerhin ist Mikrosystemtechnik einer der Schwerpunkte der Studiengänge „Physikalische Technik“, der mit dem „Bachelor of Science“ abschließt, und „Angewandte Physik“ („Master of Science“). Die Absolventen sollen später in Firmen und Instituten angewandte Forschung und Entwicklung betreiben und deren Ergebnisse in neuartige Verfahren und Produkte umsetzen.
Da ist es kein Wunder, dass die Erstsemesterzahlen für diese Studiengänge seit Jahren kontinuierlich nach oben zeigen. Zum gerade begonnenen Sommersemester lag die Steigerung bei gut 30 Prozent. Als logische Konsequenz entsteht zum Wintersemester 2013/14 die neue Studienrichtung „Micro-/Nano-Engineering“ innerhalb des Bachelorstudiengangs „Physikalische Technik“. Mit diesem und mit weiteren neuen Studiengängen in Wiesbaden und Rüsselsheim reagiert die Hochschule RheinMain auf die gestiegene Nachfrage nach Studienplätzen.
Zum begehrten Kooperationspartner für Firmen, Forschungsinstitute und andere Hochschulen hat sich auch das 2004 gegründete Rüsselsheimer Institut für Mikrotechnologien (IMtech) entwickelt, dem Prof. Völklein und seine Kollegen angehören. Dort laufen die Fäden mehrerer Labore des Studienbereichs Physik zusammen. Die Kooperation von Mikrotechnik und Medizintechnik führte im vergangenen Jahr beispielsweise zur Entwicklung eines „Mikrochips zur Erfassung der Vitalität von Zellen als Alternative zum Tierversuch“, für den Prof. Völklein und sein Kollege Prof. Dr. Wolfgang Kleinekofort den Hessischen Tierschutzforschungspreis erhielten.
Auch die Unterstützung der Mars-Mission bedeutet längst nicht das Ende des Forschungseifers. „Neue Techniken, mit denen man einzelne Atome beziehungsweise Moleküle manipulieren kann, werden die Nanotechnologie beim Aufbau komplexer Strukturen in Zukunft zu ganz neuen Problemlösungen führen“, stellt Prof. Völklein in Aussicht. „Bis zum Mars – und darüber hinaus!“, lautet also die Zielsetzung der Rüsselsheimer Forscher und Studierenden.
Von: Jan Wüntscher
Oberbürgermeister und Präsident besichtigen Opel-Altwerk
„Große Zufriedenheit“ konnte Hochschulpräsident Prof. Dr. Detlev Reymann dem Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt beim gemeinsamen Rundgang über den neuen Campus Opel-Altwerk vermelden. Rund 1.500 Studierende des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften sind hier während der zweijährigen Sanierungsphase der Gebäude Am Brückweg untergebracht. Der Umzug sei weitgehend problemlos verlaufen, unerwartete Überraschungen seien ausgeblieben, stellte Reymann erfreut fest und lobte in diesem Zusammenhang das große Engagement der Hochschulmitarbeiter.

Dabei war insbesondere mit dem Wechsel mehrerer Labors samt Großgeräten ins Opel-Altwerk eine gehörige logistische Herausforderung verbunden. Zwei Tonnen wiegt beispielsweise die Kerbschlagbiegemaschine des Kraftfahrzeuglabors, berichtete Laboringenieur Dieter Kahl. Auch sie hat aber ein laut Kahl „sehr komfortables“ neues Zuhause im historischen Altwerksareal gefunden. Darüber hinaus habe der Umzug noch ganz andere positive Nebeneffekte mit sich gebracht, stellte Dekan Prof. Dr. Wolfgang Kleinekofort erfreut fest. So hätten dabei allein 70 Tonnen an alten Gerätschaften verschrottet werden können – „ein willkommener Anlass.“
Oberbürgermeister Burghardt bescheinigte dem Campus eine „ideale Lage inmitten zahlreicher Firmen, für die am Fachbereich Ingenieurwissenschaften qualifizierter Nachwuchs ausgebildet wird“. Neben dem spannenden Blick auf die historischen Industriebauten zählte er auch die Nähe zum Bus- und S-Bahnhof, wo in dieser Woche in unmittelbarer Nachbarschaft auch das neue Studierendenwohnheim eröffnet wird, zu den Vorzügen. Den Eindruck, dass sie in der Rüsselsheimer Innenstadt angekommen sind und sich hier gut aufgehoben fühlen, vermittelten den Besuchern auch die Studierenden der Physikvorlesung „Technische Mechanik“, die einen kurzen Einblick ins Hochschulleben ermöglichten.
