nanoTruck zu Gast auf dem Rüsselsheimer Campus
Wie klein ist eigentlich „nano“? Und was bringt uns die Forschung in diesen winzigen Dimensionen? Solche Fragen beantwortete der nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der auf Initiative der Max-Planck-Schule drei Tage lang auf dem Rüsselsheimer Campus des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften Station machte. Mit interaktiver Exponatschau und einem eigenen Laborbereich für Workshops lud das doppelstöckige Ausstellungsfahrzeug zu Erkundungstouren in den Nanokosmos ein.

Im Rahmen von Führungen und Workshops konnten tagsüber gut 150 Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Möglichkeiten die Nanotechnologie etwa in der modernen Medizin, im Umweltschutz oder in der nachhaltigen Energieerzeugung bereithält – alles allgemein verständlich und spannend präsentiert von den beiden nanoTruck-Wissenschaftlern Dr. Julia Donauer und Alexander Heusel. Die Jugendlichen durften sogar selbst eine nanokristalline Farbstoffsolarzelle bauen und mit dem Rasterelektronenmikroskop experimentieren. Neuntklässlerin Janina stellte dafür sogleich bereitwillig Kopf- und Augenbrauenhaare sowie ein paar Hautzellen vom Unterarm zur Verfügung.
Aber auch ganz praktische Fragen wurden von den Nachwuchsnaturwissenschaftlern gestellt, etwa: „Woher kriegt man eigentlich das ganze Geld für die teuren Forschungsgeräte?“ Nachmittags und insbesondere am Dienstagabend bei der ersten Veranstaltung der „Rüsselsheimer Hochschulgespräche“ waren dann auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich über die Grundlagen, Chancen und Herausforderungen der Nanotechnologie zu informieren. Prof. Dr. Wolfgang Kleinekofort vom Studienbereich Physik steuert Detailinformationen über die Studienmöglichkeiten und aktuellen Forschungsprojekte an der Hochschule RheinMain bei.
Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler seien alle gut vorbereitet gewesen und hätten toll mitgearbeitet, lobte Dr. Julia Donauer. Bei der Vortragsveranstaltung waren gut 40 Zuhörer von zehn Jahren bis zum Rentenalter dabei. Schon am nächsten Tag steuerte der nanoTruck seinen nächsten Standort an. Insgesamt 220 Tage im Jahr ist er unterwegs. Ein beachtliches Programm, wenn man bedenkt, dass das Projekt bei seinem Start 2004 eigentlich nur auf zwölf Monate angelegt war, sich seitdem aber einer ungebrochen intensiven Nachfrage erfreut.

